Januar 1515.
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abgehen soll, um über die genannten Artikel und Anderes, was zufallen mag, mit dem Herzog nach Noth-durft zu verhandeln und mit uns in steter Korrespondenz zu bleiben. K» Die Boten, welche über Lauishinein reiten, sollen auf das Schreiben Caspar Göldlis sich auch über den Zustand unserer Schlösser inKenntniß sehen und das Nöthige zu deren Versorgung anordnen. I». Jeder Bote kennt das Schreiben,welches die zwei Boten in Savoyen, Jacob von Hertenstein von Lucern und Peter Hebolt von Solothurn,auf diesen Tag gesendet, des Inhalts, sie vernehmen vom Herzog von Savoyen nichts über die französischeRüstung, derselbe habe ihnen gesagt, er habe einen Vetter im Delphinat; wenn etwas daran wäre, so wurdeihm dieser schon berichten und er werde es dann ihnen mittheilen. Es wolle sie, die Boten, aber bedunken,die Sache verhalte sich nicht so, auch berufe der Herzog sie zu keinen Geschäften und brauche ste mcht. Dassoll Jedermann heimbringen, damit man berathe, ob man die Boten zurückrufen wolle oder nicht, t. HerrAlbrecht vom Stein zeigt Schriften, die ihm vom Herzog von Genua zugekommen sind, wonach letzter Tageein Zug aus der Lombardei, vereint mit etlichen widerwärtigeil Genuesen einen Versuch zur EroberungGenua's gemacht habe, dabei aber theils erstochen, theils gefangen worden seien. Galeazzo, welcher diesesebenfalls durch den Herzog von Mailand vernommen, erklärte, der Herzog habe von diesem Unternehmenkein Wisseil gehabt, sondern es sei von Hieronymus Casati, kaiserlicher Majestät Commissar, ausgegangen,der vorgegeben habe, er wolle den Marquis von Seson (Sessa) gehorsam machen, welcher dem heiligen Reichwiderspünstig sei. Darauf hat man ab diesem Tag ein Schreibeil an den Herzog von Genua erlassen, umihn zu versichern, daß dieser Ueberfall auch nicht im Wissen und Willen der Eidgenossen gelegen sei u. s. w.Ii. Der mailändische Bote Galeazzo hat nachfolgende drei Artikel vorgelegt und verlangt, daß dieselbenallen Orteil behufs Jnstructionsertheilung und Aufnahme in die Vereinung mitgetheilt werden: 1. AlleBundesgenossen, insbesondere aber der Papst, solleil vor Beschluß des gemeinsamen Bündnisses dafür sorgen,daß die gegenwärtig im Besitz päpstlicher Heiligkeit befindlichen Städte Parma und Piacenza dem Herzog-thum Mailand zurückgegebeil werden. 2. Da das Herzogthum Mailand den ersten >^>toß der Franzosenaushalten und daher stets in kostspieliger Rüstung steheil müsse, so sollen sich die Eidgenossen^ verpflichteil,bei der ersten Nachricht von einem bevorstehenden Zug der Franzosen nach Italien mit 10,WO 12,000 Mannin Burgund oder Delphinat einzubrechen und die andern Bundesgenossen sollen sich für Besoldung diesesHeeres verbindlich machen. 3. Wenn der Herzog voll Savoyen auch in die Vereinnng trete, so sei billig,daß derselbe auch seineil Theil an der Hülfe und Besoldung trage, thue er aber das nicht, so sollen dochdie Eidgenossen sich versichern, wessen mall sich von ihm zu verseheil habe, lieber diese drei Punkte ver-langt Galeazzo auf nächsten Tag zu Zürich Antwort, t. Appenzell, Abt und Stadt St. Gallen verlangenan dem Gelde von Mailand Theil zu haben. Da bis jetzt bloß 25,000 rhein. Gl. von diesem Geld zn Lucernliegen und der Ziest erwartet wird, soll man zu Zürich berathen, ob man die Theilung vornehmen oder damitzuwarten und in wie weit man das Begehren der genannten Eidgenossen berücksichtigen wolle, i» Zürich,Bern, Lucern, Schwyz und Basel solleil Büchsenmeister und Geschützkundige in des Herzogs Kosten nachMailand senden, um des Herzogs Geschütz nach Nothdurft auszurüsten. Alle Boten sollen an ihre Herrenbringen, daß sie die Ihrigen anweisen, sich mit Harnisch und Wehreil gehörig auszurüsteil und bereit zuhalten. «». Ulrich Fluder, Vogt zu Domo, hat jedem Ort auf Rechnung circa 20 Gulden herausgeschlckt.K». Die Boteil von Zürich sollen das Begehren Lucerns an ihre Herren bringen, daß Zürich den Ney, dermit Caspar von Silinen zu Rom wegeil einer daselbst erlaufenen Sache im Rechte steht, hlneliigeivleseuwerde, da Caspar von Silinen, obschon er in Zürich einige Güter hat, nicht herauskommen will.