Februar IS 14.
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Man soll auf dem nächsten Tag berathen, ob sie also sitzen sollen, «z. Jedermann soll fortfahren, dieSchuldigen in dem Handel mit dem Juden von Novara und in dem Handel des Aufbruchs zum Königvon Frankreich nachzuspüren und nach Verdienen zu verfolgen. Jeder Bote weiß, was den Boten undden Hauptleuten zu Mailand geschrieben und wie der Eid gestellt ist. 8. Der kaiserliche Bote DoctorNeichenbach hat auf diesem Tag abermals eine Instruction hören lassen und ist mit der Antwort, sowohlauf die vorige als ans die gegenwärtige, zu mündlichein Bericht an kaiserliche Majestät abgefertigt und solldie Rückantwort auf den Tag zu Zürich Sonntags nach der alten Faßnacht (12. März) bringen, wo wir unsdann weiter entschließen werden. 4. Des Spans wegen zwischen dem Bischof von Constanz und dem Abt vonEinsiedeln, dessen sich Schwpz annimmt, ist beiden Parteien Tag gesetzt nach Zürich auf den obbestimmtenTag, um einen gütlichen Vergleich zwischen ihnen zu suchen, «i. Der Bote von Solothurn weiß seinenHerren zu berichten, wie Graf Heinrich von Thierstein uns auf diesen Tag geschrieben hat, wir möchtenbewirken, daß laut früherm Abschied die Schlösser Pfeffingen und Thierstein ihm wieder zur Hand gestelltwerden und wie wir ihm geantwortet, wir wollen das unfern Eidgenossen von Solothurn vorhalten und ihndann weiter berichten, v. Auf das Schreiben der Frau des Präsidenten, der zu Bern gefangen ist, wirdBern empfohlen, von allen Briefen Einsicht zu nehmen, die derselbe etwa nach Frankreich schicken wollte.HV. Zürich, Schwpz und Glarus sollen trachten, die Anstände zwischen den Grafschaften Utznach und Grü-ningen der Fälle wegen, gütlich zu vertragen, x. Ans Sonntag Jnvocavit, die alte Faßnacht (5. März),sollen die Orte ihre Boten zu Solothurn haben, um das savoyische Geld in Empfang zu nehmen, sofernnicht Solothurn einen nähern Tag ansetzt.
Schreiben des Cardinals de Medicis und des Herrn Julian de Medicis, Brüder des Papstes, auf Sr. Ht.Befehl erlassen an Ennius, Bischof von Veroli und Gorus de Gheris, päpstliche Oratoren bei den Eidgenossenää. lix Saueto Souoro 31. Januar 1514, von diesen den Eidgenossen mitgetheilt am Tage St. Valentins zuZürich. (Staatsarchiv Zürich Abschied VI. 134) folgenden Inhalts:
Sie haben den Brief der genannten päpstlichen Gesandten vom 13. Januar erhalten und antworten aufBefehl des Papstes: 1, Der Papst habe gut aufgenommen, daß die Eidgenossen seine Vermittlung gegen Frank-reich angenommen und sofort hievon den französischen Boten, die bei ihm waren, Mittheilung gemacht. Dieseholen nun vom König Instruction ein, werden aber schwerlich auf Valentini, doch hoffentlich im Laufe desFebruars Antwort geben können. 2. Die Vereinung mit den Eidgenossen wünsche der Papst im Interesse derSicherheit des Kirchenstaats, des Herzogthums Mailand und ganz Italiens zu erstrecken und verlange baldmög-lichst Antwort, um dann auch die Verhandlungen wegen Parma und Piacenza zu beginnen. 3. Sollte derKönig von Frankreich zum Frieden nicht geneigt sein, so erbiete sich der Papst nochmals, 500 Glene zur Mit-wirkung mit den Eidgenossen in Beschützung des Herzogthums Mailand bereit zu halten. 4. Ermahnt er dieEidgenossen sich stets gerüstet zu halten, um gegen allfällige Anschläge auf Italien bereit zu sein und möchtegewiß wissen, ob die Eidgenossen auch bei ihren anderweitigen Kriegen 8000—10,000 Mann in seinen Soldstellen würden, um mit seinen eigenen Streitkräften den Kirchenstaat zu beschirmen. S. Der Papst vernehmedurch Abgesandte von Ragusa, daß sich der Türke mächtig gegen die Christenheit rüste, weßhalb ihm um so mehran Herstellung des Friedens unter den christlichen Mächten und an einem Bündniß mit den Eidgenossen gelegensei. 6. Die Eidgenossen möchten keinen bösen Reden trauen und sich stets der günstigen Meinung des Papstesversichert halten u. s. w. u. s. w.
n, v, x fehlen im Schwyzer Exemplar, ii und folgende fehlen im Berner Exemplar. Der FreiburgerAbschied ist verbunden, geht nur bis i» richtig.