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November 1514.
soll das Bündniß sich auf die dreizehn Orte der Eidgenossenschaft, ihre alten Zugewandten, als Wallis, Abt undStadt St. Gallen, die drei Bünde in Churwalen und die Stadt Mühlhausen erstrecken. Es sei nun päpst-licher Heiligkeit höchste Bitte und Ermahnung, daß die Eidgenossen das zu Bern verabredete Bündniß mitdiesen Erläuterungen und Abänderungen annehmen und vollstrecken. Sei dann das geschehen, so möge demPapst wohl gefallen, daß die Eidgenossen sich auch mit dem römischen Kaiser und dem König von Aragonienverbinden, was er nach Kräften befördern wolle, t. Weiter hat der Cardinal gemeldet, der Herzog vonMailand möchte wohl leiden, daß wir Eidgenossen „als für vns selbs Im fchribint", er soll dazu thun, daßdie zwei Schlösser, welche Herr Andreas von Burgo und Herr Augustin der Canzler innehaben, wieder inseine Hand kommen. ,i. Ferner theilt der Cardinal die Klagen der päpstlichen Gardeknechte gegen ihrenHauptmann Caspar von Silinen mit und glaubt, es dürfte nicht ungeschickt sein, zu Vermeidung weiterer Unruhe,denselben „mit fügen abzeendern." v. Er bittet, daß man den Franciscus de Sal von Laut» wieder insLand zu Weib und Kind kommen lasse. . Deßgleichen wiederholt er päpstlicher Heiligkeit und seineeigene Verwendung für die Grafen von Luggarus wegen der Herrschaft Luino. — Da die Boten dieses Tagesnicht Vollmacht hatten, obige Gegenstände endgültig zu behandeln, so werden dieselben für den nächsten Tagin Abschied genommen, x. Man hat dem Cardinal vorgehalten die argwöhnigen Handlungen der viermailändischen Näthe Galeazzo Visconti, Johann und Franz de Marliano, Johann und Jost de Maigno.Darüber hat er allerhand geredet, sich aber doch nicht gründlich ausgesprocheil. Daher hat man HerrnAlbrecht von: Stein von Bern beauftragt, wenn er mit dem Boten von Uri hinein kommt, genauere Erkun-digung einzuziehen und zu berichten, z . Herr Galeazzo Sforza hat im Namen des Herzogs von Mailandangebracht, es gefallen demselben die Werbungen des Kaisers und des Königs von Aragonien an die Eid-genossen wohl, nichtsdestoweniger empfehle er uns, die Dinge nach unserm Gutfinden zu behandeln. Auchder Herzog bittet, dem Grasen von Luggarus Luino wieder zu übergeben. «.»» Der mailändische Botebegehrt im Namen seines Herrn Rath, ob dieser zum Kaiser reisen soll oder nicht. Darauf wird geant-wortet: Uns gefalle, daß er im Herzogthum bleibe, zu seiner Person Sorge und Acht habe, wie manihm das schon mehrmals mündlich und schriftlich gesagt habe. ,»!». Jeder Bote kennt die Verantwortungdes Herzogs von Savoyen der Stradioten wegen und seine Bitte an die Orte, welche die Vereinung mitihm noch nicht besiegelt haben. Auf sein Begehreil, daß wir zwei Boteil zu ihm senden, um selbst zu sehenund zu hören, was daselbst vorgehe, werden Lucern und Solothurn eingeladen, solche Boten in der Eid-genossen Namen zu schicken. Der Secretär des Herzogs wird sie auf Sonntag nach Catherine (26. November)zu Bern erwarten. «?v. Bezüglich der Grafschaft Neuenbürg ist der Entwurf einer Bern auszustellendenUrkunde über seine hergebrachten Rechte an derselben abgefaßt, angehört und denen von Bern zugeschicktworden. Sie begnügen sich damit, doch verlangen sie, daß Lucern, Freiburg und Solothurn wie die andernOrte sie besiegeln. Da die Boten der drei Städte hiezu keine Vollmacht hatten, so wurden sie von denübrigen Orteil gebeten, ihre Herren zu ersuchen, daß sie auch siegeln und in der Sache mit uns einig geheil.
Solothurn begehrt auch schriftliche Anerkennung seines Burgrechts mit Landeron, ebenso um die„hindersteild, dafür ein statt Soloturn für die Herreil von Nüwenburg verschriben stände." Alls den nächstenTage will man hierüber Antwort bringeil. ve. Da Vogt Fluder zu Domo krank sein soll, so wird Lucerneingeladen. Jemanden hinein zu schicken, der ihm Rechnung abnehme, damit man doch wisse, wie man mitihm daran ist. Aber am allergefälligsten wäre den übrigen Orten, daß dem Abschied von Bern nachgelebtund ein anderer Vogt an seine Stelle geordnet würde, kl'. Die Stadt St. Gallen begehrt Antwort auf