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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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März 1514.

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S46.

Bern. 8. März (Mittwoch nach Jiwocavit).

Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI, 125. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, (). 1l8.

Archive Schwyz, Solothnrn, Schaffhausen- Aidwalden.

Jeder Bote kennt das Geständniß des zu Bern gefangenen Thomas Lüti aus dein Emmenthal,der dasselbe vor den Boten der Eidgenossen bestätigt hat. Da der Gegenstand von Wichtigkeit, so soll mandarüber an die Obrigkeiten berichten und inzwischen soll Jedermann auf die Seinen Achtung geben, damitkein Geläuf oder Erhebung stattfinde. I«. Der Kämmerer des Herzogs von Mailand bringt an, der Papstverlange vom Herzog Geleit für etliche französische Prälaten, welche mit circa 500 Pferden aus der Reisenach Rom seien, um sich Sr. Heiligkeit gehorsam zu erzeigen und Absolution zu holen. Der Herzog begehrtunfern Rath, was er zu thun habe. In Betrachtung der gegenwärtigen besorglichen Zeitläufe und derArglist der Franzosen, wird dieser Rath dahin abgegeben, daß er keinen Franzosen durch das Herzogthumpassiren lassen soll. e. Was der Herr Cardinal unfern Bevollmächtigten in Mailand, Vogt Fleckli undBurgermeister Falk geschrieben und welche Warnungen diesen in Betreff des Zugs im Delphinat und zuGrenoble zugekommen sind, weiß jeder Bote zu berichten. «R. Da Gerold Löwenstein und Bernhard Sässeli,Angehörige von Solothnrn, allerlei Reden ausstoßen, insonders sie seien in Dijon gewesen, der König seiWillens, den dort abgeredeten Frieden zu halten, sie besitzen dafür Brief und Siegel n. s. w., nun aber dieSchreiben, welche der Herzog von Bourbon früher und jetzt herausgeschickt, damit nicht übereinstimmen, solcheReden daher nur Unruhe verursachen, so soll Solothnrn oder jedes Ort, wo die beiden Genannten betretenwerden, sie anhalten und zur Aussage der Wahrheit verhalten, v. Dem Sebastian Ferner, General inSavopen, wird alseinem guten Eidgnossen vud böseil Franzosen" ein Fürdernißbrief an den Papst gegeben,um einen seiner Söhne zur Würde des Cardinalats zu empfehlen, l. Die Soldforderung des Hauptmannsvoil Bern, Hans Thormann, und etlicher Knechte die zu Lauis gewesen, soll auf dem nächsten Tag behandeltwerden. K. Basel wird überlassen, mit dein Gefangenen daselbst nach Gutfinden zu handeln. I». Da bei3000 unserer Knechte beiin Köllig von Frankreich in der Picardie liegen solleil, so soll man sich auf dem nächsteilTag erklären, ob man sie heim mahnen wolle oder nicht, i. Tagansetzung nach Bern auf den Sonntag Mitte-fasten (26. März) um über die obigen Gegenstände weiter zu verhandeln. Ii.» Der Präsident von Dijonist aus seiiler Herberge in den Thurm geführt und allda durch den Nachrichter angebunden und ernstlichbefragt worden; dabei hat erdoch on alles vffziehen vnd deßhalb on alle marter" gestanden was folgt: 1. Alser befragt wurde über denvffbruch des verräterischen Handels" und wer dabei thätig gewesen, sagte er:Er habe bei diesem Handel nichts gehandelt als was zu Frieden und Recht gedient hätte. Da der Herrvon La Tremouille und die Anwälte des Königs nach Lucern gekommen seieil und da eine Zeitlang ver-geblich über den Frieden unterhandelt haben, so habe der voll La Tremouille gesagt, er sehe schon, daß ausdem Frieden nichts werde, er habe einen Freund gefunden, der ihm 12,000 Knechte anwerben und diezum Köllig führen wolle; seien diese einmal da, so werden sie schon zu der Sackie reden, daß der Friede zuStande komme. Die übrigen Anwälte haben hievon abgeinahnt, sagend, sie seien in Geleit unter der Bedin-gung, Niemanden aufzuwiegeln. Darauf habe La Tremouille erwidert, er reise ab und lasse sie zu Lucernbis er ihnen schreibe. Dann habe er ihnen geschrieben, sie sollen abreisen, der junge Hetzel sei Hauptmann