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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juli 1514.

S6T.

Z ü r!i ch. t 10. Juli (Montag vor St. Margrethentag).

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 15.2 328. 323. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 223. 225. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, lt. 28t!. Archive Schwyz, Solothnrn, Schaffhausen.

Boten: Zürich. Burgermeister Nöist; I. Jacob Wyß; M. Winkler; M. Berger. Bern. Dr. ThüriugFricker. Lucern. Vogt Kloos. Uri. Vogt Jmhof. Schwyz. Vogt Pfil. Unterwaldeu. AmmannZun Höfen. Zug. Vogt Meyenberg. Glarus. Hans Altmanit. Basel. Zuitftmeister Trutmann. Frei-burg. Peter Tavernier. Solothurn. Benedict Hugi. Schaffhausen. Burgermeister Barter. Appenzell.Ammann Am Eggeli. Abt von St. Gallen. Ludwig von Helmstorf. Stadt St. Gallen. CasparStuder.

tt. Der kaiserliche Rath Dr. Reichenbach hat angebracht,wie unser lieb eidgnofsen von Basel vonbäbstlicher Helligkeit etlich Conseruatores vßbracht habind vnd in chraft desselben Röm. kaiserlicher Majestätvnderthanen vmb geltschulden für dieselben Conseruatores citierend." Das sei wider die Erbeinung undnicht zu erleiden. Man will darüber auf nächstem Tag Antwort geben und hat dem Boten von Baselempfohlen, ernstlich an seine Herren zu bringen, daß daraus nicht weitere Irrung entstehe. I». Jeder Botekennt das Anbringen der Franzosen, die zu Zürich liegen und wie sie bitten, sie in Betracht ihrer Armuthund ihrer großen Kosten zu entlassen, besonders die drei, die auch als Geißeln dahin gekommen, aberKaufleute, Goldschmiede und Schneider sind und, wenn der Herr von Meziöres mit Tod abgehen sollte, dieSumme, welche sie schuldig sind, nicht bezahlen könnten; desgleichen die fünf Edelleute, welche des Herrn vonMeziöres Diener sind und gar nichts haben. Auf nächstem Tag soll man Antwort geben. Inzwischen istbeschlossen, daß die letztern fünf, wie diePfandherren" Morgens in die Kirche gehen und nachher zu Hausebleiben sollen bis auf weitern Bescheid. Der Erlös aus den verkauften Pferden der Franzosen soll zurBezahlung ihrer Hüter verwendet werden. «. Abermals wird angezogen, daß an kaiserliche Majestät umgetreues Aussehen geschrieben werden sollte. Andere meinen, es wäre ersprießlicher, deßhalb eine Botschaftan den Kaiser zu senden, einen Boten aus einer Stadt und einen aus einem Land, und den Dr. Reichenbachmit ihnen reiten zu lassen. Auf dem nächsten Tag will man hierüber entscheiden. «R. Der Herzog vonWürttemberg hatte verlangt, daß die Orte, welche mit ihm in Vereinung sind, die nicht beigetreteneu bittenmöchten, die Verlängerung auch anzunehmen. Es wird nun beschlossen, daß die Boten, welche der Ange-legenheit des Grafen von Luggarus wegen vor die Gemeinden der betreffenden Orte kommen, bei gleichemAnlaß auch diese Bitte thun sollen, vorzüglich im Hinblick auf die besorglicheu Zeiten und auf deu Umstand,daß wenige Fürsten uns hold seien, während der Herzog von Württemberg im letzten Zug nach Burgunduns getreulich beigestanden ist und sich erboten hat, solches auch fürderhin zu thun. «. Heimbringen dieBitte des Abts von St. Galleu, man möchte ihn, wie früher immer geschehen, auch auf gemeine Tageberufen und wenn Pensionen oder anderes Geld falle, seine armen Leute daran Theil nehmen lassen. Dassollen auch die Orte, welche nicht im Hauptmannschafts-Vertrag mit ihm begriffen sind, an ihre Obernbringen, ll. Alls den Anzug des Dr. Thüriug Fricker als Boten von Bern, man möchte bezüglich derUnterhaltungskosten des zu Bern gefangenen Präsidenten von Dijon sich erklären, wurde gefunden, die Boten,die jetzt auf dem Tag zu Bern sind, haben Vollmacht zur daherigen Antwort. K-. Da im vergangenen