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Bern. 4Z4H, 24. April (Montag nach HnnsiinoäoMaiU).
Staatsarchiv Luccrn: Allgemeine Abschiede, Ii. - ZI8. Staatsarchiv Zürich: Abschiede. VI. 1 «2. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, (). Archive Schwyz, Freiburg, Solothnrn, Schaffhausen.
Das Anbringen des Commissars von Domo wegen Errichtung einer Brücke daselbst und Er-hebung eines Zolls bei derselben soll an die Obrigkeiten gebracht werden. ?». Auf desselben CommissarsVerlangen wird dem Grafen von Arona geschrieben, er soll die von Domo und Eschenthal zollfrei halten, wiesolches mit Bewilligung des Herzogs von Mailand auch gegenüber denen von Lauis gehalten wird. v. Dem-selben Commissar wird auf eine Einfrage wegen Besteuerung geantwortet, die Steuer sei an dem Orte zuentrichten, wo die Güter gelegen sind. «R. Der gleiche Commissar glaubt, er solle für dieses Jahr wegendein „Sterbet" der Rechnungsstellung enthoben sein. Es wird ihm aber gesagt, er soll sich fleißen, auf denTag zu Baden seine Rechnung abzulegen, v. Der Secretär des Herzogs von Savopen hat uns dieUrsachen eröffnet, welche seinen Herrn veranlassen, über das Gebirg nach Piemont zu gehen und dabeigebeten, die Eidgenossen möchten auf sein Land diesseits Gebirgs Aufsehen halten. Dabei läßt man esbleiben und schreibt ihm, er soll seinerseits auf die Bewegungen der Franzosen genau Acht geben und unsfortwährend berichten, t. Einer von Unterseen hat geredet, unsere Eidgenossen von Bern hätten die übrigenOrte gebeten, ihre organischen Herrschaften zu überziehen und zu strafen, was aber nicht wahr ist. Deßhalbhaben wir Bern schriftliche Erklärung darüber gegeben und befohlen, denjenigen, der solches ausgesagt, ge-fangen zu nehmen und ihn unfern Eidgenossen von Unterwalden, denen er solches zugemuthet, zu Recht zuhalten. K-. Obschon die Jahrzahl abgelaufen, ist wegen eingetretener Kriegsereignisse die Erneuerung undBeschwörung der Bünde bisher unterblieben. Da man aber dieselbe besonders in gegenwärtigen unruhigenZeiten für nothwendig erachtet, so wird verordnet, daß auf Sonntag nach der 10,000 Ritter Tag jedesOrt seine Botschaften in den übrigen Orten haben soll, um nach altem Brauch die Bünde zu erneuern undzu beschwören. Das wiederholte Begehren Freiburgs und Solothurns, daß ihnen auch geschworen werdenmöchte, wie auch ein ähnliches Begehren Schaffhausens, will man auf dem nächsten Tag beantworten.I». Dem Landvogt im Thurgau ist geschrieben, daß er des Fatzmanns Handel ans nächsten Tag zur Be-handlung bringe, i. Die savoyischen Gesandten, die im Namen und Auftrag des Herzogs von Bourbonvor uns erschienen sind, werden angehört. Vor Allem haben sie erläutert, aus welchen Gründen sie denAuftrag des Herzogs angenommen, nämlich weil sie finden, daß derselbe unserer Eidgenossenschaft zu Ehreund Nutzen und zu Herstellung des Friedens diene. Zweitens eröffnen sie, der König von Frankreich begehremit uns Eidgenossen einen ewigen Frieden zu schließen. Wenn ein solcher aufgerichtet und besiegelt werde,so wolle der König uns 400,000 Kronen ausrichten, die Hälfte sofort baar, die Hälfte in Terminen, diemit dem Herzog von Bourbon abgeredet werden mögen. 3. Mit dem Papst, dem Kaiser, den Herzogenvon Savopen und Mailand erbiete sich der König ohne Wissen der Eidgenossen keinen Krieg zu führen.4. Dagegen verlange der König die Grafschaft Asti zurück, auch daß die Eidgenossen ihm zur Eroberungvon Genna helfen, da dieser Platz sonst zum Nachtheil der Eidgenossen in die Hände der Spanier kommenmöchte. 5. Verlange der König, daß wir ihm zur Beschirmung seines Reichs und seines gegenwärtigenBesitzes Knechte zulaufen lassen, so oft und so viel die Roth erfordert, auch daß man den Knechten nichtgestatte, seinen Widersachern zuzulaufen, sondern wenn er gegen England und Spanien Hülfe bedürfte,
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