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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1515.

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«TT.

Vercelli und Gallerate. 4Z16, 28. August bis 9. September.

Staatsarchive Zürich und Bern.

Friedensverhandlungen zwischen Frauz I., König von Frankreich, und den eidgenössischen Hauptleutenund Rathen im Felde.

t».Der Eidgnossen anbringen vnd beger an kiinig vm Frankrich zu Jngang einer bericht:

Des Ersten dz ein küng von Frankrich den Herzogen von Moyland vernüg mit einem Sitz vnd narnng,so Im gemes vnd angenem st), mit gunst, müssen vnd willen vns eitgnossen.

Zum andern so sölle der küng vns Eitgnossen zu vnsern Händen schaffen den Vereinungbrief, so derHerzog von Moyland von vns hat.

Zum dritten so fordern wir die fiermalhundert tusent krönen, so vns vor Dision zugesagt sind.

Zum fierden erfordern wir Eidgnossen für vnser setz erlittenen kosten, wie wir dann jetz im seld sind,sechsmal hundert tusent krönen.

Zum fünften begerend wir, das sich der küng entschließe, was er vns für die pletz vnd Schlösser gebenwell, so wir Jnhabend vnd zum Herzogtum Moyland gehörent.

Vnd so sölichs von dem küng angenomen wirt, wellent wir von einer vereinung reden lassen, doch sölichsun vnser gnedigen Herren bringen, in Hoffnung, an denselben werde nützit vnzimlichs erfunden.

Concept im Staatsarchiv Zürich: Mailänder Acten.

H». Die Antwort des französischen Königs:

Zum Ersten, als sie begehrt Hand 400,000 Kronen, vor Dision ihnen zugesagt, haben des KüngsKotten geantwort, daß in Kraft der gemeldten Zusagung werden sie nüt empfangen, wann der Küng ihnendaran nüt pflichtig sye; aber um Liebe willen, so der Küng zu'n Eydgnossen habe, ewige Frid, Fründschaftund Vereinung mit ihnen ze machen, daß er sie in siuem Dienst haben möge wider die Ungläubigen undwo ihm Roth bruche, so sind des Küngs Rotten zufriden, und verheißint die 400,000 Kronen für einmalZu Zilen ze bezahlen, wie bestimmt wird. '

Zu der andern Fordrung, so sie dry Mouatsöld heischent für Alle, so im Feld scheu g'syn und nochsyen, Hand die Batten geantwort, wiewohl der Küng ihnen nüt schuldig, als denen, so wider ihn gezogen,dennoch, um vorangezeigter Ursachen willen und daß er sine Land wiederbringen und halten möge, so dieHerren die Eydgnossen und der grau Bund vom Herzogthum tun haben, so doch die Bptten der Eydgnossendarum ze überkommen nachgelassen, so wölle der Küng für die, so in Pemont gezogen, geben zu Zilen200,000 Kronen; den Zuziehenden ze geben habe gar kein Glimpf noch Ursach. Daß aber des Küngs großeMüdigkeit und Liebe, so er zu'n Eydgnossen hat, wyter erschyne, so Hand die Botten gewilliget mit Für-worten, daß die Herren die Eydgnossen alles vorbeschriben haltint, und insunders, daß sie alles Erdrych,Stadt, Schloß und Burg, mit aller Zugehörd, so sie vom Herzogthum Meyland inn haben und jetzt besitzen,wieder in des Küngs Händen lassint kommen und übergebint, so will der Küng ihnen 300,000 Kronenbezahlen, die nach ihrem Gefallen unter sie ze theilen.

Vf die dritte Anforderung, so der Kling dem Maximilian Sfortia, antreffend sin Staat und Nersechung,thun soll, Hand sy geantwort, daß um Liebe und Fründschaft willen der Eydgnossen, und um keiner andrenÜrsach willen, so wölle er ihm geben ein Herzogthum und ein ehrlich Staat und Pension, reilig Lüt und