April 1515.
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4000 Eidgenossen halten und besolden, wie sie früher besoldet waren, ferner sich verpflichten, uns alsseinen guten Freunden gegen Jedermann Hülfe zu leisten, ferner die „gemeine und sundrige" Pension, welchewir Eidgenossen früher gehabt, wieder zu geben, doch unter folgenden Bedingungen: 1. Daß der Friedezwischen ihm und uns sofort geschlossen werde, alle Ansprachen dahin fallen und wir uns verpflichten, ihnmit keinem Kriege anzufechten. 2. Daß wir den Unfern nicht gestatten, gegen ihn Dienst zu nehmen, sondernihm dieselben um seinen Sold zulaufen lassen. 3. Daß wir seine Berechtigung auf das Herzogthum Mailand,die Grafschaft Asti und die Herrschast Genua, die er für so begründet hält wie sein Recht ans die franzö-sische Krone, anerkennen. 4. Wenn wir sein Begehren, mit uns in Bündniß zu kommen, in Betracht zieheniwollen, so wolle er seinem Vetter, dem Herzog von Savoyen, dießfällige Vollmachten geben. Weiter hatgenannter Lambert allerlei Neuigkeiten erzählt, so daß der König von Frankreich mit dem von England einewiges Bündniß geschlossen, daß eine Ehe zwischen dem Herzog „Suffert" und der Schwester des Königs vonEngland, die der vorige König von Frankreich gehabt, verabredet und eine andere Ehe zwischen dem Erz-herzog und des Königs Schwestertochter vollzogen sei. Auch habe er eine kaiserliche Gesandtschaft am Hofegesehen, die wohl gehalten werde und Friede und Bündniß zwischen kaiserlicher Majestät und Frankreichin Aussicht stelle; auch eine spanische Gesandtschaft sei da, um Waffenstillstand und Frieden zu begehren.Wir, der Eidgenossen Boten, haben an diesen Eröffnungen der Savoyer kein Gefallen gehabt und ihnen gesagt,daß wir nach ihrem frühern Erbieten etwas Anderes erwartet hätten, sie auch ermahnt, wenn ihre Aufträgeweiter gehen, nicht damit hinter dem Berge zu halten. Sie erwidern, sie haben keine weitem Aufträge,wenn aber wir ihnen solche geben, so wollen sie selbe an ihren Fürsten gelangen lassei: und dieser werdeallen Fleiß für Erzielung eines guten Friedens anwenden. Da wir aber keine dießfälligen Befehle hatten,so haben wir die Savoper „im besten abgewisen" und ihre Anbringen zu Händen unserer Herren undObern in den Abschied genommen, i . Anbringen der kaiserlichen Boten Ulrich von Habsperg und IM, Wilhelmvon Neichenbach: 1. Der Kaiser und der König von Aragonien finden zu beschwerlich, den Krieg gegenVenedig und Frankreich allein auf ihre Kosten zu führen, seien aber geneigt und Willens, die gemeine Ver-einung, die sie mit uns Eidgenossen angenommen, getreulich zu halten. 2. Wenn wir Eidgenossen einenZug nach Frankreich unternehmen wollen, seien sie nach Laut des Bündnisses zur Hülfe mit Geschütz, Geldund Reiterei bereit. 3. Wir möchten allen Fleiß anwenden, um den Papst zu dem Beitritt zu dem Bündnißzu bewegen. 4. Um dieses desto leichter zu erzielen, anerbieten sie, dem Herzog von Mailand für Parmaund Piacenza angemessenen Ersatz zu geben. 5. Wenn der anerbotene Ersatz uns Eidgenossen nicht annehmbarerscheine, so möchten wir selbst dießfällige Vorschläge machen. 6. Wenn der Papst nicht zum Beitritt zubewegen wäre und deßhalb der Ersatz nicht einträte, so möchten wir Eidgenossen andere Mittel suchen undanzeigen, wie Mailand geschirmt und der Tractat von Dijon zur Ausführung gebracht werden könne. 7. DerKaiser habe an der in Frankreich geschlossenen Ehe des Erzherzogs Mißfallen, sie sei gegen seinen Willengeschlossen worden. Daß er selbst des jetzigen Königs von Frankreich Mutter zur Ehe begehre, habe keinenGrund, sei unnützes Geschwätz. 8. Da über das Bündniß zwischen dein Kaiser, dein König von Aragonienund uns Eidgenossen zwei Briefe aufgerichtet und besiegelt seien, so möchten wir den einen behalten undden andern an kaiserliche Majestät senden, s. In Betreff des vom Kaiser vorgeschlagenen Tausches umParma und Piacenza wird, da daran die Bedingung des Beitritts des Papstes zum Bündniß geknüpft ist,mit dem Legaten von Verulan geredet und als Ersatz von den Kaiserlichen Bergamo und Brescia verlangt,Brescia für so lang, als nicht Creina erobert und zu Händen des Herzogs gestellt sei. Der Legat mag,
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