August 1515.
In demselben Band findet sich auch der angeführte Brief aus Jvrea ckck. 21. August. Daselbst lautendie Friedensverhandlungen wie folgt: „In dem was vns angelanget durch den Herzogen von Sauoy, wieein frid zwüschen vns vnd dem küng wol möchte gemacht werden, denn der küng erbttte sich, den friden von Tisionder viermal hundert tusent krönen, deßglichen die drümal hunderttusent krönen, so wir vff das Herzogtum Moy-land gcleitt hatten, zu geben vnd den Herzogen von Meiland mit einem erlichen Stat zu versechen, darzu vier-tusent man von unser Eidgnoschaft allweg zu halten, ouch vns järlichen von dem herzogtmn Meiland xl tusentkrönen zu gäben, das wir Im das hülsten behalten. Vnd souer vns söllich meynung gefiellen, sölten wir desküngs botschaft gleit geben vnd Im ein tag bestimmen. Vff das wir dem genampten Herzog erscheinen durchvnser gesanten: Wo er den obbemelten friden also wüste zu machen, wölten wir Im losen. Vnd vff sin guteZusagung gaben wir Im geleit mit sechzig Pferden gan Verscl zu komen."
Ein anderer Bericht über diese Verhandlungen findet sich in einem Schreiben der Freiburger Hauptleutean ihre Herren ckck. Jvrea 22. August (in demselben Band, Mailänder Kriege, des Staatsarchivs Bern) das nachErzählung der Ereignisse und Märsche bis zur Vereinigung aller Eidgenossen zu Rivoli folgendermaßen fort-fährt: „Schickt der Herzog (von Savoyen) sin Votschaft zu Inen, nämlich Longicomba, der vff der post vom küngkomen was vnd für dz der küng begert, mit vns zu friden vnd wölt vns geben die 400,000 krönen, so vorDision verheißen wären, deßglichen wölt er vns die brieff, die wir dem Herzogen geben haben, mit des Herzogenwillen (herausgeben) vnd In vcrnügen, dz er wol zufriden wer. Deßglichen wollt er die tell, die den Lamparternvffgeleit war, die 300,000 Duggaten, ouch nachlassen, damit wir bezalt wurden vnd wöllt vns ouch geben diejerlich Pension so der Herzog gab, mit dingen, dz man Im dz land hulff behalten in sinen kosten vnd wellt derer,die vnser fründ weren, fründ sin vnd welli vygend weren vyend, sin mit vil mer worten als Jr, min Herren, hernachhören werden, vnd begert daby ein ewig pttndtniß vnd friden zu machen. Vnd vff das war Im geleit gebenvnd sind also hinder sich zogen gen Nffrye u. s. w. Vnd als wir gen Nffrye komen sind, hat vns der Herzog einenbrieff geschryben, des Jr hierin ein Jngelegte Copy findent. Vff söllich sin schriben haben wir Im geantwurtvnd zugeschriben: Syg Im oder dem küng etwas angelegen, so mög er vns tag stimmen gen Werse! nach demvnd vormals zu Niuoles mit sinen Batten abgerett ist worden vnd vns denselbigen tag verkünden, werden wirvnser botschaft dahin ordnen, zu hören, wz des küngs anmutung syg."
Endlich gehört noch hieher folgendes Schreiben:
1515, 23. August. „Nivoles vff saut Bartlomes Abent." Caspar von Mttlinen, Ritter, und Hans vonErlach schreiben an Schultheiß und Rath zu Bern: „Dis vergangner Tagen ist der Grantmeister von Meilandgan Thuring komen vnd hat den Visconte Galiaz mit einem Credenzbrief zu vnsern Eidgnoffen von Lucern vndFriburg vnd vns geschikt mit befelch vns anzukeren mit wier wellen zu Im komen gan Turing. Do hat er vnsbeschikt vnd hat vns zu erkennen geben, wie doch den küng, sinen Herrn, fast befrömde, das ein Eidgnoschaft alsobewegt sye In zu überziechen on ursach vnd angsechen das der küng, sin Herr, wider ein Eidgnoschaft nie nüt getannoch gchandlet Hab, sunder alle Zit Jr früntschaft gesucht vnd erfordert Hab vnd noch gern tun wot vnd hat vnsdarzu gemant zu betrachten, won ein küng von Frankrich vnd ein Eidgnoschaft söltint in ein früntschaft gegen ein-ander» komen, was nutzes einer Eidgnoschaft darus möcht entspringen u. s. w. Vnd by diser red ist min Herr vonScharnachtal ouch gcsin vnd hat die gehört wie wir. Also Hand wir allwegen gute früntliche wort widerum gebenzum besten, damit das wier all mit lieb vnd mit fügen möchtind aus dem land komen, dann sölt die fach für sichgan, so hättend wir nit guten luft hie, vnd wenn ich hätt söllen wüsten, das so ich jetz weis, so wer ich in der ge-stalt nit Hann komen. Gnädige Herren, zuletst so hat der Grantmeister vns gesagt, der küng schicke zu üch minHerren den Eidgnoffen sin botschaft, das ist des Gruyer, des Ballifs von Dision Bruder, mit üch, zereden, was desküngs meynung ist, vnd hat vns früntlich gebeten, üch zu schriben, das Jr Im wellend ein geleit gönnen, in ttwerStatt zu kommen. Das Hand wir Im nit wol können abschlachen, damit das wir mit besserm fug möchtind vsdem land komen, da mögend Jr tun, was üch ze gefallen wirt sin."