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Juli 1514.
SS«.
Bern. 1Z14, 31. Juli (Montag nach 4nool-i).
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, L.2 330. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 234. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische
Abschiede, 0. 302. Archive Kreibur^, Schaffhausen.
n. Der zwei Gefangenen zu Neuenbürg wegen wird beschlossen, ihre Mißhändel noch genauer zuerforschen und sie dann vor Gericht zu stellen. ?». Abermals wird wegen des einigen Edelleutcn zuständiget:Zolls zu Luggarus verhandelt. Die Meinungen waren ungleich, die einen wollten diese Edelleute bei demjährlichen Einkommen aus diesem Zoll, wie sie es vom König von Frankreich erhalten und nachgewiesenhaben, nämlich 18 Ducaten per Jahr bleiben lasset:, andere wollten solche Beladniß nicht auf die Ortenehmen, sondern die, welche die Straße brauchen, den Zoll geben lassen. Beide Meinungen fallen zuweiterer Erdaurung ii: dei: Abschied, v. Bezüglich des Anspruchs, den die voi: Appenzell und andereZugewandte auf Theilnahme ai: den 40,000 Ducaten von Mailand machen, wird beschlossen, 36,000 sollet:dei: Orten bleiben, die übrigen 4000 sollen Appenzell und den Zugewandten zukommen; die Theilung sollgemacht werden, sobald das Geld anlangt. «S. Die Stadt Badei: hat ihre Botschaft vor uns gehabt, un:zu bitten, wir möchten, wenn wir mit päpstlicher Heiligkeit in Vereinung kommen, ihre treuen Dienstebetrachte:: und sie auch darin bedenken. Falls die Sache Fortgang nimmt, will man die voi: Baden nichtvergessen. Gleiches Ersuchen voi: Seite der Stadt Biel und gleiche Antwort darauf, k. Auf dashievor gethane Anbringet: für die Kinder des de Furno hat Solothuri: geantwortet, es gebe denselbenganz und gar nichts und wolle ihnen nichts schuldig sein. Der Vogt der Kinder erneuert aber seine Bitte,man möchte ihnen zu Abtrag oder zum Recht vor uns Allen verhelfen. Das sollen die Boten von Solothuri:nochmals ai: ihre Obern bringe::. K-. Basel hat gebeten, wir möchten die voi: Mühlhausen in ewiges Bündnißzu uns kommen lassen. In dieser Altgelegenheit haben die Boten dieses Tages weder Auftrag noch Voll-macht. Dagegen haben sie die gute Gelegenheit der Stadt Mühlhausen als „Ortschloß" und Vormauergemeiner Eidgenossen und deren bisherige Bethätigung freundschaftlicher Gesinnung in Betracht gezogen undbeschlösse,:, dieses Gesuch den Obrigkeiten bestens zu empfehlen, damit auf nächstem Tag in Anwesenheitvon Voten voi: Mühlhausen weiter darüber verhandelt werden könne. I». Zürich, Glarus, Schaffhauscn undAppenzell sollen mit den zu Zürich befindliche!: Franzosen über eine Schatzungssumme auf den Fall ihrerFreilassung unterhandelt:, dabei aber allseitige Genehmigung vorbehalten, i. Der alte Venner Tittlinger,der Natzenhofer, der Kalbermatter und Gerold Löwenstein sind zu „Blumbers" (Plombisres) in verdächtiger Weisezusammen gekommen. Basel hat darauf den Tittlinger gefangen gelegt, deßhalb hat man ihn: aufgetragen, denHandel nach seinem Gutdünken weiter zu führen, lk.. Der Tag der „geineinen Audienz", der kürzlich zuNeuenburg hätte stattfinden sollen, ist verschoben bis St. Gallentag. Z. Jeder Bote kennt den schweren Handelderer von Domo gegen die Unterthailen der Grafen von Arona, die sie nach förmlicher Absage feindlichüberzogen und ihnen Land und Leute eingenommen haben. Das haben wir Alle übel vermerkt, da es sehrzu unserm Unlob gereicht. Nachdem man vernommen, daß der Commissar Fluder an dem Handel Schuldträgt, indem er trotz der Ermahnung der Boten, welche zu Mailand gewesen, dagegen nicht eingeschrittenist, hat man Lucern aufgefordert, denselben abzusetzen und zu bestrafen. Die Boten, welche nach Mailandgehen, sollen nach stattgehabter Untersuchung Land und Leute zurückerstatte,: und die Thäler strafen, Es