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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juni 1515.

Mehrtheil derselben geschehen. Dabei bitten sie abermals, man möchte ihnen an dem mailändischen Geldeinen Theil geben, sie werden dann um so williger und gehorsamer sein. Alles das wird auf die Jahr-rechnung verschoben. Ii.. Der Schultheiß von Solothurn soll an seine Herren bringen, sie möchten aufdas Schreiben des Anton Haas, betreffend 200 rhein. Gl., welche Solothurn auf Neuenburg hat, noch etwaswarten, bis man etwas einbringen möge. I. Der 1000 Ducaten wegen, die noch für die Graubündner zuLucern liegen, haben diese uns schriftlich gebeten, sie wegen Eleven und Veltlin unersucht zu lassen, dennNiemand habe besseres Recht dazu als sie, auch erwachsen ihnen aus dem Bau der Straßen und dem Unter-halt der Schlösser mehr Kosten, als die Einkünfte des Landes betragen. Man läßt vor der Hand diesesunerledigt, die 1000 Ducaten sollen bis ans Weiteres in Lucern liegen bleiben. »». Ammann Jmhofvon Uri ist eilends aus Mailaud gekommen mit abermaligem Gesuch, die Auflage der gemeinen Steuer zubewilligen. Obschon nun nicht alle Boten Vollmacht hatten, so hat man doch in Betracht der schwierigenZeiten den Boten in Mailand geschrieben, daß man solches nachlasse (bewillige), doch sollen sie gutes Auf-sehen halten, daß dieses Geld denen zukomme, welchen es gehört und nicht, wie früher, unterschlagen werde,is. Ferner hat er angebracht, der Herzog beschwere sich über die großen Vergabungen und Pensionen. DieSache wird dem Herzog anheimgesetzt, doch soll er darin mit unfern Voten handeln, damit weder zuviel noch zu wenig gethan werde und uns nicht daraus neue Feindschaften erwachsen. «. In BetreffGenuas ist unfern Truppen geschrieben, bis auf fernere Weisung, die ihnen von diesem Tage zukommenwerde, nicht weiter in das Gebirge und gegen die Stadt vorzurücken. W. Die kaiserliche Botschaft meldet,der Kaiser habe den Andreas de Burgo, welchen der Herzog nicht mehr in das Regiment oder das Herzog-thum kommen zu lassen begehrt, hineingesendet, um zu sehen,dz all fachen trülich vnd mol gehandelt werden."Das will man heimbringen. «Z. Man hat diesen Tag mehrentheils angesetzt, um einen Anschlag zu machengegenüber den drohenden Rüstungen des .Königs von Frankreich, worüber uns vielfältige Warnungen zuge-kommen sind. Insbesondere haben auf diesem Tage Bern und Freiburg angebracht, es sei ihnen geschriebenworden, der König beabsichtige durch die Grafschaft Burgund auf die Eidgenossenschast, vorab ihre HerrschaftenGrandson, Orbe und Murtcn loszugehen, ebenso habe er im Delphinat und im Lyonnais einen starken Zuggerüstet, um über das Gebirg in Mailand einzufallen. Deßhalb hat man folgende Anordnungen getroffen:1. Bern, Freiburg und Solothurn sollen die genannten Herrschaften Grandson, Orbe und Murten nebst derGrasschaft Neuenburg wohl besetzen und bewahren, dem Vogt zu Neuenburg und denen von Biel empfehlen,gute Sorge und Kundschaft zu halten. Sie sollen auch Averdon zu Händen nehmen, damit es nicht durch dieFranzosen besetzt werde. 2. Den Unfern in Italien schreibt man, sie sollen nicht weiter gegen Genna, sondernan den Mont Cents und nach Susa ziehen, die dortigen Pässe wohl besetzen; unsere Boten sollen bewirken,daß der Herzog das Geschütz bereit halte und zwar mit Pferde-, nicht mit Ochsenbespannung. 3. UnsereBoten sollen die Schlösser zu Mailand, Cremona und Novara zu uuseru Händen nehmen und mit unsermKriegsvolk besetzen, damit aus denselben uns Eidgenossen keine Untreue und Verrätherei begegne. Wasihnen vorkommt, sollen sie uns durch unsere Läufer und keine andern Boten mittheilen, damit die Briefe nichtHinterhalten oder unterschlagen werden. 4. Diejenigen, welche auf vorigen Tagen ausgenommen und ver-ordnet sind, deren bei 14000 sein werden, sollen sich stündlich in Bereitschaft halten, einem Einfall desKönigs zu begegnen. Auch die übrigen sollen sich rüsten, um überallhin ziehen zu können, wo es die Notherfordert. Sonst läßt man alles bleiben, wie es bereits angeordnet ist. Dabei sind auch die mehreren Ortenicht der Meinung, einen Zug gegen den König zu thun, sondern seinen Angriff zu erwarten. Einem solchen