September 1515.
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Frieden in Frankreich auskünden lassen. Der zweite Brief ist von unfern Hauptleuten, Vennern zc. gemeinerEidgenossen zu Munsch (Monza) ausgegangen. Sie erklären, daß sie den Artikeln von Galera wegen Kürzeder Zeit nicht beistimmen können und die drei Städte einladen, zu ihnen zu ziehen, um sich gemeinsam zuberathen und erst darauf dem König Antwort zu geben. Der dritte Brief ist von den Hauptleuten, Vennern,Räthen zc. von Bern zu Domo an ihre Herren zu Bern geschrieben. Sie theilen eine Abschrift des von ihrenBoten zu Galera geschlossenen Friedens mit und melden, die Eidgenossen zu Monza haben sie und ihreBoten zu Galera zu ihnen beschrieben, darauf seien sie mit den zwei andern Städten räthig geworden, denFrieden anzunehmen und diesen Krieg auf eigene Kosten nicht weiter fortzuführen. Der Cardinal sei zuMonza gewesen und habe mit den drei Ländern eine besondere Abrede gehalten, man glaube daher, derWiderstand gegen den Frieden rühre von ihm her. Wenn die Eidgenossen zu Monza vorrücken, so sei zubesorgen, die Boten zu Galera werden von den Franzosen an die Aeste gehängt, denn der König halte sicham Frieden und ziehe gegen die Spanier. Deßhalb werden sie ihrerseits nicht „verruken", sondern dieAntwort ihrer Boten und den Willen ihrer Herren abwarten. K. Auf diesem Tag sind die Boten päpst-licher Heiligkeit, der Bischof von Verulan, römisch kaiserlicher Majestät, Herr Ulrich von Habsperg und vr.Reichenbach, auch des Herzogs von Mailand erschienen. Der kaiserliche Bote hat zuerst die durch Krankheitveranlasste Abwesenheit Herrn Wolfgangs von Klingenberg entschuldigt, dann eine Instruction wesentlichfolgenden Inhalts eröffnet: Erstlich möchten wir es nicht zu Verdruß aufnehmen, daß der Kaiser denlaut Bündniß schuldigen reisigen Zug noch nicht geschickt habe; Ursache sei, daß niemals etwas Abschließ-liches wegen einem Feldzug nach Frankreich habe von den Eidgenossen erlangt werden mögen. Der Kaiserhabe, da er sich keines Einfalls der Franzosen in Italien versehen, den Königen von Ungarn und Poleileinen Besuch gemacht, wolle übrigens Alles thun, zu was Veredlung und Bündniß ihn verpflichten.Ferner sei eine französische Botschaft an seinem Hof eingetroffen, die alles Mögliche verspreche, um MailandZu erlangeil, der Kaiser wolle aber nichts thun ohne Rath und Willen der Eidgenossen. Gegen das Laufender Landsknechte nach Frankreich habe der Kaiser abermals scharfe Mandate in's Reich ergehen lassen. Undda die fortgezogenen ungehorsam bleiben, so sei nun ein Reichstag ausgeschrieben, um gemeinsame Maß-regeln im ganzen Reich zu veranlasseil. Der Kaiser sei noch jetzt bereit, etilen Einfall in Frankreich zuunterstützen, um der Franzosen Macht in Italien zu theilen. Wir möchten daher beförderlich Gesandte nachLandeck schicken, um mit ihm damit Rath zu pflegeil. Weiter sei der .Kaiser berichtet, die Unfern im Feldunterhandeln mit den Franzosen um Frieden, was den Kaiser befremde, da wir mit dem päpstlichen undviceköniglichen Kriegsvolk, auch den täglich zu erwartenden kaiserlichen Reitern stark genug seien, um denFranzosen die Spitze zu bieten und einen ehrlicheil Frieden für alle Bundesgenossen zu erlangen. OhneMailand fallen zu lassen, werden wir mit Frankreich keinen Frieden erhalten, und dieses zu thun würdeuns nicht allein einen beschwerlichen Nachbar bringen, sondern auch unfern Ruf der Mannhaftigkeit bei allenNationen schwächen. Besser sei es, über die Franzosen und Venediger einzeln herzufallen, bevor sie sichvereinigt haben, dazu seien wir stark genug. Er seinerseits wolle mit dem Kriegsvolk von Verona undBrescia und den Nachschüben die Venetianer beschäftigen. Wir möchten daher den Unfern in das Feldschreiben, daß sie ohne aller Bundesgenossen Einwilligung keinen Frieden machen. Wir sollen uns zu denBundesgenossen alles Guten versehen und keinen Verläumdungen glauben. Er, der Kaiser, wolle nach denVerhandlungen, die er mit uns zu Landeck halten werde, persönlich zu uns ins Feld zieheil. — Der päpst-liche Bote, Bischof von Verulan, versichert, der Papst werde unverbrüchlich zu uns halten, das Geld für