April 1514.
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rechten Vertheidigungswerken vollständig übergeben werden, aus Ursachen, die jeder Bote weiß. DerHerzog von Württemberg ersticht durch eine Botschaft, man möchte ihn von dem Stand der Unterhandlungenmit Frankreich in Kenntniß setzen, damit er bezüglich seiner anstoßenden Landschaften sich zu verhalten wisse;er begehre nämlich, uns Eidgenossen anzuhangen und sich demgemäß einzurichten, v. Die Freiknechte ausder Eidgenossenschaft, welche sich gegenwärtig in Mailand so verhalten, daß den: gemeinen Manne merklicheBeschwerde daraus erwächst, sollen durch eine offene Schrift heim gemahnt werden, da der Herzog keinefreie, sondern nur geordnete und gehorsame Knechte in seinem Lande haben will. Die Boten, welcheauf dem Weg nach England sind, berichten schriftlich, kaiserliche Majestät sei auf dein Weg nach Ungarn undkönne sich der dortigen Unruhen wegen vor der Hand nicht mit der Unterhandlung zwischen den Eidgenossenund Frankreich befassen, x Den Knechten in Mailand wird geschrieben, sie sollen die unter ihnen entstan-denen Zwistigkeiten beilegen; Beschwerden, die in der Heimat entstanden, sollen sie nach ihrer Rückkehr vertragenlassen, kanntliche Uebelthäter dagegen mögen sie nach Verdienen strafen, z'- Man soll heimbringen, daß HansFeer von Lucern zu Burgdorf einem ehrbaren Manne aufgetragen habe, mit dein von Chätelard zu reden,wenn der Friede nicht gemacht würde, so soll er dem nachleben, was er ihm zu Bern empfohlen habe.Ebenso sollen zwei Lucernerbieter, wie man glaubt Willisauer, zu Burgdorf sich haben merken lassen, wennder Friede nicht zu Stande komme, so seien sie 10,000 Mann, welche dem gemeinen Mann den Friedenmachen werden. Mau soll sich nach dem Grund und der Bedeutung solcher Reden erkundigen. DerKämmerling voi, Mailand theilt mit, der Kaiser schicke einen Zug gegen Venedig; zu dein Frieden zwischenFrankreich und Spanien habe der Kaiser seine Einwilligung nicht gegeben. Derselbe begehre mit den Eid-genossen sich näher zu verbinden und werde deßhalb in Kurzem eine Votschaft zu ihnen schicken. Mitder päpstlichen Botschaft wird der Entwurf eines Bündnisses vereinbart, Bern soll, sobald darauf von päpst-licher Heiligkeit Autwort herauskommt, einen Tag zu weiterer Verathung der Sache ansetzen. Umüber die Sendung von 1000 Knechten nach Mailand und über andere Dinge zu rathschlageu, wird aufSonntag Judikate (7. Mai) nächsthin Tag nach Zug gesetzt, «e. Die Voten von Luceru und Nidmaldensollen die Klagen der Erben des de Furno au ihre Obern bringen, damit den jenem gegebeneu Briefenund Siegeln genug gethan werde. Gegen Ulrich Schad hat die Untersuchung keine Schuld heraus-gebracht.
Zu !. Anbringen des Kämmerers des Herzogs von Mailand auf diesem Tage:
1. Der Herzog glaube, wenn er in dem Tractat zwischen Frankreich und Spanien inbegriffen würde, derhl. Vater würde ihm Piacenza und Parma übergeben.
2. Der Kaiser habe ihm entboten, die französischen Prälaten, welche nach Rom ziehen wollen, nicht durch-zulassen, weil das den Eidgenossen nicht genehm sei.
3. Der Herzog habe sich des Waffenstillstands zwischen Frankreich und Spanien angenommen, in der Mei-nung, daß derselbe ihm zum Nutzen gereichen werde.
4. Er habe Anzeige vom Papst, daß dieser den armen Leuten zu Bellenz, welche voriges Jahr durch denBergsturz zu Schaden gekommen, auf ein Jahr eine Romfahrt bewilligt habe, um desto eher aus dem Schadenzu kommen.
5. Der Herzog begehre 1000 Knechte in seinen Sold.
0. Er bitte, die Freiknechte, die im Herzogthum den Leuten vielen Schaden thun, abzufordern.
7. Er begehre einen oder zwei Boten, die sich überzeugen, daß die Rede, er besorge und bewache seineSchlösser nicht gehörig, unbegründet sei.