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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Februar 1515.

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nicht mehr geschehen, er wolle dafür sorgen, daß in Zukunft solche Briefe unverzüglich übergeben werden.I». Dein Herzog wird insinuirt, daß er die Gülten und Renten, welche er aus dem Gute des Herzogthumsverschenkt hat, wieder zu seiner Hand zu bringen habe, dieselben bringen jährlich ein großes Geld. DerHerzog antwortet: Mit unserer Herren Hülfe wolle erlugen zum allerglimpflichesteu, so da? sin mag, daser sölich gült wider zu sineu Händen nein." i. Der Herzog wird aufgefordert, die Schlüssel den Haupt-leuten im Schloß zu übergeben, in Gemäßheit des zu Vigevano und Pavia gemachten Abschieds. Er ant-wortet: Er wolle es thun und dem Abschied nachleben, Ii. Mau hat den Herzog gefragt, ob er keinenüwe mer" habe; er antwortet, er sei berichtet, daß die Franzosen für dieses und das nächste Jahr keinenEinfall in Italien beabsichtigen. I. Die Hauptleute im Schloß zu Mailand habeil angefragt, wem dieVußengelder gehören, wenn Jemand unter ihnen oder den Knechten bußfällig würde. Man hat ihnengeantwortet, sie sollen einstweilen solche Bußengelder unverändert aufbewahren, bis auf Bescheid der Obernan die man berichten wolle, vss. Franz Nonn) von Lauis klagt über etliche zur Franzoseuzeit in einemSpail zwischen ihm und Einem von Lauis eines Erbfalls wegen ergangene Urtheile lind verlangt Wwder-eröffnung des Rechts. Man will den Gegenstand heinibringen, damit er den Boten, die auf die Jahrrech-nung nach Lauis kommen, überwiesen werde, e». Dem Herzog wurde ernstlich empfohleil, dein Bischof von Lodikeine Negierungshandlungen zu überlassen, da derselbe in vergangener Zeit sich übel gehalteil habe. Daraufantwortet der Herzog, er überlasse dem Bischof keine Negierungsgeschäfte, derselbe sei bei ihm als päpstlicherGesandter, er wisse übrigens nichts Arges von ihm, derselbe sei auch sein Vetter und habe ihm bisher wohlgedient, die Eidgenossen werden sich überzeugen, daß sie eine irrige Meinung von ihm haben; er bitte diesesheimzubringen. «». Der Abt von St. Abondio zu Como hat mit etiler Commune im Lauiserthal Streitwegeil Zinsverweigeruug. Derselbe wird an den Züchter zu Lauis gewiesen, von dessen Spruch an dieBoten, die auf die Jahrrechnung kommen, appellirt werden möge. Darauf hat der Anwalt des Abts begehrt,daß ihm gestattet werden möchte, jene Commune mit dem geistlichen Recht zu belangen, z». Die c-achederer von Lauis, die zu Como und Varese verwundet und zum Theil an ihren Wunden gestorben sind,hat man dem Junker Albrecht vom Stein und dein Hauptmann Erb empfohlen mit dem Herzog abzllthuunebst andern ihnen in Schrift gegebenen, die von Lauis betreffenden Artikeln, «z. Der Bruder des Cardinalsvon Sitten hat vorgebracht: Nachdem der Bischof voll Lodi geredet, der Cardinal habe im HerzogthumMailand 200,000 Ducaten eingezogeil und selbe dem Herzog unterschlagen, so habe der Cardinal die Eid-genossen angerusen, daß sie den Bischof anhalten, diese Beschuldigung zu erweisen oder zurückzunehmen.Der Cardinal habe mit dein Herzog sreuudlich gerechnet lind dieser sei ihm noch eine schöne Sumine schuldiggeblieben. Da des Cardinals Bruder vor den Herzog kam, so habe ihm dieser gesagt, wenn er verschaffe,daß die Eidgenossen mit dein Bischof von Lodi eins werden, so werde der Bischof seine Rede zurücknehmen,i'. Jeder Bote soll seinen Herreil berichten, daß mau deu Kuechteu,so vff der liffrung züchend", solchesbei Eid und Ehre lind Strafe an Leib und Gut verboten hat. Ebenso, daß der Herzog begehrt, manmöchte ihm zur Erwerbung von Parma lind Piacenza helfen, denn er erleide etilen jährlichen Verlust von72,000 Ducaten so lange diese Städte ihm nicht zurückgegeben seieil. t. Den Hauptleuten un Schloß unddem Gardehauptmann hat man den Eid abgenommen, Knechte, die sich dem Trünke oder anderm Unfugergeben, sofort heimzuschicken; die Knechte sollen schwören, einander in solchen Fällen zu leiden. Ebenso sollenauch die Kürisser gehalteil werden; solche die dem ,licht statt thun wollten, sollen aufgezeichnet und l)reNamen au Misere Obern mitgetheilt werden. ». Der Herzog hat den Eidgenossen .>«>,000 Gl. beza) t.