728
Juli 1513.
AKT
Aneern. 4313, 21. Juli (Donstag vor Marie Magdalcne Abend).
Staatsarchiv Lucern.
Spruchbrief der Boten der eilf Orte Zürich, Bern, Uri, Schivpz, Unterwalden, Zug, Glarus, Basel,Freiburg, Solothuru und Schaffhausen zwischen der Stadt Luceru und den aufständischen Städten undAemtern ihres Gebiets:
„Wir gemeiner Eydtgnosschafft von Stetten vnd Lendern der Einliff Orte Rath vnd Sandtpotten, nämlichvon Zürich Mathis Wiß, alt Burgrmeister, Jacob Grebell, Jacob Holzhalm vnd Hainrich Rubli; von Bern Barth-lime Steiger vnd Benedict Brunner, von Vri Walther im Hof, Altammann, Heinrich Zebnet, Schwiz HeinrichRedig, Marti Gössi, Marti an der Matt, von Vnderwalden s ob dem Wald Walther Vonflu vnd Heinrich Zuu-Hofen, bed Amman, von Vnderwalden nid dem Wald Merchi Zelger, Altamman, Hans Krez, Altamman, Heinricham Stein vnd Vli ^ von Wil, von Zug Heinrich Hasler, Heinrich Schönbrunner, Heinrich Ollegger, vnd Vlmanam Rein, von Glans Hans Altman, von Basel Achatius Holtzach, Jacob Meyer ^ vnd Hans Bratteler, vonFryburg Hans Stoß, von Sollenturn Peter Hebel ^ ; von Schaffhusen Hans Geyer, — alle von vnsern Herrenvnd Obern zu disen nachgeschribnen ^ fachen verordnet, Thund kund allermenglichem vnd bekennent offenlich usitdisem brieffe, als dann sich spenn vnd mißhell erhept Hand zwischen den fromen fürsichtigen s wisen Schultheißen,Klein vnd großen Ratten vnd gemeinen bürgeren der Statt Lucern, vnsern guten fründen vnd getrüwen liebenEidgnossen eins teils vnd den frommen ^ ersamen, gmeinen landsessen vnd inwonern aller emptern vnd Stettenden iezgemelten von Lucern, vnsern eidtgnosscn, zu gehörende, anderes teils, wie hernach volget, harlangende ^ vnberwachsen. Des ersten so haben sich dieselben empter alle gmeinlich erclagt, wie ein Zit daher vnd JelengeuJemer Ire Herren vnd Obern mit Fürsten vnd Herren ^ durch Guts, Gelts vnd eignen nuzes willen, puntnusvnd vereinung dahar komen, das man denselben hilfflich sin vnd zu Zitten kriegen, müssent sy die Iren dahi^schicken ^ das sy vmb Jr fründe vnd ander lüt komen, Sollichs Inen gar schwer vnd mißfellig, noch witer erlidenmögen, begerent also söllich puntnus, einungen vnd daby die Pensionen ^ vnd den eignen nuz, darumb söllichpuntnussen vnd cinungen gemacht werden, abzestellen, damit mcnklich dester rüwiger werde. Söllichen artikrivnd beschwerd ze ^ gültigen, abzustellen vnd hin zcthund, haben vermelte vnsere lieben Eidgnossen, Schultheiß,Natt vnd alle burger gemeinlich, einhelligklich vnd gutwilligklich vff sich genomen vnd ^ das mit geschwornen eide»bevestnet vnd verschworen, fürhin ewenklich söllicher sunderer Personen Pensionen, mieten, gaben vnd eignen nuzesvnd der Vereinungen oder punt- s nussen, so harvs entspringen, sich zu müßigen, lut einer ordnung vnd geschrifff'so vnser lieben eidtgnossen von Bern ouch vff sich genomen. Wöllent ouch dem gestrax an all vszüg, ^ fünd vndarglist nachkomen by der pen, so in söllicher Ordnung begriffen vnd angesehen ist vnd solle söllich Ordnungallwegen zu zweyen Jaren in der Statt vnd in empteren I ernüwert vnd gcsworen werden, ouch söllichordnung niemer zerbrechen, noch endern one der gemelten emptern vnd stetten gemeinlich guten gunst, wffsi"vnd willen. ^ Zum andern als sy, die gemeinen ämptcr, an vcrmelt vnser lieb Eidtgnossen von Lucern bcge^haben, Sy by Iren alten harkommen vnd gercchtigkeit zeblibcn lassen, ouch Inen dhein ander ^ nttw vffsez undbeswerden vffzeleggen, haben sich abermals gemelte vnsre lieben Eidgnossen von Luccrn gutwillig erpotten underlüttert, sy by dem lassen ze bliben, wie sy von alterhar s an sy komen, vnd Inen nüt anders vffsezen, da»uallein das von Inen zu begcren, darum man gwarsami hat; ob aber Inen vtzit nüws bishar vffgesezt, sol hi"vnd ab syn. Vnd ob cinich ^ ampt vermeint, Jendcrt an mangel vnd beschwert haben, die mögent Jr potschustfür Jr Herren von Lucern thun, sollent vnd wöllent sy Jnen'Jr gewarsami zeigen vnd j nit verhalten, solchemaß daß sy des glimpf vnd fug haben. Zum dritten als sy etlich Nordrung gethan haben, Jr kostens