März 1514.
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werden. Die Berner hätten „fast gerumpt", wenn auch Zürich, Lucern und Zug so „rumpten", so käme derböse Same weg, es sei jetzt ein Jahr, so haben sie dem König Geld abgenommen, das so viel wäge als ein fetterOchse. Zu Dijon habe er einen Schild mit aller Orte Wappen und 2 große Bären und darüber die Lilie gesehen,die Schilde und Bären seien ganz zerkrazt. Nach St. Michelstag letzthin sei er nach Willisau gekommen, da seier Schultheiß Feeren Sohn und Lorenz Brandenberg begegnet, Feer habe ihm gesagt, er bekäme guten Soldwenn er nach Frankreich ziehen wollte, er habe nicht gewollt. Da habe ihm Feer Austräge an den von Grügeben wollen und ihm zwei Batzen geschenkt. Von Hans Wabrer habe er gehört, wenn der alte Hetzel nichtgewesen, der junge wäre nicht weggezogen. Es hätten in einer Nacht 18 Fähnchen hinwegziehen sollen. Auchhabe der Herr v. Grü gesagt, das Geld wäre längst gegeben, wenn der Feer von Lucern, Ambrosi von St. Gal-len und Andere in der Eidgenossenschaft (nicht) wären, Schultheiß Feer habe mehr Geld vom König von Frank-reich genommen, als ein Ochs schwer sei. Der junge Hetzel soll dem von Grü aus der Picardie geschrieben haben,er soll Geld nach Lucern schicken, dann führe ihm Nenward Göldli 50V Knechte zu. — Der König habe400 Böhmen mit Handbüchsen. — Wabrer habe auch den Lüti gefragt, ob Schultheiß Conrad und VennerStölli wieder in Solothurn seien, Herr von Grü habe dazu gesagt: ll-u- ma 1o^> sont gi-ant villUvs. — Jörgauf der Fluh habe 800 Kronen empfangen, um ein Jahr lang den Franzosen zu berichten, was die Eidgenossenrathschlagen. Wabrer habe gesagt, wenn meine Herren zu Zürich aufstehen, so wisse der König in fünf Tagen, wassie gerathschlagt haben. Es seien etlich von Hetzel herauf gekommen und Willens wieder hinabzuziehen. Wabrersage, wenn man den Feer und Ambrosi von St. Gallen verhafte, so sollte man den Niclaus Conrad und desGöldlins Bruder, der auf dem Schlosse zu Lauis gewesen, auch verhaften. — Als die Franzosen voriges Jahrvon Lucern verritten, seien Schultheiß Feer, Melchior von Notz und Andere mit ihnen bis Willisau gerittenund Schultheiß Feer habe gesagt, er wolle wahren, was er möge, daß die Krone Frankreich keinen Schaden leide.Joder Kalbermatter aus Wallis, soll letzte Fasten mit einem Venlin nach Frankreich gezogen sein. Melchior vonRotz habe bei dem Aufbruch Hetzels auch eine Hauptmannsstelle annehmen wollen. Niclaus Huber sei ihm zuMorsee begegnet, er ziehe mit noch zweien zum König. Stölli von Solothurn hätte auch Hauptmann sein sollen,habe aber einen andern gestellt. Es sollen vier Werber in die Eidgenossenschaft kommen, der eine nach Saanen,Unterseen, Untcrwalden, Uri, Schwyz, der sei Hetzels Wcibel; der andere nach Solothurn und Basel, der drittenach Zürich, Schaffhausen, Thurgau, der vierte ins Oberland. Der junge Nußbaumcr und HanS Schmid seienHauptleute. Der König soll sich geäußert haben, wenn er mit dem jetzigen Zug die Eidgenossen nicht genugschädigen könne, so werde er Brandstifter nach Zürich, Bern und Basel schicken. Der Herr von Grü habe dieHoffnung ausgesprochen, ohne Geleit durch Basel hin und her zu kommen. Dem Meyenschin von Domo habeer 200 Kronen gegeben. Strübi von Solothurn hätte auch Hauptmann werden sollen bei Hetzels Zug. Da dieEidgenossen zum vorigen Papst ziehen wollten, habe ihm, dem Lüti, der Großmeister und Schreiber Glado, Briefean Brandenberger von Zug und Erni Moser von Lucern gegeben, darauf sei Erni Moser nach Mailand gegangenund habe vom Großmeister 2000 Kronen erhalten. Schultheiß Feer, Ambrosi von St. Gallen, Erni Moser vonLucern, Lorenz Brandenberg von Zug, Schad von Schaffhausen seien Häupter des faulen Anschlags. Der jungeFeer habe zu Bern ihm, Lüti, einen Brief an den Herrn von Grü geben wollen und gesagt, den Eidgenossen solldas kriegen übel bekommen; wäre der Auszug, wie angesetzt, vor sich gegangen, so wäre alles verrathen gewesenund von den ersten 4000 keiner davon gekommen. Schad habe auch dem Grü einen Brief geschrieben. Er, Lüti,habe auch 5 Kronen erhalten, um verschiedene Briefe heraus zu tragen, die habe er zwischen Twann und Ligerzzwei Lucernern zu bestellen übergeben, wovon einer ein Tischmacherknecht beim Rößli sei, der andere Ulrich Kellerheiße; er habe sich nicht getraut die Briefe selbst zu bringen. Dem Schultheiß Feer habe er sagen sollen, daß dieKnechte auf Mitte Fasten bereit sein sollen. So habe er einen Brief an Niclaus Huber einem von Saanen, derihm auf der Straße von Dijon begegnet, gegeben; die Briefe an Niclaus Conrad und den Stölli aber verbrannt.
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