März 1515. 359
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Schwyz. I ii », 12. März (Montag nach 0outi).
Staatsarchiv Lliccrn: Ungebundene Abschiede.
Die Boten der sechs Orte Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus schreiben den zu Lucernversammelten Boten gemeiner Eidgenossen: Da auf dem wegen der armen Leute aus Württemberg nachSchwyz berufenen Tag der acht Orte Zürich und Bern nicht erschienen, die übrigen mit ungleichen Befehlenabgefertigt worden seien, so haben sie den Gegenstand an den Tag von Lucern verwiesen, mit Bitte, manmöchte den armen Leuten zu dem Ihrigen oder zu einem ziemlichen Rechte helfen.
5S5.
Lucern. 1Z1Z, 14. März (Mittwoch vor luNars).
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede,!''. 27. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 321. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, I'. 14. Archive Schwyz, Solothurn, Schasshausen.
i». Hans Marti, Seckelmeister zu Lucern, bringt an, einer von Lütishofen, der zu Lucern seine Ver-wandten habe, aber lang in Venedig gesessen sei, wünsche seine alten Tage ruhig in seinem VaterlandeZuzubringen, seine Verwandtschaft begehre, man möchte ihm erlauben, mit Leib und Gut in die Eidgenossen-schaft zu seinen Freunden zu ziehen und sein Leben da zn beschließen und ihm dazu Geleit geben. Dassoll jeder Bote heimbringen und darüber auf dem Tag zu Bern Antwort geben. 1>». Heinrich Erb von Uri,der jetzt in Mailand ist, schreibt, er habe seit der Abreise der Boten gemeiner Eidgenossen, die beim Herzoggewesen, und seines Mitgesellen Albrecht vom Stein durch schwäbische, direct ans Frankreich gekommeneKaufleute vernommen, der französische König halte bei 6000 Landsknechte im Lyonesischen gerüstet, zu denennoch 12,000 Engländer kommen sollen, auch habe er 500 Glene mehr als der alte König gehabt, es gehedie Rede, die Könige von Frankreich und England seien einverstanden zc. Den Brief hat man vorsorglichunfern Eidgenossen von Bern tibergeben, damit auf dem Tag daselbst darüber und über Anderes, wasman etwa in der Zwischenzeit noch vernimmt, verhandelt werde, r. Derselbe Erb schreibt, man habezufolge des Abschieds alle Büchsen, große und kleine, die zugerüstet seien, mit Pulver, Steinen und andererZubehörde versehen, zum Theil auch neu gegossen; daran werde kein Mangel sein, wohl aber an Rossen,daher müsse darauf Bedacht genommen werden, wenn sich in Mailand Krieg erhebe, zu rechter Zeit aus derEidgenossenschaft Pferde dahin zu fertigen. Das soll much heimgebracht werden, damit man eintretendenFalls sich zu verhalten wisse. «1. Caspar Göldli schreibt aus Lanis, es seien Etliche, die früher im SchloßZu Lanis gelegen und nun des Landes verwiesen sind, wieder in die Nähe gekommen und halten sich hcim-Ech bei ihren zahlreichen Freunden im Lauiserthal und am Comersee auf; das Schloß stehe der BauteilWege,: offen, einige Orte haben ihre Zusätzer noch nicht hineingeschickt, so daß Gefahr vorhandeil sei; er begehre^erhaltungsbefehle und eineil ehrbaren Mann, der ihm behülflich sei, auch habe er noch keinen Bericht, obEisen, Blei und anderes zum Geschütz Nothwendige in das Schloß kaufeil soll. Dieser ganze Handelwird ans den Tag zu Bern geschoben, inzwischen sollen die säumigen Orte ihre Zusätzer unverweilt hinein-