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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1515.

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genampt Scpta (Settimo) gezogen, vnd sobald wir für Thuring hinuß komen, sind vns die Reysigen des küngsallweg vff dem fuß nachgeilt vnd vns das gleit bis gan Scpta geben, Dann wir von Bern, Basel, Friburg,Soloturn, Schaffhusen, Rotwil vnd die dry pünd hatten die Nachhut. Vnd als wir nun gen Septa kamen, wardie Statt durch vnser Eidgnossen von der Vorhut geblündert der vrsach, das etlich der Vnsern bi Inen wurdenfunden, die dann ermurdt waren, ouch das si sich zu der gegenwer hatten gestelt. Vnd vff morndes Suntag vorBartolomei zugen wir von dannen vnd am Abendt darvor waren der her von Fung, der lütiner von Friburg,der lütiner von St. Gallen vnd ander bi den xx gen Zewas (Chivasso) geritten. Vnd als si nun dar kamen indas Wirthshuß, wurden si von denen der Statt vberfallen. Aber sie stelten sich der maß in die gegenwer,das si Inen das huß nit angewinnen mochten, sunder so stießen si das huß mit für an, si darinn zu verbrönnen.Vnd als nun die vnsern sölliche not empfunden, gaben si sich vff vnd wurden also in die Statt vängklichen gefürt,bloß vßgezogen vnd das Jr genomen, der Meinung si zu hänken vnd wo der Suntag nit gewesen, so wäre sölichsbeschächen. Vnd als wir nun vff Suntag zu Septa frü vffgestanden waren, vernamen wir, das die obgenamptenknecht all erstochen vnd vmbgebracht wären. Vnd als wir nun für die Statt Tschewas kamen, hatten si die Stattbeschlossen vnd gaben vns vil übriger täding. Also leiten wir das Geschütz darfür vnd in zwöyen Stundenhatten wir die Statt gewunnen vnd darinn eine erbere zal lütten erslagen, dann etlich Franzosen sich darin geleithatten. Vnd als nun sollichs ergangen war, zugen wir für über die wyte hiedisent Tschewas. Do wurden wiransichtig eins reysigen gezugs, vff das wart gemacht ein ordnung vnd hielten gegen einandern. Aber dewedrerteil greiff den andern an, der vrsach, wir mochten si nit erlouffen. Vnd als wir nun über dieselbe wyte zugen,kam ein großer Hagel über vns vnd fielen stein als boumnuß vnd etlich größer vnd mer, darob wir nun nitminder dann ab den vyenden erschraken. Vnd also zugen wir für vnd für biß in ein Stettli, ist zugehörig demMarchysen vnd morndeß zugen wir von dannen gen Ifen). Die nun vnser Eidgnossen in der vorhut eine gute wilvor der Statt ließen stan eb si Jngelassen wurden vnd wäre die Sach zu Tschewas nit also hart angefangen, sihetten vns weder zu Jfery noch Werse! Jngelassen. Vnd also morndeß sind wir denselbigen tag über gelägenvnd demnach vff Mittwuchen von dannen gezogen, daselbs wir ouch Durß Hessen abgefertigot haben. Vnd alsnun wir obgenampten von Bern, Basel, Friburg, Soloturn vnd Schaffhusen sampt den dry pünden in einStettli, Heist Sant Jacob, komen, sind vnser Eidgnossen aber in der Nachhut hinder vnS eine halbe tütsche Milverharrot vnd als sy morndeß vffgestanden, ist das geschütz vorhin danne gezogen. Do haben sich die Reysigenhinder einem huß verhalten vnd do si fügsam beducht, das geschütz angriffen, bi drißig knechten erstochen, Inenein wagen mit bulffer zerslagen, ettlich ochsen genommen, etlich erstochen. Vnd als wir nun söllichs vernamen,schickten wir etlich von den vnsern der Vorhut hinwäg, si zu entschütten. Vnd eb sie recht vff die Straß kamen,war die sach ergangen. Vff sölichs sind wir zogen gan Wersel, der meynung des küngs Kotten daselbs zu finden.Aber wir sunden niemand. Also morndeß vff sant Bartholomäustag sind wir zogen gan Nawerra vnd vff Suntagdarnach dannen gan Arona gezogen. Vnd vff dem wäg kam Harnach riten des küngs bost von Frankrich vndbracht vns ein geleit vff den tag gan Wersel zu riten. Vnd also vff setz Montag so haben vnser Eidgnossen Jrbotschaft gan Wersel geschickt, von einem Friden zu hören, deßgelichen wir ouch, nämlich beyd Venner, Spillmannvnd Senser, deßgelichen von üwer landschaft den Venner Großmann, ouch Ludwigen von Erlach, der guten Hoff-nung, der allmächtig Gott fände vns sin göttlichen Friden. Dann wo das nit beschicht, so müssen wir so mitgroßen Schanden abziechen, als Eidgnossen je gethan Hand, dann der gemein Man hat niendert gelt vnd müssenArmut halb Heimziechen. So ziechen aber etlich hinwäg, die wol warten möchten biß vßtrag der sach, darumbwir wenig lttten bi vnsern Zeichen haben, dann der Merteil des Zugs ist hinwäg vnd heimgezogen. GnädigenHerren, die Franzosen Hand Jngenomen die Stett Ast, Alexandria vnd Viefa vnd ziechen also jemer für vnd fürvnd (wir) verlieren das land an Brück) vnd an Stich. Nit- mer, dann Gott der Allmechtig halt üch in siner Hut.Datum zu Arona vff Zinstag nach Bartholomei Anno <d. xv°- (28. August.)

Houptman, lütiner, Rät, Venner vnd Burger der Statt Bern, jetz zu Arona."