December 1513.
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Mit der päpstlicheil Botschaft über diesen Gegenstand geredet werden. Ans die täglich einlaufenden War-nungen hat der Herzog mit uns zu Händen unserer Obern geredet und wir haben gefunden, daß die Pässegegen dein Delfinat, es sei in dem Land des Markgrafeil von Montferrat oder dem des Herzogs von Savopendurch etwa 2000 Knechte besetzt werden sollten. Da aber der mailändische Staat so ganz an Geld entblößtund nun sofort die vierte Zahlung zu leisten ist, ferner 500 Gläne gerüstet hat, denen er den Sold fürihre Ausrüstung zum Voraus geben mußte, so muß auf dessen Erleichterung Bedacht genommen werden.Man findet daher, es soll den Fürsten von Savopen und Saluzzo, die in diesen Kriegen noch nichts gelitten,die Verpflegung der genannten Knechte, dem Herzog von Mailand dagegen die Besoldung von 1 Gl. Monats-sold für Jeden auferlegt werden. «». Nachdem wir Boten lange Zeit in diesem Land gewesen und demHerzog große Kosten verursacht haben, bedünkt uns unsere fernere Anwesenheit unnöthig, in Betracht, daßalle Sachen, um derenwilleu wir anher gesendet wurden, genugsam mit dem Herzog erörtert und auch fürund für an unsere Herreil gelangt sind. Daher haben wir uns vereint, zwei von uns, nämlich Vogt Flecklivon Schwpz und Burgermeister Falk von Freiburg in unser aller Namen hier beim Herzog zu lassen, damit^ Ulis alles Acht haben und alles, was an sie gelangt, beförderlich an unsere Herreil berichten. Die übrigenBoten kehreil heim, um auf den; nächsten Tag zu Zürich über ihre Seildung zu berichten, z». Weiterweiß jeder Bote, daß „vff hüt frytag nach sant Andreastag (3. December), als wir des Willens waren^u verriteil," der Herzog uns noch Boten gesendet lind mit großen, Ernst hat vorhalten lassen, es kommenHu, stets Warnungen zu, der König wolle den Frieden von Dijon nicht halten und rüste sich zu einemneuen Einfall in Italien, und wiewohl er mit Gottes und der Eidgenossen Hülfe einen solchen Einfall abwehren zu^Mien glaube, so werde doch dieses Kosten verursachen, die er und seine Landschaft ohne Beistand anderer Fürstennnd Herren auf die Dauer nicht werden ertragen können. Nun sei er berichtet, daß der Kaiser und die Könige"°n England und Spanien Anträge, die auf Erhaltung des Herzogthums Mailand zielen, an die Eidgenossenbringen werden, welche er sehr zu berücksichtigen und nicht sofort auszuschlagen bitte, sonst möchten jene Fürstendickst sich mit den Franzosen vereinigen und die ganze Last des Krieges auf den Herzog und die Eidgenossenfallen. Dieses Anbringen des Herzogs haben mir auch zum Bericht an unsere Obern in den Abschied genommen.
Sowohl das Jahres- als auch das Monatsdatum fehlt, läßt sich aber bestimmen. St. Elisabeth (I,) fällt imJahr 1513 auf einen Samstag, die Abreist, Freitag nach Andree, von welcher der Abschied, als gleichsam derSchlußrapport der Boten nach i» zu datiren ist, auf den 3. December.
ST»
Solothlirn. t 5. December (Mentag vor Nicolai).
Staatsarchiv Liiccr»: Allgemeine Abschiede, Ii. - 288. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, o. 4l. Archiv Solothnr».
Tag der vier Städte Bern, Lucern, Freiburg und Solothurn.
Das Begehren der eigenen Leute von Lacüte, mau möchte ihnen Freiung und Lösnng gönnen,wird abgewiesen, da man mehrere Unruhe und Ungehorsam zu vermeiden trachten müsse. I». Das Begehrenbes Herzogs von Lothringen, angebracht durch den Grafeil von Valendis, um eine Vereinung mit uns, läßtWan „in ansechen diser löuffen" zur Zeit „vngeäfert." «. Des Herrn von Vergier will man eingedenk sein,wenn der König von Frankreich die Zahlung leistet. «I. Das Kornmaß zu Neuenburg läßt mau des ge-weinen Mannes und Nutzens wegen wie von Alterher bleiben, v. Ii, Betreff des Wuchers mit Wem und