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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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909
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August 1515. 909

e.Vff die Artikel, so der küng von Fraukrtch durch sin amvält den hoptlüten, so von vnser Eid-gnoschaft zu Wertzell gewesen sind, fürgeschlagen vnd vff ein hinder sich bringen schriftlich übergeben hat,gebent gemein hoptlüt, lütiner. Venner vnd rät von einer Eidgnoschaft zu Canthun (Cantu) versamelt Jrantwurt vnd vordrung also:

Vnd namentlich zu vorderst so ist vff des küngs erpietcn, den hertzogen von Moyland zu versehen, Jrgefallen also, daz der Herzog erfordert werd, ob er vns die Vereynung halten vnd vns nach lut derselbenbezalung tun wolle oder nit. Vnd dn'yl man aber weih, dz dasselb in sinem vermögen nit ist, söllent vnserEydgnoschaft Kotten dem Herzogen das best tnn, damit er in dem herzogthumb Moyland erlich versechen vndgehalten werde vnd darin getrüwlich arbeiten, dasselb zu erfolgen, vnd vff dasselb der Herzog vns vnserbrieff vnd sigel herusgebe. Vnd ob sölichs am küng nit erfunden werden möcht, sollent die Kotten gewalthaben zu handeln, damit der Herzog nach Eren werd versechen.

Der vier mal hundert tusent Cronen halb, so vor Dision zu geben zugesagt sind, daz der küng dieselbenbezale, wie das durch sin anwellt zugesagt ist, vnd daz die Botten, so wider zum küng gesandt werden, derverzilung halb der bezallung gwalt haben vnd dieselben so kürzest si mögend, abreden söllen.

Vnd als der küng bewilliget hat, denen so in Pemond gelegen sind, zu geben zwey mal hunderttusend krönen, söllent die botten beharren vff vnser ersten Vorderung vnd dann demnach gwalt haben, die-selben Summ vff das höchst zu bringen vnd doch nit vnder drümalhunderttnsent krönen, damit die knecht,so Harnach komm sind, och vernügt werden mögen.

Wyter anrürend die drümalhunderttusent krönen, so der küng für Lowertz, Luggarus, Thum, Eschentalvnd all ander platz, so wir vom hertzogthum Moyland on allein Bellenz innhalten, erbüt zu geben, söllentdie Botten allen fliß ankeren, damit der küng dieselben Schloß in vnsern Händen lasse. Möcht aber das niterfunden werden, sol es bliben by den drümalhunderttusent Cronen vnd daz die Schlösser in vnsern Händenstanden bis zu ganzer bezalung derselben Summ Cronen.

Sodann als durch den küng anzöigt wird, dz er sölich summ geltz allein großer liebe, so er zueiner Eidtgnoschaft trage, wöll geben, sol Im dagegen sürgehalten vnd erscheint werden die groß guttat, soder Cron von Frankrich von einer Eidgnoschaft bewisen vnd wie hoch verrümpt dieselb durch si gemeret vnderhept sye.

Anrürend die xl tusent Tuggaten jerlicher Pension vom herzogthumb Meyland, daz der küng vns dieoch geben wölle vnd wir dagegen das herzogthumb Meyland söllen helfen beschirmen vnd ein ewige hilflicheVereynung mit Im inachen u. s. w. wil vns Eidgnossen nit gelegen sin, das ze thun. Aber vff die altenVereynung, so vormals zwüschent den küngen von Frankrich vnd vns Eydgnossen gewesen ist, zu reden vndöu handeln, söllent die botten gewalt haben.

Vnd das zusampt der Summ Gulden, so ein küng von Frankrich nach lut der alten Vereynung einerEydgnoschaft, die eigen krieg hat, zu geben schuldig ist, vns noch vj° kürisser vnd ifl Stradioten oder ringerpsärdt vnd ein trostlich geschütz zu hilff zuschickeil sölle.

Vnd das by denl allem die Capitel, so wir mit dem alten küng von Meyland wegen, Zoln vnd geleitshalb, desglich wo Irrung zwüschend vns partyen erwuchsen, wie die berechtet vnd entscheiden werden, in

besten beston vnd pliben söllent." Staatsarchiv Zürich: Mailänder Acic».

«R.Hernach volgend die Artickel der Bericht, so durch des küngs von Franckenrich anmalten vnd derEidtgnossen botteil vff dem tag zu Galeren abgeredt, angenomen vnd beslossen sind.