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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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April 1514.

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König von Frankreich üben soll, um mit dessen Hülfe seinen Bruder zun: König von Neapel zu machenund zu diesen: Zweck 12,000 Eidgenossen nach Neapel zu führen, wodurch Mailand wehrlos würde, wirdverlesen. Dieselbe Schrift meldet auch, warum der Papst sich um unser Bündniß bewerbe und wie er demHerzog von Mailand seine Muhme zun: Weib anerboten habe, wogegen sein Bruder die Muhme des Herzogsvon Mailand, die Herzogin von Bari in Neapel Heirathen sollte. Ebenso wie der Papst das Bündniß desKönigs von Frankreich suche, um Neapel, Nhodus und ganz Jtaliei: vor den Türken zu beschirmen. Ersuche auch den König von Frankreich zur Annahme des Tractats von Dijon zu bewegen, mit der Bemerkung,daß dann wir Eidgenossen uns mit ihm gegen Jedermann verbinden würden. Endlich lasse der Papst dieFranzosen zu Parma und Piacenza aus und ein praktiziren; des Papstes Bruder halte die Cardinäle SantiQuattri, und Crucis, die Venetianer und alle ihre Bundesgenossen in hohen Ehren, was alles darauf deute,daß dem König ein Eingang in das Herzogthum Mailand wolle verschafft werden. Z. Der Herzog vonBourbon hat den Venner von Romont mit einem Missiv zu uns geschickt und uns ersuchen lassen, denHerrn von Chätelard, den Herrn voi: La Bastia und den Herrn von Bonvillars, alle drei Savoper undeiner Eidguoschaft verwandt" anzuhören, da sie Aufträge vom Herzog von Savoyen und vom König vonFrankreich an uns haben. Da wir dieser Zeit in der Eidgenossenschaft viele unruhige Leute haben undbesorgen, unsere Geineinden möchten sich zu noch größerer Unruhe erheben, wenn wir diesen Antrag zurück-weise»:, so haben wir, obschon hiezu nicht besonders bevollmächtigt, nm Friedens und Ruhe willen beschlossen,die genannten drei Herren anzuhören und dafür Tag gesetzt auf Sonntag nach den: hl. Ostertag (23. April)nach Bern. Da wir aber alle des Königs von Frankreich Untreue kennen, soll nichts destominder derbeschlossene Auszug gerüstet bleiben, wie es mit 1):-. Neichenbach, dein kaiserliche!: Boten, verabredet wordenist. iss. Genannter 1)r. Neichenbach hat heute abermals eine Instruction eröffnet, wonach der Kaiser amletzten Abschied Wohlgefallen bezeugt, wobei er meldet, daß er gegen seine und des Reiches Widerwärtige!:einen Kriegszug rüste und 10,000 Mann in des Reiches Dienst und Sold auf drei Monate begehre. DiesesBegehren wird heimzubringen angenommen, s». Jeder Bote weiß, was der Herzog von Mailand auf diedurch unsere Voten zu Lnggarus vermittelten Zollreclamationen etlicher Edeli: daselbst herausgeschrieben hat.Da aber die Herrschaft Luggarus in nnsern Händen ist und der Herzog daselbst keine obrigkeitlichen Rechteausübt, so soll man die Sache an unsere Herrei: und Obern bringen und auf dem Tag zu Bern darüberreden, «s. Die päpstliche Botschaft hat Antwort begehrt auf die jüngsten Anbringen des Vr. ConstanzKeller und des Burgermeisters Falk. Dieselbe soll ihr auf dem Tag zu Bern gegeben werden. W. Abermalssind der Herr von Meziöres und die zu Zürich gefangenen Kaufleute mit Schilderung ihrer Arinuth und Notheingekommen, der Herr von Mezwres habe die klebrigen bisher erhalten, sei nm: aber auch nicht mehr geneigt,es ferner zu thun, sie bitten daher beweglich, man möchte sie, da doch der König sie nicht lösen wolle, heim-kehren lassen; der von Meziöres anerbietet für sich eineRanzung"; wenn man ihn nicht freilassen wolle,so möge man ihn: doch gestatten, zu Verminderung der Kosten statt in der Herberge in einen: Privathausezu wohnen. Das Alles wird in den Abschied genommen bis auf den Tag zu Bern. «K. Die Haupileutein: Schloß zu Mailand schreiben, unsere Knechte begehren 13 Monatssölde für das Jahr, der Herzog wollenur 12 geben. Auf den: Tag zu Bern soll hierüber geredet werden, i'. Dem Herzog von Mailand wirdgeschrieben, er soll die Welschen aus den: Schloß entfernen und beide Schlösser mit unfern Knechten besetzenund mit Kriegsbedarf wohl versehen, Franzosen und Spanier seien unter einander eins und Nie wanden seizu trauen. Auf die Verzichte des Präsidenten von Dijoi: wird beschlossen, Zug soll den Lorenz Branden-