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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juni 1514.

Stolz, des Raths zu Basel, in gemeiner Eidgenossenschaft Namen zum König von England geschickt wordensind und von demselben ihnen eineErung" gethan wurde, von welcher über ihre Reisekosten noch etwasvorschoß, was sie uns zu überantworten anerboten, wir dagegen ihre Mühe und Arbeit und Darstreckung vonLeib und Leben im Dienste der Eidgenossenschaft zu ermessen haben, so haben wir im Namen unserer Herrenihnen gedankt und ihnen erlaubt, den Ueberschuß für ihre Mühe zu behalten, in Hoffnung, ihre Herrenwerden dasselbe auch erlauben.

I», I, Ii fehlen im Schwyzer Exemplar. «, I», I, Ii fehlen im Berner Exemplar.

Zu i». Schreiben König Heinrichs von England an die Eidgenossen zu Zürich versammelt ää. 1514,anx tag Weyens", Recreditiv für die Schweizer-Gesandten Hüruß und Johann Stolz.

sss.

Zürich. 4 Z 4 2 5 . Juni ( Sonntag nach Joh. Baptist).

Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 2N. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, o. 2Z5.

Abscheid des tags als man die pündt hat gesworn." Bern schreibt: Laut zuverläßigen Berichtenaus Burgund habe der König den Waffenstillstand zwischen Spanien und Frankreich angenommen und daraufden Präsidenten von Flandern zum König von England geschickt, um diesen auch zum Beitritt zu diesemWaffenstillstand einzuladen. Der Kaiser habe den Herrn von Solans und die spanische Botschaft nachFrankreich geschickt, um über einen Frieden zu unterhandeln. Der Herzog von Savoyen und unsere Botenbei demselben haben Bern gemeldet, der General der Normandie sei zum König von Frankreich geschicktund wohl empfangen worden. Am französischen Hofe heiße es allgemein, der König werde nächstens vonParis abgehen; von dem großen im Delphinat liegenden Zuge bewegen sich kleine Abtheilungen nach demGebirge hin. I». Der Bote von Zürich, der in Mailand ist, schreibt seinen Herren, es gehe allgemein dieRede, der Papst, der Franzose, der Kaiser, die Spanier und Veuediger seien einig, der Abschluß des Friedenszwischen Frankreich und England sei bevorstehend, dann wolle der Franzose auf Mailand fallen. DerBesetzung der Schlösser wegen haben die Voten und der Cardinal viel mit dem Herzog verhandelt, ohnejedoch znm Ziel zu kommen, sie seien gegentheils in Ungnaden vom Herzog abgeschieden und bis gegenVyöfen" (Vigevano?) geritten. Da sei der Herzog ihnen nachgeritten und habe einen Vorschlag gemacht,den sie angenommen haben, wiewohl er ihnen nicht ganz gefiel. Da sie aber mit diesen: Vorschlag zu denherzoglichen Rüthen gekommen seien, haben sie bei diesen viele Worte und wenig Wahrheit gefunden, wiesie nächstens ausführlicher berichten werden, v. Ein Diener des Grafen Ulrich von Montfort hat zu Badenverlauten lassen, der Kaiser werde 10,000 Böhmen unter dem Vorwaud, sie zur Erzherzogin Margarethazu schicken, gegen uns verwenden, um uns denAbzug", den wir vor Dijon gethan, zu vergelten. DerKaiser und der Frauzos seien einig und vielleicht gehe der Anschlag dahin, daß wir auf zwei Seiten ange-griffen werden sollen. Da alle diese Anzeigen wohl zu beachten sind, wir aber darüber keine Instructionhaben, so soll jeder Bote dieselben seinen Herren einberichten und diese dann ihren Boten auf die Jahr-rechmmg zu Baden die betreffenden Befehle zuschreiben. Auch diejenigen Orte, welche keine Boten auf derJahrrechnung haben, sollen ihre Meinung schriftlich dahin mittheilen.