Juni 1514.
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tung zum Schwören auf keiner Seite vorhanden ist, sondern nur zum Verlesen der Bundbriefe vor denGemeinden. Deßhalb soll man in dieser Sache mit Einverständnis; handeln und von Bern dann nach Frei-burg und Solothurn reiten.
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Aucern. 4 Z 4 14. Juni (vff vnsers Herrn Fronlichnams Abend).
Staatsarchiv «uccril! Allgemeine Abschiede, I!.s !l24. Staatsarchiv Zürich! Abschiede, VI. 17». Staatsarchiv Bern: Allgemein-Eidgenössische Abschiede, ». 2»V. 227. Archive Freiburg, Solothurn, Schaffhausen.
Nächster Tage sollen die Bünde erneuert und beschworen werden. Nun ist mehrfach auf Tagen ange-zogen worden, daß wir Eidgenossen uns vereinen sollten, die Pensionen besonderer Personen und allen Eigennutzvon fremden Fürsten und Herren abzustellen, wie darüber vor Jahren bereits ein Brief aufgerichtet worden,aber an einem Beibrief dann die Sache gescheitert ist. Man hat auf frühern Tagen beschlossen, aus dieLandsgemeinde von Uri im Mai Boten zu schicken, um den Antrag zu empfehlen, da Uri seinen Entscheidauf die Landsgemeinde verschoben hatte. Die Absendung von Boten unterblieb aber. Deßhalb soll nunjedes Ort seinen Boten, die aus den Schwörtag nach Uri kommen, auftragen, den Handel anzubringen, damitwir zu einer einhelligen Vereinung über diesen Punkt kommen und dadurch viele Zwietracht in der Eid-genossenschaft abgestellt werde. ?». Den drei Orten Lucern, Uri und Unterwalden wird empfohlen, in ihremHandel gegen den Grafen von Luggarus, die Herrschaft Luino betreffend, welcher Handel auf die Jahrrech-nung von Baden gewiesen ist, sich zu einer guten freundlichen Antwort zu entschließen, wonach gemeldtemGrafen das zukomme, wozu er Recht hat. e. Auf diesem Tag ist die päpstliche Votschaft, der Bischof vonVeroli mit seinem Collegen, dem Doctor, erschienen und hat Folgendes angebracht: 1. Es sei auf mehrerenTagen, zuletzt in Bern, über eine neue Vereinung verhandelt und ein Entwurf gestellt worden, der so wichtigeBestimmungen enthalte, daß der Papst ohne Hülfe anderer Fürsten sie kaum zu halten vermögend märe.Nun sei er in Arbeit, einen gemeinen Frieden in der Christenheit zu machen und wenn das Bnndesgeschäftwährend dessen hängend bliebe, so möchte er leicht dazu minder Kraft haben. Er begehre daher, daß die nochbestehende Vcreinung mit Papst Julius dem Zweiten erstreckt und beförderlichst angenommen werden möchte,er habe alle Hoffnung auf uns Eidgenossen gesetzt u. s. w. Darauf wird beschlossen, an den Schwörtagendie Sache zu verhandeln und dann auf der Jahrrechnung zu Baden Antwort zu geben. 2. Dieselbe Bot-schaft zeigt an, daß päpstliche Heiligkeit die Pension des vergangenen Jahres auf künftigen ersten Juli durchdie Fugger werde auszahlen lassen und bitte, wir möchten wegen dem Verzug kein Verdrießen haben. 3. Dader Doctor krank ist und von päpstlicher Heiligkeit die Erlaubniß zur Rückkehr nach Italien erhalten hat,so begehrt er auch von uns Urlaub und erbietet sich, Aufträge an den Papst bestens zu besorgen. Daraufhat man ihn mit freundlicher Danksagung abgefertigt. Der Bischof von Veroli bleibt, um weiter mit unszu verhandeln. «!. Dieser Tag war wegen der aus Savoyen gekommenen Warnungen, betreffend die Ab-sichten des Königs von Frankreich angesetzt. Nun erscheint des Herzogs von Mailand Kämmerer mit Briefen,die ihm eilends von des Herzogs Bruder und vom Parlament zu Händen gekommen sind. Darin sagen diese, siehaben durch ihre Kundschafter zwar Kenntniß, daß der König mit seinen Näthen beschlossen habe, den Vertrag ^von Dijon nicht anzunehmen und Mailand nicht fahren zu lassen, auch daß er im Delphinat und Lyonnaissich rüste, aber von sofortigem Ueberschrciten der Alpen können ihre Kundschafter nichts erfahren. Inzwischen