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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1515.

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«04.

Bern. 4643, 29. April (Smiwg vor dem MeMg).

Staatsarchiv Lueern: Allgemeine Abschiede, It. 38. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Vll. 331. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, ?. «4. 1U3. Archive Schwyz, Schaffhausen.

» Die mailändische Botschaft gibt Kenntniß von dem zwischen dem König und dem Herzog von Gennaabgeschlossenen Frieden, in welchen kein Zweifel zu setzen sei, und begehrt, man möchte den Zug nach Mailandbefördern; es sei nicht zu glauben, daß die Schrift, welche vom Bischof von Sitten an unsere Eidgenossenvon Uri ausgegangen sein soll, von ihm herrühre; wäre es aber wirklich seine Handschrift, so sei doch zuErfahrung der Wahrheit ein Botein Postenwyß" nach Mailand gefertigt. Darauf ist beschlossen, denangesehenen Zug zu verschieben, bis man sichere Nachricht aus Mailand habe. ?«. Es ist abermals Anzuggeschehen der neuen Straße wegen, welche Nri bei dein Plattifer zu bauen und da einen neuen Zoll zu nehmenbeabsichtiget. Darauf ist beschlosseil,denselben vnsern Epdgnossen von Vri) zu verwilgen, sölich straß zuwachen vnd den zoll zenümen, wie dann dauon vff dein tag zu Lucern, Frytag vor Quasimodo nächstverruckt(13. April) gehalteil, geredt vnd söllicher zoll von Stuk zu Stuk erlütert ist; doch so soll darin gestelltwerden, das Vilser Botschaften zu roß vnd fuß Zolls fry syen." «. Da die von Lauis, Luggarus undAndere vor uns erschienen sind und sich über die Neuerungen beklagt haben, welche mit dein Zoll von Salzund Anderm gegen ihnen gebraucht werden, so haben wir mit dem mailändischen Boten darüber geredetund auch dem Herzog geschriebeil, damit die Freiheiten und Gerechtigkeiteil der Leute geachtet werden. «K. Desbefangenen halb zu Mailand, der Cäsar de Birago heißt, ist beschlossen, denselben dem Herzog zu übergebenund ihm zu schreiben, daß er den Gefangenen an der Marter und sonst des verrätherischen Handels wegendringend befragen soll, in Gegeilwart unserer Boten, deren gegenwärtig vier zu Mailand sind. Und sosernuns ihm oder Andern der MißHandel erfunden würde, sollen sie gestraft werden nach Verdienen; wenn solchesnicht geschehe und den Schuldigen nur wieder, wie auch schon gescheheil, eine Geldbuße auferlegt würde, sowürden wir in Zukunft solche Uebelthäter zu unfern Händen nehmen lind selbe selbst strafeil. v» DieVoten, welche auf St. Johannestag auf die Rechnung der Vögte ennet Gebirgs kommen, sollen beauftragtwerdeil, sich zu erkundigen, welche Vögte Ausländische im Herzogthum zu Bürgern empfangen und ihnendarum Brief und Siegel geben, damit sie sich der Zollfreiheit behelfen, auch was dafür die Vögte zuBelohnung genommen habeil. Abermals ist angezogen der Handel der armen gefangenen Kinder desHerrn von Jucisa, die der Markgraf von Montferrat in Gefangeilschaft hält. Mail will dem Markgrafenschreiben, daß er diese Kinder wieder zu ihrer Mutter entlasse und sie ihres Vaters MißHandel, woran sieAue Schuld trageil, nicht entgelten lasse. Den Boten der Eidgenossen zu Mailand wird überdieß geschrieben,ste sollen mit dem Markgrafen erforderlichen Falls auch mündlich darüber sprechen. K?» Die Boten vonAathweil begehreil die Erneuerung der zwischen Rothweil lind den Eidgenossen bestandenen Vereinigung.Darauf haben wir die alte Vereinigung vor uns genommen und verhört. Da wir aber nicht gleiche Voll-wachten dießfalls gehabt, so haben wir die Sache in Abschied genominen. Jedes Ort erhält eine Abschristderselben Vereinung, damit auf dem nächsten Tag darüber Antwort gegebeil werdeil möge.Nit destmindersölleil die von Nottwil in mittler zyt an keyserliche Maiestät wärbung tun!, harzu derselben gunst vndwillen zu erlangen." I». Jeder Bote kennt die Klage und Beschwerde Joachims (Molzan) des Kämmerlings des