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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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October 1514.

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14. Lackolstus.

Zu v. 1514, 6. October. Innsbruck. Kaiser Maximilian schreibt an Zürich, es möchte beförderlich einenTag gemeiner Eidgenossen nach Zürich ausschreiben, er wolle eine Botschaft dahin senden, um zur Bewährungseiner guten Gesinnung gegen die Eidgenossen ihnen eine nähere Verbindung gegen ihre Feinde vorzuschlagen.Er wünsche, daß auch der Cardinal von Sitten zu dem Tag eingeladen werde, er habe seinerseits demselbenbereits davon Anzeige gemacht. Original im Staatsarchiv Wn-h.

578.

Lucern. 464^, 30. October (Montag nach Simonis 6 lucks).

Archiv Schwyz.

Da sich abermals zwischen unfern Eidgenossen von Lucern und ihren Aemtern Unruhe erhoben, indemdie Aemter Hinterrucks ihrer Herren und Obern zu St. Ulrich bei Nuswylgemeindet" haben, sind einigerAemter Botschaften auf diesem Tag vor ihren Herren und Obern erschienen und haben ein Anbringet, gethan,das uns, den Boten der vier Orte, iin Beisein der Botschaften aus den Aemtern vorgehalten und erläutertworden ist. Nämlich erstens werde den Aemtern vorgeworfen, sie halten den von den XI Orten gemachtenVertrag nicht; zweitens gehe die Rede, der Sold von Dijon fei bezahlt, sie verlangen, daß wenn dieses derFall, ihnen derselbe ausgerichtet werde, wenn nicht, daß man ihnen helfe, gegen den König zu ziehen undder Sache ein Ende zu machen; drittel,s beklagen sich einige Aemter, besonders Ruswyl, sie seien mit ihrenHerren von Lucernoch nicht einig und möchten unter Beiziehung von Boten aus den übrigen Aemternnochmals gütlichen Ausgleich versuchen; viertens, wenn dieses nicht möglich sei, so wollen sie Recht gebei,und nehmen vor den drei Waldstätten und sonst nirgends; fünftens werfe man ihnen vor, sie beabsichtigengegen ihre Herren und die Stadt Lucern zu ziehen, was nicht ihr Wille sei, denn dieErberkeit" begehreden Vertrag zu halten und nur in Güte oder mit Recht zu handeln. Dagegen bringen unsere Eidgenossenvon Lucern im Beisein der Voten der vier Orte und der Aemter an: 1. Sie wollen sagen, von wem und wieder Vertrag gehalten werde, wenn das die Nothdurft erfordere. 2. Was den Sold von Dijon betreffe, sowissen die Eidgenossen wohl, daß Lucern dafür nichts erhalten, auch noch nie sich Maßnahmen widersetzt habe,um denselben zu erhalten; zu einem Aufbruch gegen Frankreich von sich aus und ohne gemeiner Eidgenossei,oder des Mehrtheils Rath und Anschlag lasse Lucern sich von den Aemtern nicht nöthigen; wenn aber einmalein solcher Feldzug beschlossen sei, werde es nicht unter den Hintersten stehen. 3. Sie haben sich mit einigen