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August 1515.
von sinem Geschlecht ein Wyb, in sölichem Maß, daß er einen ehrlichen Staat führen und leben möge, alsodaß er wohl zufriden syn und den Eydgnossen ewig darum danken solle; und das wird eine ehrliche Ursachsyn, den Eydgnossen ihre Bundbrief harus ze geben.
Und also so bedunkt den Küng, daß die Eydgnossen wohl benügig söllint syn, angesehen sine hohe undgnädige Erbietung, daß sie söllint zu Fründschaft kommen und ihr Herz ufthun, ob es schon verhärtet wäre,wenn sie betrachtent die große Gab und Erbietung und daß der Küng sie so wohl halten will, daß er ihnenüber groß zugefügten Schaden eine so große Sennin Gelds erbiet, nämlich 400,000 Kronen für einmal,200,000 zum andern, und zum drittele 300,000; thut Alles zu 900,000 Kronen.
Und über biß, so nit klein. Alles hat der Küng verwilliget, wenn die Eydgnossen wölken gänzlichObgemeldtem nachkommen, nämlich ingenonemne Laeed und Plätz ganz unansprechlich wieder kehren undihm das Herzogthum? Moyland wöllint helfen bewahren und eine ewige Vereinung mit ihm und sinen Erbeninachen, die Krön Frankrych, das Herzogthum Moyland, die Grafschaft Ast und die Herrschaft Jenow, undinsgemein alle sine Land jensyts und dißsyts dem Gebürg gelegen ze schirmen, so wölle er stets und jährlichbezahlen den Eydgnossen 40,000 Dukaten, die sie fordern söllen uf dem Herzogthum Meyland; und das istdie Alitivort us den 4. Artikel.
Hat darnach erlütret und öffentlich ze verstahn geben, daß er sölichen ewigen Friden, Fründschaft,Bündnuß und Vereinung mit einer großmächtigen Eydgnoßschast wölle machen ohn alle Untrüw und Betrügnuß,verheißen und schwören die Eydgnossen, daß sie des Klings Fründen Fründ wöllen syn und der Fienden Fiend,und deßglychen siner Kinden, Erben und Nachkommen an die Krön Frankrych zu einer Behütung undSchirmung ihrer Personen und Herrschaften hie dißsyts und jensyts dem Gebürg und ze schädigen alledie, so dem Küng etwas Unrechts thäten, oder wo er rechte Ansprach hat. Und eine söliche glycheVerheißung will der Küng auch halten zu sinem Theil gegen den Eydgnossen. Und als dick der Küngbedarf ihrer Lüten, so sind die Eydgnossen schuldig und verpflicht, ihm ze geben eine söliche Zahl, als erbegehren wird, die will er bezahlen, so sie von ihren Hüseren zihent.
Deßglychen so dick Jemand ivöllte die Eydgnossen bekriegen, so will ihnen der Küng mit reisigein Zugbystahn in sinen Kosten.
Und also Hand des Küngs Batten verheißen und verwilliget in des Küngs Namen, das sie wöllenerfülleil Alles, das vorgeschriben ist; doch vorbehalten, daß der Eydgnossen Batten, so hie in der StadtVersel sind, söllent Antwort und einen öffentlichen, genügsamen Kraft bringen zu allen Dingen, wie obstaht;das haben sie verheißen ze thun in vier Tagen, nämlich uf den 1. Tag September.
Zuletst, so Hand des Küngs Batten mit gefordret an Bellitz, daß man dester bas den guten Willendes Küngs zu den Eydgnossen erkennen möge.
Und ist der Tag gan Galeran gesetzt.
Der Bezahlung halb ist also beredt, der 400,000 Kronen halb: will der Küng jetz uf Wienacht 100,000baar geben, die andern 300,000 in Jahrsfrist, daß die zur andern Wienacht usgericht sygint.
Die 200,000, den Knechten gehörend, will er in nächsten 6 Monaten bezahlen, doch jedem Knechtanfängklich einen Sold baar.
Der 300,000 halb um die Plätz, 100,000 uf den I.July nächstkünftig, und das übrig in Jahresfrist darnach.
Die 40,000 Dukaten Pension will er bezahlen, wie Sitt und Gewohnheit ist."
Nach Sinsheim, Chronik V. 1KS.