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October 1513.
Fluh als einen „betrogenen bösen Menschen" kennen, so haben wir an päpstliche Heiligkeit geschrieben, hemöchte ihm auf seine Vorgaben keinen Glauben schenken; man werde bei unfern Obern nähere Nachfragehalten und darauf gedachten Jörgs Practiken weiter einberichten. Auf dem nächsten Tag soll man auch demCardinal darüber schreiben, v. Der Herzog von Mailand begehrt, man möchte ihm für die letzte Zahlungein Jahr Aufschub gebe,?, er wolle sie zu 5 von 100 verzinsen. Da man keine Vollmacht hatte, dagegendie Boten zu Mailand über das und Anderes mit dem Herzog zu verhandeln Auftrag haben, so fällt dasBegehren zum Bericht in den Abschied, il'. Der Vogt im Nheinthal hat angebracht, erstlich, daß dasSchloß gebaut werden sollte, so daß ein Vogt anständige Wohnung und Lokal für die Gefangenen undAnderes hätte; zweitens, daß die Brücke über den Rhein bei Nheineck auch wieder hergestellt werden sollte-Die von Rheineck anerbieten sich nun, beide Bauten innert vier Jahren herzustellen unter der Bedingung,daß man ihnen mittlerweile die Einnahmen vom Zoll und von der Fähre überlasse; nachher wollen sie um denZoll jährlich 100 Gl. mehr geben, als er bisher ertragen habe, und diese Summe an die Baukosten abgehenlassen. Da man das Schloß uothwendig bauen oder ausbessern lassen muß, so soll dieser Antrag bis zumnächsten Tag mit Empfehlung heimgebracht werden. K-. Der Vogt von Sargans bringt an, HauptmannNußbaumer verlange Geleit und anerbiete sich Jedem zu Recht, der Ansprachen an ihn geltend machen' wolle. Ib. Der Herzog von Württemberg hat abermals seine Votschaft bei uns gehabt und nochmals vonden vier Orten, welche die Erneuerung der Vereinung noch nicht zugesagt, Autwort begehrt. Da aber diesewegen Kürze der Zeit ihre Gemeinden noch nicht versammeln konnten, so sollen sie die Sache so beförderlichals möglich an ihre Geineinden bringen und sind gebeten, sich von nns nicht zu söndern, da doch die Ver-einung nichts enthält, was nicht ein Christenmeusch dem andern sonst schuldig ist. i. Von den Artikel»,die der Herzog von Mailand mit den Franzosen im Schloß in Beredung hat, wird jeden? Boten eine Abschristgegeben. Was wir darauf unfern Boten zu Mailand geschrieben, weiß Jeder. Ii.. Das Geld vom Papstwird so vertheilt, daß jeder Knecht 6>/s Dickpfennige erhält. Caspar Göldli, Hauptmann von Zürich, erhältauf 500 Knechte 1278 Gl. 1 Dickpfennig. Dazu geben ihm unsere Eidgenossen von Zürich noch 100 Gl-Daraus sollen dann die Ihrigen, die weitere Ansprachen haben, befriedigt werden. Dem Caspar Göldli»werden für seine verrechneten Auslagen noch weitere 40 Gl. zugelegt. I. Die kaiserliche Botschaft begehrtAntwort auf ihr voriges Anbringen, daß wir Eidgenossen mit dem Papst, Kaiser und den Königen vo»England und Spanien in ein engeres Bündniß treten möchten, und bemerkt zu den vor Dijon gemachte»Abreden, der Kaiser habe Rechte auf das Herzogthum Burgund, man möchte den Reden der Franzosen überangebliche Ansprüche ihres Königs auf dieses Herzogthnm keinen Glauben beimessen, sondern die Sache lasse»,wie sie früher auf Tagen angesehen und auch vor Dijon abgeredet sei; falls es nicht genugsam vorgesehe»wäre, so möchte man es jetzt noch thun. Ferner möchten wir 10,000 Knechte für den Kaiser bereit halte»,so daß sie aufbrechen können, sobald der Kaiser das Geld schicke. Hierauf wurde nach Eröffnung derInstructionen der Orte geantwortet: Da wir mit dem Papst ein Bündniß haben und mit dem Kaiser in einigerVereinung stehen, so sei ein weiteres Bündniß uns weder uothwendig noch gelegen; das Begehren der10,000 Knechte wolle man an die Obrigkeiten bringen, die auf den nächsten Tag antworten werde»-Auch haben wir das Kriegslaufen verboten, die Orte welche es noch nicht gethan, sollen es beförderlich thu»-i»». Jeder Bote weiß, was der König von Frankreich des Geleits wegen geschrieben und wie man seinerVotschaft darauf ein anderes Geleit gegeben hat. Man hat deßhalb einen andern Tag nach Zürich geseistauf St. Othmarstag (10. November). Und da des Friedens wegen seltsame Gerüchte gehen, als ob der