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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Januar 1515.

I fehlt im Berner Exemplar, z» fehlt im Lucerner-, Berner-, Solothurner- und Schwyzcr Exemplar.

Zu «. Nach Zürcher Exemplar Mauriz Weibel.

Zu i. Das Schreiben gemeiner Eidgenossen zu Lucern versammelt clcl. msvsis llanvarü an OctavianoFregoso, Herzog von Genua, wodurch sie ihm Glück wünschen zu der Vereitelung des Anschlags und ihn ihrerFreundschaft und Dienstbereitwilligkeit versichern siehe im Lucerner Allg. Absch. 9.

Zu t, Ii. Hiezu scheinen auch folgende Acten zu gehören:

Artikel vnd anbringen Albrechts vom Stein, des Rats zu Bern, vnd Heinrich Erben von Vri, so ingemeiner Eidgnoschaft namen in Moyland verordnet sind."

1. Der Herzog von Meiland seiverloren gsin." Gewiß sei er zu Mantua gewesen, ob weiter wisseman nicht.

2. Ludwig von Diesbach sei von Rom und Loreto gekommen und habe zu Ancona und Sinigaglia zwölfStück Büchsen gesehen, die er als solche erkannt habe, die zu Pavia und Novara gewonnen worden. Diese unddazu mindestens 8 Stück große Mauernbrecher habe der Herzog dem König von Spanien geschenkt.

3. Der Herzog habe beide Vereinungsbriefe zwischen ihm und uns in Händen; der unsere sei noch nichtbesiegelt. Joh. Franz von Stampa habe doch dem genannten Albrecht vom Stein anstatt gemeinen Eidgenossenversprochen, sie dem Herzog nicht zu geben, sondern dieselben auf Verlangen der Eidgenossen an Zürich zurück-zustellen und mit Leib und Gut als ihr Burger zurückzukehren. Beide, Albrecht vom Stein und Heinrich Erb,haben die Briefe wohl eine Stunde lang in Händen gehabt und gelesen, man habe sie aber ihnen nichtlassen wollen.

4. Alle Briefe, die man ihnen schicke, werden ihnen nicht sofort übergeben, der letzte sei ihnen drei Tagezurückbehalten und erbrochen worden.

5. Darauf haben sie beide mit dem Herzog des Geschützes wegen geredet, der sei sehr erschrocken und habegeantwortet, er habe das Regiment noch nicht übernommen gehabt, das müssen seine Regenten gethan haben.

6. Es seien noch circa 10 Stück Büchsen, die vor Bergamo gewesen, in der Spanier Händen, in Betreffdieser haben sie den Herzog aufgefordert, zu sorgen, daß sie nicht den andern nachgeführt werden. Das habe erversprochen.

7. Sie haben auch mit Herrn Andreas de Burgo geredet, es sei übel gehaushaltet, daß man das Geschützsolchergestalt verführe und werde großen Unwillen erregen, daß den Eidgenossen die Pension nicht bezahlt werde.Darüber habe sich Herr Andreas entschuldigt und zugegeben, es werde übel gehaushaltet; es sei ein großes Geldbei einander gewesen, als man es aber in den Koffern suchte, sei es nicht mehr da gewesen. Aus diesem Geldhätten aber die Eidgenossen bezahlt werden sollen.

8. Morndeß früh habe der Herzog ihnen sagen lassen, es seien nicht mehr denn neun Stück Geschütz weg-geführt, das andere, das die Spanier noch haben, wolle er kommen lassen.

9. Die Vereinung wolle er besiegeln und unterschreiben, aber das Parlament unddie gemein" wollenfür sich nicht siegeln.

10. Es seien auch der Bischof von Lodi und Andere, die mit ihm geflohen, wieder zu Mailand und sollenwieder regieren.

11. Er, obgenannter Albrecht vom Stein, werde persönlich nach Lucern kommen und weiter berichten.

Staatsarchiv Zürich.

Ebenso: Schreiben des Kaisers 1514, 31. December Bcnedictbeuern: Er sende den Wilhelm von Neichen-bach auf den Tag Epiphanie, um den Eidgenossen Eröffnungen zu machen. Staatsarchiv Zürich.