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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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August 1514.

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dem Cardinal von Sitten, als dem geistlichen Obern jenes Priesters, anzeigen und darauf mit dessen Rathhandeln wie sich gebührt, aber insgeheim, damit der Priester keine Warnung erhalte, i. In dem Spanzwischen dem Bischof von Constanz und dem Gotteshaus Einsiedeln soll Schwpz bei Einsiedeln bewirken,daß dieses zu Vermeidung weiterer Kosten den vom Bischof vorgeschlagenen Vertrag annehme.

Das Berner-, Lucerner- und Freiburger Exemplar schließen mit s- Das Zürcher Exemplar enthält nochvier fernere Blätter, wovon Blatt 242244 Artikel 3 bis und mit 12 offenbar zu einem spätern Abschied,Blatt 247 Art. 1317 aber wieder hieher gehören.

I» nach Staatsarchiv Lucern, ungebundene Abschiede.

Zu «1. 1514, 4. August. Gmunden. Kaiser Maximilian schreibt an die Eidgenossen: Ungeachtet er seinenRath vr. Wilhelm von Reichenbach kürzlich in Geschäften bei ihnen gehabt, veranlassen ihn erhaltene Nachrichtenaus etlichen Orten, denselben abermals behufs weiterer Verhandlungen zu ihnen zu senden.

Original im Staatsarchiv Zürich.

Zu «I. Artikel, welche vr. Wilhelm von Neichenbach aus Auftrag kaiserl. Majestät angebracht hat:

1. Der Kaiser vernehme, der Cardinal von Sitten gebe uns vor und es werde auch sonst unter uns geredet,er, der Kaiser, und der König von Aragonien haben mit dem König von Frankreich einen Waffenstillstandgemacht, ihnen dreien zum Vortheil und dem Papst, Italien und Mailand zum Nachtheil. Das sei nicht wahr;noch heutzutage bestehe kein Vertrag mit Frankreich, wohl habe der König von Aragonien für sich einen solchengesucht, der Kaiser aber habe nichts damit zu thun haben wollen. Und wenn er auch gewollt Hütte, so würde eres nie dem Papst, dem Herzog von Mailand oder uns zu Nachtheil gethan haben, es wäre nie vergessen worden,den Vertrag von Dijon für uns zu erhalten, wofern Besseres nicht hätte erlangt werden mögen. Der Kaiserhabe auch ohne Wissen des Königs von England sich mit Frankreich in nichts einlassen wollen.

2. Der Kaiser vernehme, man behaupte, er habe 10,000 Böhmen geworben, um dieselben vereint mit demKönig von Frankreich zur Eroberung Mailands zu verwenden. Auch das sei Erdichtung, kaiserliche Majestätwürde sehr bedauern, wenn wir solchen Reden Glauben gäben. Er habe schon den Vater des Herzogs vonMailand freundlich gefördert und die Söhne als Vater erzogen und mit unserer Hülfe wieder eingesetzt. Böhmenhabe er allerdings geworben und selbe gegen Venedig gebraucht, aber nie über 1000, jetzt seien deren mehrangeworben, aber nur gegen Venedig.

3. Eine weitere Erdichtung sei, daß der Kaiser durch Andreas de Burgo monatlich 12,000, die Spanier8000 Ducaten aus dem Herzogthum Mailand ziehen, wodurch die Bezahlung der mailändischen Gelder an dieEidgenossen gehindert werde. Weder der Kaiser noch Spanien beziehen etwas aus dem Herzogthum. Nureinmal habe der Kaiser durch seinen Statthalter in Italien eine geringe Summe von Mailand erhoben, wasauch dem Herzog zu Gutem geschehen sei. Auch möchte der Vicekönig von Neapel für sein Kriegsvolk, das er zuGunsten des Herzogs vor Crema halte, etwas bezogen haben; sonst begehren beide das Herzogthum zu üufnen,nicht in Abnahme zu bringen.

4. Es werde dein Kaiser gesagt, daß in unserer Eidgenossenschaft die Rede gehe, er habe vom König vonEngland voriges Jahr 100,000 Kronen zu unfern Händen erhalten, dieselben aber für sich genommen. Wohlhabe der König von England ihm diese Summe gegeben, aber nicht für die Eidgenossen, sondern dem Kaiser, derihm Rath, Beistand und in eigner Person gegen Frankreich Hülfe geleistet und auch die Eidgenossen zur Teil-nahme bewegt habe. Diesen habe er, der Kaiser, Reisige und Geschütz und monatlich eine Summe Geld ausseinem eigenen, nicht aus dem Gute des Königs von England gegeben. Deßhalb sollten die Engländer demKaiser eher danken als ihn bei uns verunglimpfen. Er könne aber nicht glauben, daß sie Letzteres thun.

5. Der Kaiser vernehme, wir haben uns durch unbegründete Sorgen veranlassen lassen, einen Zug nachMailand zu thun, um uns den Venedigern anzuschließen. Den Zug möge er wohl leiden, wenn er dein