Januar 1514.
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Marti, Spitalmeister. Solothurn. Peter Hebolt; Hans Heinrich Winkelt. Schaffhausen. BurgermeisterBarter. Abt von St. Gallen. Hauptmann Bachofen. Stadt St. Gallen. Othinar Blum, Spital-meister. Appenzell. Der Ammann. Bünden. Martin Säger.
Der Herzog von Mailand hat seine Botschaft vor uns gehabt und vorerst freundlichen Dank gesagtfür das getreue Aufsehen und die bisher ihm erwiesenen vielfältigen Wohlthaten, dann bittet er: I. Manmöchte sich mit der Zahl der hineiugeseudeten 200 Knechte begnügen und ordnen, daß von denselben auchdas Schloß zu Cremona besetzt werde, da er zu dieser Zeit zu arm sei, um mehr Knechte zu besolden.2. Man möchte ihm für die 25,000 Kronen oder Dncateu, die er ans Mittefasten zu bezahlen hätte, bisSt. Johannestag im Sommer Ausschub geben; dann wolle er dieselben mit den andern 40,000 Kronenohne unsere Kosten laut der Vereinung ausrichten, so daß dann 65,000 Kronen mit einander bezahlt werden.Wenn wir inzwischen wieder zu Felde ziehen müßten, so wolle er jedoch dann die 25,000 Kronen sofortbezahlen. 3. Die Veuediger halten noch immer die zum Herzogthum gehörige Stadt Crema besetzt, wirmöchten daher dem Kaiser schreiben, daß er ihm gegen die Venediger, seine Feinde, helfe, diese Stadt zurHand zu bringen. 4. Die Irrung wegen der zu Bellenz geschlagenen Münze sei uns bekannt. Wenn wirselbe von ihm als Zahlung annehmen, so wolle er sie auch im Herzogthnm cursiren lassen, im gegentheili-gen Falle könne er es nicht thun. Diese vier Punkte werden zur Beantwortung auf dem nächsten Tag inden Abschied genommen. Weitere Anbringen der Botschaft, der Besoldung der Knechte im Schloß zu Mailandwegen und das Begehren, daß wir unsere Botschaft fortwährend beim Herzog lassen, werden sofort dahinbeantwortet, daß bezüglich der Besoldung der Herzog sich selbst mit den Hauptleuten und Knechten vertragenmöge; die Botschaft soll bei ihm bleiben und allweg verhüten, daß die Knechte etwas Ungeschicktes anfangen,ß». Auf frühern Tagen ist verordnet worden, daß wir unsere Botschaften nach Lauis senden sollen, umdie Appellationen und andere anhängige Sachet: zu erledigen. Das ist nun aber bisher noch nicht geschehen;nun vernimmt man allerlei über ungeschicktes Benehmen der Knechte, die in den Schlössern liegen, daß sieDächer abdecken und das Holzwerk verbrennen u. s. w. Daher sollen die Voten aller Orte auf MariaLichtmeß zu Bellenz seilt und von da nach Lanis, Luggarns und anderswohin gehen, die Schlösser besich-tigen, von den Vögten Rechnung abnehmen, die Appellationen und andere anhängige Händel erledigen,v Der von dem Herrn von Mezisres, welcher zu Zürich gefangen liegt, zur Abholung von Geld nachDijon geschickte Zürcher-Reitknecht Jörg Hedinger hat uns mündlich erzählt, was ihm zu sagen aufgetragenist, nämlich der Herzog von Bourbon und der Herr von La Tremouille erbieten sich gegen der Eidgenossen-schaft zu allem Guten und was sie zum Frieden helfen können, werden sie gern thun, an Geld fehle esnicht, aber von Abtretung der Grafschaft Asti wolle der König nichts hören. Wenn man über den Friedenredeit wolle, so soll man dein Präsidenten und dem Grüyer ein Geleit nach Dijon schicket: und eine Fristansetzen, innert welcher sie die Befehle des Königs einholen können, auch zwei Rathsboten bis nach Neuen-burg schicken, um sie innert der Eidgenossenschaft begleiten zu lassen, alles in des Königs Kostet:. Wirsollen uns auch in solchem Frieden verschreiben, daß, falls der König mit dem Kaiser und andern seinerGegner nicht zum Frieden komme:: möchte, wir diesen gegei: ihn nicht Hülfe leiste:: wollen. Wenn wir aberzun: Friede,: mit dem König nicht geneigt seien, so werde derselbe sich dermaßen versehen, daß er sich unsererwohl erwehre,: möge. Wir sollen auch unsere Kanfleute warnen, dem: sie werden fortan nicht mehr sichersein, sondern als Feinde behandelt werden. Solches uns zu sagci: habe Jörg Hedinger bei der Büchse,die er trug, geloben müssen. Weiter hat er uns gesagt, er habe gesehen, wie Dijon in Vertheidigungsstand