October 1514.
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was er uns zu bezahlen habe, bittet er um Aufschub bis vierzehn Tage nach Martini. Endlich meldet er,er wisse, daß der König von England mit dem König von Frankreich eine Vereinung gemacht und den Papst,den Kaiser und die Eidgenossen darin vorbehalten habe, lieber das Alles will man auf dem Tag zu ZürichAntwort geben. K. Ueber das früher gethane Anbringen des Landvogts im Thurgau, in Betreff der Land-züglinge und der Erbschaften Unehelicher hat man beschlossen, der Landvogt soll solche Erbschaften zu Händengemeiner Eidgenossen nehmen. Will dann jemand Anderer Ansprüche darauf erheben, so mag ein solcheres auf Tagen anbringen. I». Diejenigen, welche vor der Schlacht von Novara zum König von Frankreichgelaufen sind, soll man im Betretensfall an Leib und Leben strafen; diejenigen, welche vor Crema abge-zogen sind, will man etwas milder behandeln. Doch soll auf dem Tag von Zürich endlich entschieden werden,ob man bei diesem Beschluß bleiben wolle oder nicht, i. Die sechs Orte, welche jüngst zu Schwyz einenTag gehalten, haben auf diesen Tag ein Missiv geschickt, das unter Andern: anzeigt, daß vier mailändischeRäthe ohne Wissen und Willen des Herzogs und um dem König von Frankreich Vorschub zu leisten,dem Volke eine Steuer auferlegt haben, ferner daß 400 Pferde in Savoyen stehen, endlich daß ihre Mei-nung sei, dem Herzog von Mailand zu schreiben, er möchte Alles dieses gründlich erkunden und ihnenBericht geben, damit kein unvermutheter lleberfall stattfinde. Man will diese Anträge an die Obrigkeitenbringen und ans nächstem Tag Antwort geben. Zj,. Dem Geleitbegehren des Bischofs, welcher von Romnach Frankreich gehen soll, wird für das mailändische Gebiet weder vom Herzog noch von uns entsprochen.I» Auf das Gesuch des mailändischen Kämmerlings, mir möchten dein sprachkundigeil Peter Falk vergönnen,als unser Bote in des Herzogs Kosten nach Rom zu gehen, um anzuhören, was vom Papst und den Fürstenda verhandelt wird, wird beschlossen, diese Bewilligung zu geben, doch so, daß Falk sich lediglich ans dasAnhören und Berichten beschränke und an keinerlei Verhandlung, welche die Eidgenossenschaft berührte, mit-wirken soll. is». Da derselbe Bürgermeister Falk und sein Mitgeselle nun Jahr und Tag in Mailandgesessen sind und beide heimzukehren begehren, wird beschlossen, Bern und Nri sollen an deren Statt anderehineinschicken, „doch das dieselben einer Sprach, in einer Herberg vnd mit einandern handeln söllen, wiedann vormalen den andern ze thun benolhen ist." ». Der mailändische Kümmerling hat ferner eröffnet,die Kriegsleute der Venediger seien in die Stadt Vergeil (Bergamo) eingefallen und durch Bartholomäusde Villarara und einen Andern eingeführt wordeil. „Schadolus, Graf zu Plasenz", habe 400 leichte Reiter,00 Glene und 1000 Fußknechte nach Bergamo geführt und die Verrätherei sei so groß als vorher. DerHerzog habe die Sache dem Hauptmann Prosper Colonna mit Vollmacht übergebeil. Am 15. Tag diesesMonats sei der Bischof von Veroli von Rom beim Herzog zu Vigeno (Vigevano?) gewesen und dann zumCardinal geritteil. Die Königin voll Frankreich sei nach Bonoile (?) in Frankreich gekommen und richte daihren Hof ein, der Köllig erwarte sie an einem Ort, genannt Albavilla (Abbeville). Als der Papst von Monte-fiascone nach Rom geritten, habe er dem Herzog die Städte Parma und Piacenza zu übergeben versprochen,darum wolle er jetzt, daß Hieronymus Morone nach Rom komme. «». Wir haben dem Herzog von Mailand ge-schrieben, er soll sich nicht so weit von der Stadt entfernen, er soll uns die alte und neue Pension beförderlichschicken, wie Peter Falk das in seinem Namen zu Zürich verheißen habe. zo. Dem Peter Falk ist geschrieben,daß er nach Rom gehe, um zu hören, was da verhandelt werde. Was uns Eidgenossen oder den Herzogberühre, soll er uns sofort in des Letztern Kosten berichten, cz. Der Cardinal hat geschrieben, der Bischofvon Veroli werde als päpstlicher Bote demnächst zu uns kommen; die von Piacenza seien letzter Tage wohlgerüstet über den Po geschifft und habeil mit andern von der venetiaiiischen Partei Crema gestärkt. Brescia