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Februar 1514.
geschehe, er seine Unschuld und daß er nie gegen uns Eidgenossen gehandelt, genugsam beweisen könne.Dieses Begehren wird in Abschied genommen, zur Berathung auf den nächsten Tag. v. Bern, Lucern,Freiburg und Solothurn haben in Betreff der Grafschaft Neuenburg gebeten, man möchte sie im Besitz der-selben ruhig lassen, da dieselbe stark verschuldet sei, wenig eintrage und zudem schon lange Jahre mit ihnenin Burgrecht stehe. Darüber will man auf künftigen Tagen die Meinung der Obrigkeiten eröffnen, I. DerHerzog von Württemberg bittet abermals, die Orte, welche mit ihm noch nicht in Vereinung sind, möchtenderselben beitreten, da wir doch sehen, daß er Leib und Gut zu uns setze. Das sollen die Boten derbetreffenden Orte mit bester Empfehlung an ihre Obern bringen. K, Schwyz, Zug, Freiburg und Solothurnsollen auf den Sonntag Reminiscere (IL. März) ihre Boten zu Bern haben, um den Schindler der Worte wegendie er geredet, in unser aller Namen zu berechten. Ii. Einer aus dem Geschlecht Visconti ist vor vielenJahren an den Hof des Herzogs von Savoyen gezogen und hält sich da ehrlich und wohl. Dem wird nungedroht, weil er vor langen Jahren einmal dem König von Frankreich gedient hat. Jedes Ort soll dieSeinen anweisen, ihn in Ruhe zu lassen, da unsere Boten, die in Savoyen gewesen, von ihm rühmen, daßer nicht der „Ungeschickteste" an des Herzogs Hof sei und sich erbiete. Allen, die an ihn zu sprechen zu habenglauben, zu Recht zu stehen, wo er gesessen ist, was „vns bedunkt genug sin." i. Wer den zu Berngefangenen Präsidenten von Dijon „der Sinen halb erkonnen welle," der soll seine Botschaft auf Reminis-cere zu Bern haben. Ii.» Das Schreiben des Herzogs von Bourbon wird verlesen. Es lautet sehr freundlich;da aber darin nicht gesagt ist, der König wolle den vor Dijon abgeredeten Frieden annehmen und voll-strecken, sondern nur, mau möchte dessen Boten Geleit geben, um einen neuen Frieden zu besprechen, so hatman das in den Abschied genommen, um solches sowohl den Obrigkeiten als dem gemeinen Mann kund zugeben, damit „dester mer ruw vnd einikeit werd enthalten." I. Der Beute von Novara wegen wird denBoten von Freiburg „luter" gesagt, sie sollen die Summe von 6700 und etlichen Kronen auf den nächstenTag bringen, damit fernere Unruhe vermieden bleibe. Wenn darin weiterer Verzug stattfinde, so werdedann „mit Inen in der maß geredt, dz Inen nit gefallen würde." s»,. Des zu Lucern gefallenen Anzugsin Betreff der Pensionen wegen, wurden die Instructionen der Boten nicht einhellig erfunden. Deßhalbsoll jedermann daran sein, „dz die Ordinanz, so vor Jaren zu Baden vfgericht ist, ungehindert der erdachtenbybrieffen widerumb an die Hand genommen vnd vollstrekt werde," da man doch wahrnimmt, daß die meisteUnruhe, die in vielen Gemeinden vorhanden ist, aus dieser Ursache herfließt. Auf dem nächsten Tag sollman Antwort geben. »». Der Herzog von Savoyen hat uns über die Rüstungen des Königs von Frank-reich geschrieben. Im Delphinat sollen 800 Glene, in der Stadt Grenoble 6 Carthaunen, 12 „Faggunen",2 Schlangen und 12,000 Landsknechte liegen, 10,000 Fußknechte und 400 Glene habe der König gegen denKönig von England geschickt; in Burgund habe der Herzog von Bourbon 1200 Glene und 8000 Lands-knechte, die aber noch nicht versammelt seien. Der König von Frankreich habe den von Spanien um längernBeistand ersucht, dieser aber nicht zusagen wollen. Dabei werde geredet, der Kaiser und die Könige vonEngland und Spanien haben einander zugesagt, daß keiner ohne Wissen des andern mit dem König vonFrankreich Waffenstillstand oder Frieden schließen wolle. «. Der Herr von Meziöres hat wie früher gebeten,man möchte ihn entlassen. Es wird beschlossen, bis zum nächsten Tag soll er bleiben, dann wolle manweiter über sein Gesuch berathen, inzwischen sei ihm gestattet, einen Boten mit dem Ueberreuter von Zürichum Geld nach Hause zu schicken; auch möge er mit seiner Wache in die Kirche gehen, z». Nachdem Appenzellals ein Ort aufgenommen ist, setzen sich seine Boten „ungeordnet" vor die Botschaft des Abts von St. Gallen.