Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
726
Einzelbild herunterladen
 

726

Juli 1513.

den Hauptleuten, Vennern, Rathen und der Gemeinde ab diesem Tage geschrieben worden, sie sollen dieseUnruhe stillen und wenn Jemand wäre, der weiter solche anfinge, dieselben strafeil und sofort heimschicken.Möchten sie dieselben nicht strafen, so sollen sie sie heimschicken, damit sie hier gestraft werden. I». Aufdas Anbringen wegen Luggarus,dz die noch nit in (Eid?) genom sind", soll man auf dem Tag zu LucernAntwort geben, wie man sich in die Sache schicken wolle. « . Auf die Entschuldigung des kaiserlichen Botenvr. Storch wegen seiner und anderer Räthe Sänmniß und Abhaltungsgrttnde soll man zu Lucern berathen,ob man ihnen weiter Tag setzen wolle.

5IV.

Lueern. 1515, 20. Juki (Mittwoch vor N-uis

Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Vl. 85. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, X. 477.

Als denn in unser Eydtgnoschaft diser zit groß Vnruw vud mißhell sich erhept hat, die mers teilsdahar lauget, das bishar in allen orten sunderig Personen Iren eigen nutz mer dann den gemeinen betrafund etlich ort sölichen eignen nutz, Pensionen vnd anderes, künftig Mich Jrung vnd zwytracht abzustellen ver-sechen vnd verschworen haben, sol jeder pot an sin herreu vnd obern bringen, ob man sölichs gemeinlichvud allenthalben in vnser Eydgnoschaft fürkomen welle vnd darumb sol man zu nechst haltenden tageil, ivogemein Eydgnossen zusammen komm, antwurt geben."

511

Zürich. 1515, 20. Juki (Mittwoch vor Marie Magdalme).

Staatsarchiv Lnccrn: Allgemeine Abschiede, K.2 272. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, X. 483. 48!».

Staatsarchiv Zürich. Archive Schwyz, Areiburg, Schaffhausen.

Boten: Zürich. Burgermeister Nöist; I. Jacob Meiß; I. Gerold Meyer; M. Winkler; Hallptman»Engelhard. Bern. vr. Thüring Fricker; I. Hans von Erlach. Lucern. Vogt Marti; Haus HeinrichChristen. Uri. Heinrich Jmhof. Schwyz. Meinrad Stadler; Vogt Martin Gössi. Nnterwaldeu.Hans Frunz. Zug. Vogt Huter. Glarus. Pannerherr Stucki. Basel. Zunftmeister Trutmaun; Jac^Meyer. Freiburg. Hans Stoß, Burgermeister. Solothurn. Peter Hebolt. Schaffhauseu. Bürgelmeister Varter. Abt von St. Gallen. Ludwig von Helmstorf. Stadt St. Gallen. BurgerineiMVoiuviler. Appenzell. Ammann Am Eggeli.

i». Der Bote von Solothurn hat angebracht, derTschettenler" (Chütelard) sei aus Savoyen ilach Soia^thurn gekommen und daselbst gefangen gelegt worden. Nun finde sich aber Niemand, der gegeil ihn klageuoder ihn berechten wolle. Solothurn möchte nun wisseil, was mit dein Gefangenen geschehen soll. Das lMmail in den Abschied genommen, lim auf dem nächsten Tag Antwort zu geben. Mittlerweile soll der Tschettenicrgefangen bleiben. Zs. Dieser Tag ist angesetzt, lim einen Zug in des Königs von Frankreich Gebiet zubesprechen. Es erfindet sich aber, daß nicht alle Boten Vollmacht dazu hatten. Darauf ist der kaiserlicheBote, Herr Wilhelm von Neichenbach, Doctor lind Ritter, vor uns erschienen und hat eröffnet, er hakedeil vorhergehenden Abschieden ilach die 10,000 Gulden hier zu Zürich, der reisige Zug und das Feldgeschütz