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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juli ISIS.

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Vi Orte) den Zoll zu Villmergen, der denen von Solothurn gehört, um denselben Preis, den er sie"ach Ausweis ihrer Briefe gekostet hat, 180 rheinische Gulden, sammt den dazu gehörigen 2 Mütt Kernenkaufen wolle. I. Der Canzler des Abts von St. Gallen hat auf diesem Tag begehrt zu vernehmen, obdie Stadt St. Gallen das jnngsthin von den VIII Orten gegebene Urtheil, welches bisher noch nicht eröffnetworden, zu halten gedenke. Die Boten der Stadt St. Gallen, darüber augefragt, haben weder ja noch"ein sagen wollen. Darauf hat der Abt erklären lassen, er seinerseits wolle es halten, mit dem Begehren,das Urtheil möchte eröffnet und jedem Boten mitgegeben werden, damit man sich über weitere Maßregelngegenüber der Stadt St. Gallen verständige. Ii.. Da die päpstliche Vereinung jetzt allenthalben besiegeltwerden soll, so hat sich bei unfern Bundesgenossen von Graubünden ein Span erhoben. Die vorige Vereinungwar nämlich von dem einen Bund im Namen aller besiegelt, nun glaubt der andere, es sei jetzt an ihm,diese Vereinung zu siegeln; darüber kommen sie zur Erläuterung an gemeine Eidgenossen. Jedermann soll alsodie Sache heimbringen und auf dem nächsten Tag antworten. I. Nachdem der Abschied dieses Tages bereitsgemacht war und die Boten verreisen wollten, sind Briefe, vom Herzog von Mailand und unfern Botendaselbst eilends herausgesendet, angekommen, folgenden Inhalts: 1. Nach großer Mühe und Arbeit und ver-schiedenen Zusagen haben die Mailänder erklärt, daß sie dem Herzog keine größere Steuer geben wollen,als 50,000 Ducaten an Münze und auch diese nur gegen feste Zusage vom Herzog und von den Eidge-nossen, sie künftig nicht weiter zu beschweren. Wolle man dieses nicht, so seien sie entschlossen, gar nichtsZu gebenvnd bessers oder bösers erwarten." Sie rüsten sich in der ganzen Stadt mit Büchsen und Gewehr,lassen die Verbannten und Widerwärtigen offen in die Stadt ein und treiben große Verrätherei. Der Herzogweine, man soll sich zur Zeit mit den 50,000 Ducaten begnügen, damit nicht völliger Abfall eintrete. Daauf diesem Tag Niemand dießfällige Vollmachten hatte, die Sache aber keinen Verzug leidet, so hat manden Boten in Mailand geschrieben, sie möchten darin nach ihrem besten Gutdünken handeln. 2. DieselbenSchriften melden: Sobald die gemeine Vereinung beschlossen sei, sowurd sovil Hilst vnd rat von bäbstl.Ht. vnd dem kiing von Aragonien, dz alle sorg hingelegt werd." Deßhalb sei des Herzogs, des Kardinals,unserer Boten in Mailand und derer im Felde Gefalleil und Begehren, daß man auf dein nächsten Tagohne längern Verzug die Vereinung von Rom annehme und endliche Antwort gebe,dann an derselbenaller Mangel sin möll." 3. Den Herzog bedünke gut, den Zug zu theilen, einen Theil bei den Pässen zulassen, mit den Andern gegen Genua zu rückeil, um diese Stadt zu bezwingen. Auch darüber soll man aufdem nächsten Tag Antwort geben. 4. Aller Bundesgenossen Begehren sei, daß, wenn der Köllig nicht überdas Gebirg komme, sondern uns nur ermüden wolle, auf dem nächsten Tag ein Feldzug nach Frankreichbeschlossen werden niöge, wozu sie sämmtlich aus allen Kräften mithelfen wolleil. Darüber soll man aufdem nächsteil Tag Vollmachten einholen.

I» fehlt im Berner Exemplar.

Zu I. ISIS, auf Sant Eloystag 0 Uhr Nachmittagsyllentz." Statthalter und Rath zu Schwyz schreibenan Lucern, der Commissar zu Bellenz sei eben angekommen mit Credenz von der Eidgenossen Boten zu Mailandund berichte, es sei dort ein großer Aufruhr gegen den Herzog, den Cardinal, unsere Boten und Knechte imSchloß und in der Garde wegen der Tell, die der Herzog den Mailändern mit Bewilligung der Eidgenossenauferlegt habe. Diese wollen eher Alles leiden, denn zahlen/sie haben 16,000 Mann unter 16 Hauptlcuten zumWiderstand gerüstet, auch sei merkliche Untreue im Herzogthum und die Franzosen rüsten sich zu neuem Einfall.Darum soll man Alles ziehen lassen und nach Arona dirigiren, da werde man weitere Berichte erhalten. Es sei