Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
732
Einzelbild herunterladen
 

732

August 1513.

in aller Orte Namen auf nächsten Sonntag (7. August) ihre Boten des Ambrosius Eigen wegen zu St. Gallenhaben undan Im nütz sparen, damit man die warheit von Im bringe." Man soll die Meinungheimbringen, daß um Friedens und Nuhe willen die 16,000 Gl., welche kaiserliche Majestät gegeben hat, aufdie 16,000 Knechte, die jetzt ausgezogen sind, vertheilt werden sollten. «. Zürich und Uri sollen eilendsBoten zum Herzog von Mailand schicken, um die Bezahlung in Empfang zu nehmen; auch sollen diese mitdem Herzog reden, daß er das in der Schlacht (von Novara) eroberte Geschütz an einen sicherern Ort alsMailand oder Novara, am besten nach Como, bringen lasse. Solothurn solldes Tschettcnlers SafotzHandlung nachfragen" und daraufmit Im handeln."

m, i>, «, i> sehen im Lucerner Abschied. I», «, in, «, z, fehlen im Schwyzer Exemplar. I», «, mpfehlen im Berner Exemplar.

SIS

Zürich. 4 64 S, 12. August (Freitag nach i,ani-ont,i0.

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 16.2 27;». Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, 5>. 487. 4j»3.

Archive Freiburg, Solothurn, Schaafhausen.

Bezüglich der nicht aufgebotenen Knechte aus allen Orten, die sich dem Heerzug nach Frankreichangeschlossen haben, bleibt es bei dem jüngst gefaßten Beschluß, daß man keine Freifahnen oderblutharsch"habeu wolle, sondern daß Jedermann unter seiner Herren Zeichen ziehen und das zu thun schwören soll.I». Ueber den Span, den Schultheiß Tainmann von Lucern und seine Streitgenossen, die Erben des NiclausHasfurter sel. mit Einigen aus den Aemteru im Argau haben, sollen auf den nächsten Tag zu Lucern dieBoten der VI Orte Vollmacht zu handeln erhalten. «. Ammann Schwarzmurer von Zug ist vor unserschienen und hat sich auf die Artikel, welche Ambrosius Eigen von St. Gallen gegen ihn vorgebracht,vollständig gerechtfertigt, wie er das scholl vor der Gemeinde zu Zug gethan hat. «I. Jeder Bote kenntdas Begehreil des kaiserlichen Boten Wilhelm von Neichenbach, wir möchten, wenn wir in das Feld kommen,ihn und andere Näthe des Kaisers in unfern Rath nehmen und mit ihnen getreulich berathen, was kaiser-licher Majestät und der Eidgenossenschaft zu Lob und Ehre diene. Da sich dieses von selbst zu verstehenscheint, so soll jedes Ort mit den Seinen reden, daß man sich, wenn die Kaiserlichen zu uns stoßen, mitihnen freundlich und wohl halte, wie man hofft, daß sie ihrerseits von kaiserlicher Majestät sich auch gegendie Unfern zu halten befehligt seien. «. Abermals hat man sich beratheil, ob man unter den Pannernoder Venlinen in's Feld zieheil wolle und da hat sich erfunden, daß der Mehrtheil der Orte, nämlich Zürich,Bern, Lucern, Freiburg lind Schaffhallseil mit den Pannern zieheil, Basel thun will was die Mehrheit lind derBote von Solothurn erachtet, die Seinigen werden ebenfalls mit dem Panner ziehen. Daraus ist erkannt, dieOrte, die mit dem Venliu ziehen wollen zu ersucheil, daß sie sich nicht söndern, sondern auch mit den Pannernziehen. Ob man aber mit Panner oder Venliu ausziehe, soll doch jedes Ort dem Hauptmann und denRegenten, die es in's Feld schickt, Vollmacht gebenob st) eins erlichen guten fridens bekommen möchten,das sp dann darum zu handeln gewalt haben." I'. Mail ist übereingekommen, daß man die 16,000 Gl-,die zu Zürich liegen, auf die 8000 Knechte, die jüngst in Mailand gewesen sind, vertheilen wolle. K. Bezüg-lich der Beute, die nach Uri und Freiburg gekommen sein soll, ist beschlossen, daß dieselbe denen, die in derSchlacht geweseil sind, zukommen soll. Derjenige, der das Geld nach Freiburg gebracht hat, sagt aus, es