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März 1515.
die Gestalt der Sache sei. Hierauf haben wir den Boten geantwortet, wir bleiben auf der Meinung, daßein solcher Zug am wirksamsten wäre, wenn der Kaiser und der König denselben an die Hand nähmen, siemöchten das nochmals an ihre Herren bringen, auch wir wollen dasselbe thnn und man soll sich gegenseitigAntwort geben auf den Tag zu Bern auf Sonntag Jndica. Das angezogene Schreiben an den neueilKönig von Frankreich betreffend, finden wir es nicht nothwendig, da wir mit Frankreich noch in offenerFehde steheil. Wenn aber der Kaiser und der Köllig von Aragon ein solches Schreiben erlasseil wolleil,haben wir nichts dagegen, i«. Ferner hat Herr Wilhelm von Neichenbach in Beisein des Spaniers unddes Galeazzo Visconti angezogen, wiewohl auf letzten! Tag der Besieglung des Bündnisses wegen verabredetworden, daß die Orte nicht nach der Rangordnung, sondern nach der Kominlichkeit siegeln sollen, so hättendoch einige Orte nicht siegeln wollen unter dem Vorwand, daß die ihnen vorangehenden noch nicht gesiegelthaben, darum bitte er, man möchte ihin die Briefe anvertrauen, er wolle sie kaiserlicher Majestät zur Besieg-lung schicken, auch der spanische ^Bevollmächtigte sei erbötig, seines Königs kleines Secret oder das neugemachte große Siegel daran zu hängen und sich mit seiner Handschrift und seinen! Siegel verbindlich zu machen,einen Bestätigungsbrief dieses Bündnisses mit des Königs Handschrift und rechtem Siegel beglaubigt beizu-bringen. Ebenso hat Herr Galeazzo des Herzogs von Mailand Siegel bei Händen, damit dießfalls keinVerzug eintrete. Damit hat man sich begnügt und bewilligt, daß Herrn Wilhelm von Neichenbach die Briefezum angegebenen Zweck und nachheriger Zurückgabe überantwortet werden. >». Da die Zeitläufe gefährlichsind, so hat man, um ans allfällige Unternehmungen des Königs von Frankreich zur Gegenwehr gerüstet zusein, verabredet, daß jedes Ort die Seinigen, welche in dem letzten Auszug der 20,000 Mann begriffensind, gerüstet halten und allfälligen Abgang sofort ersetzen soll. Das soll auch in alle Vogteien geschriebenwerden. «». Der Landschaft Wallis freundliches Schreiben und Erbieten kennt jeder Bote. Die Tage vonLucern und Bern sind ihr darauf angezeigt, damit sie sich ihrem Gefallen nach darin zu halten wisse.K». Abermals haben Lucern, Uri, Nidwalden, Zug und Solothurn wegen der Sache von Luino geantwortetwie jeder Bote weiß. Darauf ist gerathschlagt, weil Lucern, Uri und Nidwalden vielleicht meinen, daß sievon Schwyz und Obwalden nach dem Vierwaldstättebund berechtet werden müssen, Zug und Solothurn abersich auf diesen Bund nicht berufen können, so sollen wir vorab die zwei letztgenannten Orte laut unsererBünde init ihnen vornehmen, in Hoffnung, dann die andern nicht mehr belangen zu müssen. Auf demnächsten Tag zu Lucern soll man antworten, ob man die Sache so angreifen wolle oder nicht. Inzwischenfordert man Zug und Solothurn nochmals ans, ihres Theils von dieser Herrschaft abzustehen und dem Abschiedvon Baden nachzuleben oder uns darüber zu Recht zu stehen, «z. Gedenket des Landtags zu Schwyz aufSonntag vor dein Maitag (29. April); Freitags vorher soll man zu Schwyz sein, um mit den Rüthen zureden, „in der fach Louwin" zu trachten, sie gütlich zu vergleichen, oder mit dem Cardinal von Sitten zureden, ob sich nicht ein Kauf darum treffen ließe.
« fehlt im Berner- und Solothurner Exemplar, i», «K fehlen im Lucerner und Freiburger Abschied.
Zu I. 1505, 24. Februar. Innsbruck. Creditiv Kaiser Maximilans für Du. Wilhelm von Reichenbach,seinen Gesandten zu den Eidgenossen, auf den nächsten Tag zu Zürich.
Original im Staatsarchiv Zürich.