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April 1515.
Herzogs von Mailand, die er mit langen Worten vor uns angebracht hat, daß nämlich die langen undgftten Dienste, die er seinen: Herrn zu Pavia, Novara und an andern Orten gethan, nicht angesehen undihm nicht allein sein Dienstgeld und die zugesagte Provision vorenthalten, sondern auch das abgeschlagenwerde, was er im Namen des Herzogs in der Eidgenossenschaft zugesagt habe und zu bezahlen schuldig sei.Er bittet, in Betracht, daß er stets ein guter Eidgenosse gewesen und noch sei, um unsere Hülfe. Die ist ihmzugesagt und versprochen, an den Herzog und au wen sonst es nöthig sein sollte schriftliche oder mündliche Ver-wendung für ihn eintreten zu lassen, auch hat mau dabei im Auge, daß dadurch den Unfern, welche an den be-rührten Kämmerling Ansprachen haben, ebenfalls geholfen werde, i. In Betreff des von den französischenPrälaten begehrten Geleits, um nach Rom zu kommen „ist geachtet, nutz vnd gut zu sind, söllichs abzuschlachen."Ii.. Die Rechnungsablage der ennetbirgischen Vögte ist bis auf St. Johannestag nächstkommend angestellt unddamit die alten Vögte mit dein mindesten Kosten gehört und abgefertigt werden mögen, so sollen wir unsereBoten acht Tage vor St. Johannestag an denselben Orten haben, um die Rechnungen anzuhören und zu ver-handeln, was sich gebührt. I. Auf das vielfältige Ersuchen der mailändischen Boten, auch auf Schriften desHerzogs und Albrechts vom Stein, welche mit großer Eile au uns gesendet morden sind und worin die drin-gende Nothwendigkeit sofortiger Absendung der 4000 Mann dargestellt wird, hat der Mehrtheil der Botenbeschlossen, daß die, welche ziehen wollen, auf nächsten Mittwoch, Doustag und Freitag ausziehen sollen „vndsöllichs mit Venlinen solle beschecheu, wie dann der anschlug vff nechstgehaltnem tag zu Lucern anzöugt.",»». Da der Herzog von Mailand eine neue Botschaft herausschickt und begehrt, daß wir Eidgenossen unszusammen fügen und dieselbe anhören wollen, ohne deßwegeu den Zug der 4000 Manu zu verschieben, so hatman zu diesem Zweck einen Tag nach Lucern angesetzt auf Sonntag vor der Auffahrt (13. Mai). i». Aufdiesem Tag soll man über das Begehren des mailändischen Boten, der gegenwärtig hier ist, berathen,daß weitere 8000 Mann bereit gehalten werden möchten, auf den Fall, daß er deren Zuzug verlangenmüßte. «. „So ist dann die Theylung der vier thusent Duggaten, so zu Lucern ligen, also beschähenvnd nämlichen des ersten den dryen pündeu, wo sy das ingenomcu land vnd Cleuen von Händen geben vndsöllichs in gemeyne teylung lassen kommen, thusent Duggaten, sunst so sol Inen söllich gelt abgeschlagenwerden. Daune der landtschaft Wallis zu Jrem teyl j'" Duggaten; danne Herrn Apt vnd Statt Sant Gallenvj° Duggaten, gebürt jeden: teyl iij-' Duggaten; dam: dem land Appenzell, wo Inen nit vinb bißhar geuallenPension von: Herzogen vßrichtung wurdt verschaffet, iiij° Duggaten; danne der Statt Bielle anderthalbhundertDuggaten; danne denen von Sanen vnd der Grafschaft Gryers jedem teyl ij° Duggaten. Also restet nochvorhanden fünfthalbhuudert Duggaten. Diß obbemelte teylung vnd den fürschutz sol ieder bott heimbringenvnd darnmb zu künftigen tagen Antwurt geben werden, ob man die also wölle lassen beliben vnd bestanoder nitt." x». Jeder Bote kennt das Schreiben, welches der Herzog von Württemberg seiner ausgetretenenungehorsamen Leute wegen an uns gethan, auch wie die kaiserliche Botschaft dazu geredet, daß wir unsder Sache nicht annehmen möchten, und was wir dagegen auf Anrufen der Leute „iu mitlideuder wyß vnddoch uit anders dann bittlich vnd fründtlich" au den Herzog in dieser Sache geschrieben haben. Dersavoyische Bote Lambert bringt vor, er sei auf Befehl seiues Fürsten beim König zu Paris gewesen undhabe bei demselben eine halbstündige Audienz gehabt. Der König habe sich ausgesprochen, er habe keinengrößern Wunsch, als mit uns Eidgenossen in Friede, Freundschaft und Vereinung zu kommen und habe unsin diesem Sinn nach dem Tod seines Bruders geschrieben. Zu dessen Beweis auerbiete er, uns in ange-messenen Terminen die 400,000 Kronen zu bezahlen. Dann wolle er sein Lebentag in seinen: Königreich