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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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Mar 1514.

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der Eidgenossenschaft kommen wird. v. Lucern bringt an, es seien etliche seiner Angehörigen wieder unruhigund halten entgegen allen vorigen Verträgen Gemeinden mit einander, um von ihren Herren den Sold vonDijon mit Gewalt zu beziehen. Lucern bittet, die übrigen Orte möchten, wenn solches Unterfangen Fort-gang gewinnen sollte, getreues Aufsehen halten und es bei dem Recht, das es auf die andern Orte biete,schützen. «R. Es wurde hievor ein Tag festgesetzt, um die Bünde zu erneuern und zu beschwören; dieserTag ist aber der Jahrrechnung zu Baden und anderer Geschäfte wegen nicht Jedermann gelegen. Zudembegehren Freiburg, Solothurn und Schaffhausen, daß man ihnen auch schwöre, weßhalb nothwendig ist, sichzu unterreden. Es ist daher ein Tag aller Orte nach Lucern angesetzt auf Dienstag in der Pfingstwoche(6. Juni), um über Abänderung des Tages zur Bundesbeschwörung und andere Geschäfte zu verhandeln.

554.

Neuenburg. IZIVi, 1. Juni (Donstag vor Pfingsten).

Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, 0. 193. Archiv Solothurn.

Auf dem letzten Tag der IV Städte zu Bern war festgesetzt worden, daß heute die Rechnungender Vögte zu Neuenburg untersucht werden sollen. Solothurn hat aber keine Botschaft geschickt, deßhalbhaben auch die Boten der drei übrigen Städte nicht weiter verhandelt, sondern einen andern Tag angesetztauf Freitag vor Corporis Christi (9. Juni), wo dann jede der vier Städte zwei Boten zu Neuenburg habensoll. ?». Anton Gupot bittet durch den Vogt von Valtravers um Belohnung mit einem Lehengut das ervon Franz von Cholet im Traversthal gekauft habe. Die Boten des nächsten Tages sollen Vollmachterhalten, v. Peter zum Bären bittet, daß man ihn im Besitz der Caplanei lasse, die ihm der Bischof vonLausanne, welcher Stifter derselben ist, gegeben habe.

555.

Lucern. 1ZI7. Juni (Mittwoch nach Pfingstm).

Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 199. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, ll. 191.

Archive Freibnrn, Solothurn, Schaffhansen.

n . Der Herzog von Württemberg hat seine Botschaft vor uns gehabt, auch lag ein Schreiben desselbenan Zürich vor des Inhalts, es seien Etliche in seiner Landschaft aufrührerisch und ungehorsam, er habeeinen Landtag angesetzt auf Sonntag nach Johannes Baptiste (25. Juni) und hoffe da mit Gottes Hülfedie Unruhe abzustellen. Sollte es aber nicht gelingen und die Seinen in ihrem Ungehorsam beharren, sobitte er die Eidgenossen um getreues Aufsehen. In Betrachtung der vom Herzog uns beim Dijoner-Zugund sonst bei jeder Gelegenheit bewiesenen freundlichen Gesinnung wird beschlossen, alle Orte, welche diesemBeschluß beistimmen, sollen ihre Boten auf Sonntag vor Johannis Baptiste zu Schaffhansen haben, dieselbenvon da zum Herzog reiten und ihm helfen, die Sache bestmöglich beilegen. I». Es haben auch unserelieben Eidgenossen von Neri?vff dz anbringen vnd den abscheid in Jr statt letst gehalten durch die Savoyer,so von des französischen küngs halb gehandelt, antwurt empfangen, das derselb knng den gemachten fridenzu Dision abgeschlagen vnd nit halten welle, mit etlicher Warnung der hiraten des küngs tochter vnd des

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