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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1515.

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«SS.

Zürich. IZjjZ, 20. August (Molltag vor Bartholom«!).

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 79. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 419. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, ?. 239. Archive Schwyz, Freiburg, Solothuru, Schaffhansen.

Boten: Zürich. Die Burgermeister Schund und Wyß; I. Jacob Meiß; M. Autou Klauser. Veru.Bartholomäus May. Luceru. I. Jacob von Hertensteiu; Vogt Zukäs. Nri. Haus Echser, Vogt. Schwyz.Martin in der Matten. Uuterwalden. Vogt Heinzli. Zug. Heinrich Utiuger. Glarus. Vogt Wiechsler.Basel. Freiburg. Solothuru. Benedict Hugi, älter. Schaffhausen. Eberhard von Fulach.Appenzell. Ammann Suter. Abt von St. Gallen. Hauptmann von Manzen. Stadt St. Gallen.Bünden.

Bei der großen Macht, mit welcher der König von Frankreich in das Mailändische eingebrochenist, wird den Unfern daselbst zu Hülfe und Trost ein neuer Zug beschlossen und verordnet, daß jedes Ortwit seiner Macht beförderlichst aufbrechen soll, die vordersten sofort, die fernsten auf Samstag; der Zuggeht auf nächstem Weg nach Novara, wohin der allgemeine Sammelplatz gesetzt ist. Den Zugewandtenwerden folgende Contingente auferlegt: Sargans 150 Mann, Nheinthal 200 Mann, Thurgau 000 Mann,Stadt und Grafschaft Baden 150 Mann, Argau 150 Mann, Mühlhausen 100 Mann, Graubünden 2000Mann, Wallis 3000 Mann, Abt von St. Gallen 600 Mann, Stadt St. Gallen 100 Mann, Bischof vonKonstanznach sinen Eren." I». Jeder Bote weiß, wie Herrn Wilhelm von Reichenbach, dein kaiserlichenBoten, dieser Zug angezeigt ist und wie man durch ihn den Kaiser laut der Vereiuung gemahnt hat. «>. Aufdiesem Tag ist die Copie eines Briefs gelesen worden, worin der König von Frankreich dein Herzog vonSavoyen von einem Frieden redet. Darauf wird dem Letztern geschrieben:das wir mit aller macht denvnsern wellent zuziechen, da werd vnser gröster gemalt in das seid kommen, Hab er dann einicheu befelchvom küng, eins fridens halb zu handeln, mög er sölichs suchen, so man in dz seid zu Huf kom." «R. Das-jenige Ort, welches in Zukunft einen Vogt jenseits des Gebirges zu setzen hat, soll die Schlösser und dieKnechte daselbst mit deutschen Priestern versehen. Nachdem bereits etliche Boten von diesem Tagabgereist waren, hat der Bischof von Verulan angezeigt, der Herzog von Savoyen unterhandle mit denllnsernda Innen" über einen Frieden, t. In dem Span zwischen Basel wegen seinem Burger PhilippJulian und dem Bischof von Straßburg, wegen der Pferde, welche dem Philipp Julian in seinem, desBischofs, Geleit sollen weggenommen worden sein, ist auf das Rechtbieten der Boten des Bischofs von Straßburgauf verschiedene Fürsten und Herren, gemeine Eidgenossen oder einzelne Orte, verabschiedet, Basel soll dasRechtbot auf gemeine Eidgenossen annehmen und Ansehung eines Tages begehren.

1 fehlt im Lucerner-, Schwyzer- und Berner Exemplar.

Zu ». 1515, 11. August (Samstag vor Maria Himmelfahrt). Der Vogt von Aelcn berichtet an Bern,es sei ein Mann von Saanen aus dem Feld gekommen und habe gesagt, der König von Frankreich sei mit Machtüber das Gebirg gezogen, habe den Prosper Colonna zu Villafranca überrumpelt und gefangen, die Freiknechtezu Saluzzo seien belagert, der Herzog von Savoyen habe 18,000 Mann bei einander, die wahrscheinlich auf diefranzösische Seite treten. Die Eidgenossen seien allein, ohne Zuzug vom Papst oder Spanien, sie seien vereinigtmit Ausnahme der Freiknechte, können aber nur durch einen starken Zuzug gerettet werden.

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