September 1514.
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Eidgenossen Boten von Bern und Solothurn dahin geschickt, um die Sache zu erkundigen und im Fall essich so verhielte, zur Ruhe und Gehorsam zu mahuen. „Vud ob jemant motte sich gegen sinen Herren vndobern in ungehorsam erzöugen vnd vffrürig sin, sollen alle übrigen Ort vff bericht vnd ermanung derselben,so also gewaltiget, tapfern by stand tun, als wir das einandern schuldig sind, die vngehorsamen vud wider-spännigen zu straffen. Sölhs wollen gemein Eydgnossen rätte Inen ze reden beuolhen haben, dann umnsölhes vfflöuffen vnd vnghorsamy lutter nit mer erwarten wolle, darnach sich jederman richten solle."1«. Auf diesem Tag sind auch allerlei Schriften und Warnungen eröffnet worden, wie der König vonEngland mit dem von Frankreich Frieden gemacht habe, letzterer sich rüste nach Italien zu ziehen, unsereKnechte in den Schlössern ohne Geschütz und Wehren gefährdet seien, da unfern frühem dießfalls an denHerzog von Mailand gerichteten Begehren keine Rechnung getragen worden sei und die Knechte, die vorCrema liegen, durch solche Untreue und Nachlässigkeit Verlust erlitten haben sollen u. s. w. Zudem habenunsere Boten in Mailand geschrieben, sie seien mit dem Herzog nach Lodi geritten und haben 40 Knechteaus dem Schloß mit sich genommen. Das gefällt auch nicht Jedermann; man hat deßhalb den Boten abdiesem Tag geschrieben, sie sollen die Knechte wieder in das Schloß legen und mit dem Herzog reden, daßfür deren Sicherheit gesorgt werde und keine Untreue stattfinde. Jeder Bote soll das heimbringen, damitmau ferner berathschlage, wie man, sofern dem Begehren nicht entsprochen würde, weitere Vorsehung thunwolle, v. Auf diesen: Tag ist auch eine Botschaft des Herzogs von Mailand erschienen, Herr Galeaz undHerr Joachim Molzan, die der Schlösser halb angebracht hat, der Herzog habe mit den Boten, die bei ihmzu Pavia gewesen, eine dießfällige Verabredung getroffen, welche die Boten hinter sich zu bringen genommenhaben, er habe aber keine Antwort erhalten, ob man dabei bleiben wolle. Nichtsdestominder habe er meistensgethan, was die Verabredung von ihm fordere und was noch fehlen sollte sei er bereit zu thun u. s. w.Man hat darauf nichts geantwortet, sondern es vor der Hand bei obigem Beschluß bewendet sein lassen.Ferner hat die mailändische Botschaft eröffnet, der Herzog möge wohl leiden, daß die Vereinung zwischenuns und den: Kaiser Fortgang nehme; wenn etwas Hinderniß walte, so erbiete sich der Herzog, durch eineGesandtschaft, die er in seinen Angelegenheiten zum Kaiser schicke, zu vermitteln. Darauf hat man nichtanders geantwortet, als: „der Herzog mög handeln durch potschaft gegen kais. Maj. das Ii: bcdunkt sinthalbnutzlich vnd erlich sin, dann der Vereinung halb vnd anderer hendlen zwüschen kays. Maj. vnd vns habedismals uiemant anderer beuelh; wie gütlich aber Im keys. Mt. thu, vns Eydgnossen on schaden, mögenwir wol erlyden."
Das Berner Exemplar in Allg. Eidg. Abschiede U. 507 datirt irrig 1513.
57 T.
Altrich. 1314, 13. September (Montag nach zZx-utaiionis vi-nois).
Staatsarchiv Lucern : Allgemeine Abschiede, N. 2 341. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 250. 250. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, 0. 350» Archive Schwyz, Freiburg, Solothurn, Schaffhausen.
Boten: Zürich. Burgermeister Schmid; Hr. Wyß; I. Jacob Meiß; M. Spon. Bern. VennerSpillmann. Lucern. Vogt Küug. Ilri. Vogt zum Brunuen. Schwyz. Martin Andcrmatt. Unter-wald en. Vogt von Einwyl. Zug. Vogt Schuüringer. Glarus. Seckelmeister Landolt. Basel. Zunft-
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