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August 1515.
1515,16. August. Rom. Leo X. schreibt an die Boten und Hauptleute der Eidgenossen im Feldlager: Wiewohler mit Betrübniß einer Schlacht und christlichem Blutsvergießen entgegensehe, hoffe er doch auf den Schutz Gottesund die bewährte Tapferkeit und Ueberlegenheit der Eidgenossen. Er habe einen starken Zug Reisiger aus seinenLanden und denen der Florentiner ausgerüstet und werde selben mit Beförderung ihnen zusenden. Sie sollen inAllem dem Cardinal von Sitten, seinem Legaten von der Seite, Glauben schenken und vertrauen.
Uebersctzung im Staatsarchiv Zürich.
«TT.
Nivoli. 46-lZ, 17. August.
Staatsarchiv Bern : Mailänder Kriege.
Auf die Friedeusanerbietuugeu, welche Franz I. den eidgenössischen Hauptleuten und Rathen im Feldedurch Vermittlung des Herzogs von Savoyen machen ließ, geben diese seinen Boten Geleit zur Eröffnungvon Unterhandlungen in Vercelli.
Die Verhandlungen ergeben sich aus folgendem Missiv der Verner Hauptleute an Schultheiß und Rathzu Bern:
„Großmechtigen u. s. w. — vnd damit zuwüssen, das vff zinstag nach Sant Bartholomeustag frü vor taghar gan Arona kommen ist der kttffer an der Golatan Mattcngassen vnd hat vns vberandtwurdt üwer Schriben,das wir nun mit sinem Inhalt gar wol verstanden, sagen üch mich darumb lob vnd dank. Vnd so wir nun abervon Jferp (Jvrea) Durß Hessen abgefertigt hatten, so wir nun aber in sorgen sind, das genempter Durß Heßvmbkommen vnd vnser Schriben also verhalten vnd vnderslagen sye, Deßhalb fügen wir üch zu müssen, das die-selben Schriften inhalten: Nachdem wir ein gute zit in Pemont, es sye zu Saluze, zu Pinerol, zu Nivola, zuSelusia vnd an andern Orten mit zerströwet gelegen sind, sind in söllichem die Franzosen ober das gebirgkommen, anfängklichen vff die einliff tusent stark. Do wart dem Segnor Prosper de Columna beuolchen, mitsinem Zug das veld vnd gelegenheit der Franzosen zu erkunden, zu wellichem der genannt Herr ganz willig war-Vnd als er nun in ein Statt Villafrank kommen ist vnd die Franzosen Jr verreterey mit denen in der Stattgehept, also das si vngewarnot tags in die Statt komen sind, vnd als nun der genannt her Prosper vnd dieSinen vff Ire Roß sitzen vnd sich weren wollen, waren Inen die Zoum vnd Sättel genommen ouch die Gurt abden Sättlen gehuwen-, das si zu keiner gegenwer mochten kommen. Also wart der genempt her gefangen vnd byxm pferd gcnomen. Do nun die Mere gen Pinerol komen, schikten vnser Eidgnossen etlich von Inen, die fach zurechen; eb si aber dar komen, do waren die Franzosen hinweg. Also ward die Statt gcblttndert. Vff söllichszugen die fryen knecht von Saluze gen Pinerol vnd musten das Geschttz selbs ziechcn, dann sy weder ochsen nochRoß hatten. Also zugen all Eidgnossen zu vns gan Riuola. In söllichem schickt der Herzog von Sauoy vns einbotschaft, wie der küng eins fridens begerte, vnd wo der also gemacht wurde vnd man Im das Herzogtum Mei-land übergeb, so wölt er den Eidgnossen geben die viermalhundert tusendt Duggaten vor Tision zugeseit, darzudie drümal hunderttusent Duggaten, so wir gleit hatten vff das Herzogtum Meiland. Darzu so sölte der Herzogvon Meiland mit einem erlichen Stat von Im fürsächen werden, vnd söllicher frid sölte nit anders denn mit desHerzogen gutem gunst, müssen vnd willen beschechen. Deßgelichen so wölle er zu BeHaltung des Herzogtum Mei-land den Eidgnossen geben järlichen xl tusent Duggaten, ouch von stund an vier tusent knecht annämen vnd dieallweg by Im behalten. Vff solliche erzöugung vnd anbringen des Herzogen von Sauoy, Ist dem küng ein gleitvon vns Eidgnossen zugeschikt vnd in sollicher maß beschlossen worden, das beyd partyen gen Werse! (Vercelli)Jr botschaft sollen schicken. Vff das sind wir also von Riuola verrukt vnd für Thuring (Turin) in ein Stettli