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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Juni 1514.

habe der Herzog auf unser Schreiben doch das Geschütz und 400 Cürassire gerüstet und in Bereitschaft imFall der Roth zu uns zu stoßen, wie unsere Boten, die auf dem Rückweg seien, weiter berichten können.Hierauf und auf das Anbringen der Boten des Königs von England auf letzter Tagleistung zu Zürich hatman einfach beschlossen, bei der frühern Bereithaltung von 20,000 Mann zu verbleiben, die Sache auf denTag zu Zürich zu weisen und dem Herzog und dem Cardinal inzwischen gute Sorge und Aussehen zuempfehlen. Dasselbe soll Bern dem Herzog von Savoyen empfehlen, v. Der genannte mailändische Kam-merling hat auch eine Meinung angebracht, daß man die 20,000 Mann zur Hälfte in's Mailändische und zurHälfte in's Delphinat schicken sollte, wie jeder Bote weiß. Auf dem Tag zu Baden will man die Sacheerwägen, l Unsere Eidgenossen von Appenzell haben gebeten, man möchte, falls man mit päpstlicher Heiligkeiteine Vereinung mache, von nun an sie auch wie andere Orte darin mit der Pension und Anderm begreifen.Jedermann soll heimbringen, daß diesem Ansinnen entsprochen werde und man sie nicht vergesse. Der Botevon Appenzell soll auch mit denen von St. Gallen reden, daß sie auf dem Tag zu Zürich berichten, wassie von dem bei ihnen gefangenen Kaufmann Gugger erfahren haben. Auch soll mau berathen, was manüberhaupt mit den Kaufleuten, welche während dieser Kriegszeit nach Lyon gehen, handeln wolle. A. DenVoten nach Württemberg, die noch nicht abgereist sind, wird aufgetragen, den Herzog um getreues Aufsehenaus uns Eidgenossen zu ersuchen, wie er auch früher solches gehalten habe. I». Zu Zürich oder Baden sollman sich erklären, ob man zufolge der eingelaufene» Warnungen auch den Kaiser zu getreuem Aufsehen mahnenwolle, i. Letzter Tage sind einige Gardeknechte vom König von Frankreichgestrax" herausgekommen;einer derselben, welchen Bern durch seinen Vogt zu Aclen (Aigle) vor uns geineine Eidgenossen gewiesen hat,sagt aus: Der König habe eine bedeutende Macht beisammen, doch stehe er in Sorge wegen dem König vonEngland und habe dem Köllig von Schottland 4000 Landsknechte und 1500 Pferde zugeschickt, es bleibeil ihmaber immerhin bei 18,000 Landsknechte und ein großer reisiger Zug in Burgund und anderswo. Wennmit dem König von England Friede oder Stillstand gemacht werden könne, so sei die allgemeine Meinung, derKönig werde dann einen Feldzug nach Italien thun. Ferner sagt er, da der Friede zwischen dem König undden Eidgenossen nicht zu Stande gekommen, so habe er nicht länger dienen wollen. Bei seiner Abreise seiEiner an den Hof gekommen, der sich von Hertenstein von Luceru genannt und habe dem König Briefegebracht, deren Inhalt er nicht kenne. Bei Morsee habe er dann diesen wieder getroffen, derselbe habe einemGardeknecht Peter Grob nachgefragt, ob dieser zu Lyon sei. Darauf wird Lucern beauftragt, diesem Herten-stein nachzuspüren, Bern, Freiburg und Solothurn solleil auf den genannten Gardeknecht Acht bestellen underfahren, ob Jemand in der Eidgenossenschaft mit ihm oder durch ihn practizire. In allen Orten soll manüberhiu aus diese Gardeknechte Aufsicht halteil. Bern und Freiburg solleil mich den Knecht, der obige Aus-sagen gethan, überwachen.

Zu i. Verantwortung und Eid des Gardeknechts Roman Creber vor Rath zu Bern Montag nach unseresHerren Fronleichnamstag IS14. Berner Abschied 0. 209.