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Februar 1515.
SST.
Mailand. 1 i!4 t», im Februar (in dem Monat?odranrt).
Staatsarchiv Lucern: Acten Mailand. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 311. Staatsarchiv Bern: Allgemeine EidgenössischeAbschiede, I'. 1. Archive Schwyz, Solothurn, Schaffhausen.
W. Jeder Bote soll seinen Herren berichten, wie, als die Boten nach Mailand gekommen, sie vonFranciscus Stampa die Briefe und Capitel gefordert haben, die unsere Herren mit dem Herzog von Mai-land gemacht und aufgerichtet hatten. Da hat man von ihm vernommen, er habe die Briefe dem Herzoggegeben, zur Zeit da der Eidgenossen Boten nach Mailand gekommen waren. Er verantwortet sich gegenunsere dießfällige Unzufriedenheit damit, daß der Herzog ihm die Briefe abgefordert habe in der Meinung,dieselben zu besiegeln, damit, wenn sie von unfern Herren abverlangt werden, sie in der Ordnung seien.Darauf sind die Boten vor den Herzog getreten und haben begehrt, daß die Briefe besiegelt werden mitseinem und der Gemeinde von Mailand Siegel. Er antwortete, „mit sinem sigel wer kein Irrung, aberder Gemeind sigel dörff es da nit, denn sy werind sine Vnderthanen vnd müstend thun was Im gefelligwer." Nach langem Verzug sind endlich die Briefe mit des Herzogs Siegel besiegelt worden „an dem ort,da der bischof von Loden sin sigel solt gehenkt hau, vnd ist ouch daran gehenkt das sigel daruff sant ambro-sius ist." Weiter hat man vom Herzog verlangt, daß er eine Gemeinde wolle besammeln lassen, dennman habe einige Artikel an sie zu bringen. Darauf erwidert der Herzog, man solle das nicht thun, eswürde ihm großen Schaden bringen und den Eidgenossen keinen Nutzen, denn die Gemeinde würde so hof-fürtig, daß er sie nachher in keinen: Gehorsam mehr halten könnte, er wolle sich von jeden: Schaden, derhieraus erwachse, entladen haben und werde, wenn man darauf bestehe, selbst aussitzen und in die Eidgenossen-schaft reiten. «« Ferner wurde de»: He^og vorgehalten, wie er Geschütz aus dem Land geschickt und ver-schenkt haben soll, mit den: Bedeuten, er soll sich hüten, daß solches nicht mehr geschehe „denn es wurd nitfür gutt von Im gehan." «I. Dem Herzog wird angezeigt, unsere Herren haben Büchsenmeifter nachMailand geschickt, um allenthalben das Geschütz und die Munition, die dazu vorhanden, zu besichtigen undaufzuzeichnen, damit sie unsern Herren darüber berichten können. Darauf hat der Herzog diesen Leute bei-geordnet, welche stie allenthalben herumführen und ihnen die vorhandenen Geschütze und deren Zubehördezeigen solleil. «. Weiter wird dem Herzog bedeutet, daß er oft mit geringer Begleitung aus dem Schloßreite, zu Zeiten selbst nur selbander und „in Posten wise"; er soll sich hüten, daß ihm bei solcher Gelegenheitkeine Untreue und Verratherei widerfahre. Darauf hat er geantwortet, er sei nur nothwendiger Geschäftewegei: und damit nicht Jedermann wisse, wohin er gehe, so ausgeritten, wolle aber in Zukunft „Sorg haben."ll. Den: Herzog wurde erklärt, unsere Herren wollen durchaus nicht, daß er sich st: einen Tausch umParma und Piacenza einlasse, wofür, wie man vernehme, er Bergamo, Cremona und Brescia anzunehmengeneigt wäre. Der Herzog antwortet, es sei wahr, er, habe dieses thun wollen, damit die Einigkeit und dasBündniß mit den: Papst, den: Kaiser, den: König voi: Spanien und den Eidgenosse!: Fortgang gewinne, daer aber vernehme, daß unsere Herren es nicht haben wollen, so wolle er es nicht thun, sondern „minerHerren Jrem willen geleben vnd korsan: zu finde." U. Bezüglich der Briese, die unsere Herren aus deutschenLanden durch die Post den zwei zu Mailand verbliebenen Boten senden, wird gerügt, daß solche den Botenverzögert und erbrochen zukommen. Der Herzog antwortet, seit Andreas de Burgo hinweg sei, sei dieses