Juni 1515.
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nächstem Tag antworten, da sie ihr Gesuch bereits zum dritten Mal vorgebracht haben. I». Auf diesemTag haben wir den kaiserlichen Gesandten I>i-. Reichenbach, der in Baden war, Vorbescheiden lassen undihn ersucht, dem Kaiser zu schreiben, daß er getreues Aufsehen zu uns haben soll, damit der Vereinungnachgelebt werde, auch haben wir ihn an seine auf dem Tag zu Lucern gethanen Zusagen erinnert. Erhat geantwortet, der Kaiser sei in die Niederlande gegangen nachdem er vernommen, daß wir keinen Zugthun wollen. Doch wolle er gern nach Ensisheim schreiben, wo die kaiserlichen Räthe. ihm vorgesetzt seien,auch wolle er an die Regenten zu Innsbruck schreiben, was gewiß am aller fruchtbarsten sei. Nichtsdesto-minder haben wir an kaiserliche Majestät und den König von Aragonien geschrieben und sie nach Inhaltder Vereinung mahnen lassen, v. Jeder Bote soll an seine Herren bringen, ob die drei Städte bei denAppellationen aus dem Thurgau, wobei man den Gulden giebt, auch sitzen sollen, oder nicht. «I. In demSpan zwischen Dießenhofen und dem Kloster Paradies ist zur Zeit beschlossen worden, es sollen Boten vonZürich und Lucern hingeschickt werden, um den Streit zu entscheiden. Das ist bisher unterblieben. Daherwird neuerdings erkannt, Lucern soll einen Boten nach Zürich senden und dieser dann mit einem Boten vonZürich und dem Landvogt an Ort und Stelle reiten und versuchen, die Parteien gütlich oder rechtlich zu ver-tragen. e. Der Vogt zu Rheineck fordert von denen zu Kriesern die Faßnachthühner und legt dafür einenBrief vor, der zu Frauenfeld alisgegangen und zu Zürich und Lucern zu Kräften erkannt worden ist, wogegendie von Kriesern einen andern unter Vogt Zukäs ausgestellten Brief vorlegen, des Inhalts, daß sie dieFaßnachthühner nicht zu geben haben. Man soll daher berathen, welchen der beiden Briefe man in Kräftenbesteheil lasseil wolle, t. Jeder Bote kennt das Anbringen des Vogts Hieronymus Stocker in Betreff derervon Constanz, die mit uns vor Dijon gewesen sind. Da wir zur Zeit wenige Freunde habeil, wird demgenannten Stocker aufgetragen, diesen Knechten von Constanz zu schreiben, „das st das best tügent, als sivormals sich erboten; ob dann vns gott glück gebe vnd es vns wol gange, so solle es Inen such wol gan,mit vil andern Worten :c." K. Die Boten von Lucern sollen an ihre Herreil bringeil, ob Vogt Küng denBrief betreffend Ulrich Linder aus dem freien Amt siegeln soll. Zt. Alls Freitag vor Johann Baptist(22. Juni) ist vom Großkeller von Wettingen Rechnung abgenommen; dieselbe war nicht anders gestellt alsbisher. Das hat man der Unruhe wegen, die jetzt vorhanden ist, so angenommen, dabei aber dem Groß-keller, auch dem Abt und Convent, verdeutet, daß die Rechnung künftighin gestellt werden soll, wie es beider vorjährigen Jahresrechnung abgeredet und verordnet und in den Abschied genommen worden ist, damitdie Boteil, die auf künftige Rechnung kommen, es wissen. I. Der Vogt von Baden hat eine alte Mühle-hofstatt zu Ehrendingen Einem um 4 Mütt Kernen zu Erblehen geliehen. Nun behauptet aber das KlosterWettingen, diese Mühlehofstatt stehe auf Gotteshausgut, und bringt einige Kundschaft dafür. Daher solljeder Bote heimbringen, ob der Zills zu unfern Händen genommen oder dein Gotteshaus belassen wer-den soll. Ik. Auf diesem Tag hat Junker Cunrad Heggenzer, Vogt zu Kaiserstuhl, voll seines SchlossesWasserstelz wegen angebracht, er habe Etilen um 10 Pfund wegen einem Versatz gestraft und meine, dieBuße soll nach Inhalt des Vertrags ihm zukommen. Der Landvogt dagegen behauptet, sie gehöre denEidgenossen, denn der Heggenzer habe nicht weiter denn um 8 Pfund zu strafen. Das soll auf dem nächstenTag zu Baden behandelt werden. ?. Der Abt von St. Gallen klagt, daß die Appenzeller eine neue Pfarr-kirche am Hirschberg baueil. Darauf haben wir mit dem Boteil von Appenzell geredet, er soll seinen Herreilfreundlich sageil, daß sie von diesem Vorhabeil abstehen oder aber zu gütlichem oder rechtlichein Entscheiddarüber vor die Boten der Eidgenossen kommen. Dem Vogt zu Nheineck ist befohlen, von denen zu
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