Juni 1513.
719
sich daruf vnderredt, dz jeder bott solle fölichs heimbringen und vff dein nechsten Tag ze Baden antwnrtgeben wz iil den dingen zn handeln sye, Hand onch damit k. Mt. geschriben, das sy den botten gemalt gebe,i" den dingen onch zu handeln vnd vff demselben tag ze Baden antwnrt geben." Da der Graf vonLuggarus begehrt hat, man möchte ihm nach Inhalt des von den Boten zu Baden ihm gegebenen BriefesLuino und Trevaglia'lassen, erkläreil Lucern, Uri, Nnterwalden ilid dem Wald, Zug und Solothurn, siehaben ihre Einwilligung zu jeuein Beschluß nicht gegeben. Die Herrschaft ist dem Grafen zuerkannt mordenweil er durch Brief und Siegel genugsam erwies, daß jene Dörfer niemals zn Luggarus gehört habeil.Nichtsdestomiuder soll man heimbringeil und auf nächstem Tag antworten, ob man dem Grafen dieselbenlassen wolle oder ,licht. Der Graf bietet den Orten, die selbe ihm ,licht lasseil wollen, Recht auf die übrigen^te. «». Der Bote von Uri legt den Zolltarif für den Platifer Zoll vor, nämlich: von einem MenschenI Haller,'voll einem fetten Hengst 3 Angster, von einem fetteil Ochsen 2 Angster, von einem Reitpferd1 Angster von etilem geladenen Saumroß 1 Angster, von 5 Stück Schafen, Ziegen oder Schweinen 1 Angster.Diesen Tarif läßt man sich gefallen, doch vorbehalten die eidgenössischen Boten und Kriegslente unter unfernoffenen Fahnen;'Kriegsknechte, die ohne unsere Erlaubniß dort durchziehen, sollen dagegen zollen wie andere.Uri soll auf nächsten Tag Antwort geben, ob es diese Vorbehalte annimmt, z». Der Span zwischen Uriund Schwyz wird abermals zu bedenken genommen bis zum nächsteil Tag zu Baden. «K. Mit Ausnahmeu°n Lucern Uri, Zug und Freiburg sind alle Orte einig, den Grafeil von Thierstein ihre Schlösser zurück-zugeben. Die genannten Orte werden eingeladen, sich noch auf diesen Tag schriftlich zu erklären. ,. Vondein Vogt zu Rheineck konnte keine Rechnung abgenommen werdeil, weil er die Bußen noch nicht bezogenu»d was ihm sonst eingegangen war, den Leuten im Nheinthal gelieheil hatte. «. Alls das Schreiben derUnfern im Feld wird ein Tag nach Baden angesetzt auf Montag nach Vitt (20. Juni). Inzwischen soll'"an eogg Mann in Bereitschaft halten, um, falls die Unfern der Hülfe bedürften, schon vor dein Tag'h"en sofort zuziehen zu können. Den Boten auf den angesetzten Tag soll man Vollmacht geben, eineil^>g zu beschließen nach ihrem Gutdünken. Die Vertheilung ist folgende: Zürich 000 Mann, Bern 000,Lucern 350 Uri 300, Schwyz 300, Nnterwalden 200, Zug 200, Glarus 250, Basel 300, Schaffhausen 200,Übt St. Gallen 150,' Stadt St. Gallen 50, Appenzell 200, Thurgan 250, Baden 60, Bremgarten 30,Mellingen k, Sargans 60, Argau 60, Nheinthal 60, Rappers,vpl 20, Bünden 600, Wallis 600, Bischof"°n Co.lstanz 50. t. Baden bittet unter Vorweisung seiner Briese, es bei seinem Zoll bleiben zu lassen.Das will man heimbringen. ,1. Der Untervogt zu Baden bringt an, als er an die Untervogtei gekommen,Hube man ihm auch das Schreiberamt zugesagt. Darüber will man auch auf dein nächsten Tag zu Badensich weiter erklären, v. Rechnung: Jedes Ort erhält vom Vogt zn Baden 10 Pfund, aus den Büchsenvon Bremgarten 7 Pfund 12 ß., Mellingen 20 Pfund 4 ß., Koblenz 4 Gl., 16 Batzen für 1 Gl., Zurzacht Pfund 6 ß., Klingnau 2 Pfund 2 ß., von Dießenhofen 9 Gl. 1 Dickplaph., von der Grafschaft Thurgan't Gl., ig Batzen für 1 Gl., vom Landgericht im Thurgan 15 Gl. 2 Dickplaphart, vom Vogt in Sargans^9 Pfund Hl.; dazu schuldet er jedem Ort noch 40 Pfund, die er auf St. Martinstag bezahlen soll; vom^°gt im Argau 40 Pfund Hl., voll Schnidershof 20 Gl., halb iil Goldwährung, halb 16 Batzen fürb Gl., voil des Jmstad Hof 3 Gl. 2 Batzen, voll der Büchse der Stadt Baden 15 Kronen 21 Dickplapharte29 Constanzer Batzen 24 Pfund Badener Münze, von der Büchse bei den Bädern 4 ß.; ans dem Ertragber Büchse von Birmenstorf haben die Boten bezahlt was sie schuldig waren. ^ Die Aeinter im Argau^ugen, sie habeil auf Zürichs Befehl 3 Monate lang 5 Mann vor Lauis gehabt. Darauf wird mit den