Druckschrift 
3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
720
Einzelbild herunterladen
 

720

Juni' 1513.

Boten von Zürich geredet, seine Herren möchten diese Knechte um ihre Kosten abtragen oder vor die Botender übrigen Orte zu Recht kommen, x. Fritz Jacob von Anwyl bringt einen Anstand des Bischofs vonConstanz gegen unfern Landvogt im Thurgan, der Appellation wegen zur Sprache. Derselbe wird auf dennächsten Tag zu Baden verwiesen. Auf Begehren Mellingens soll Zürich mit vr. Peter Holzrütinerreden, daß er sein Haus zu Mellingen ausbaue oder es der Stadt übergebe, damit es weiter gebaut werde.

Wenn man künftig einem Vogt von Badenabkünt", will man für dessen Zehrung nicht mehr als10 Pfund Haller geben.

?>, K, I» fehlen im Berner Abschied, v, x, ^ fehlen im Lucerner Abschied.

Bade It. i > l21. Jttlll tZmswg vor lloUAwis vaptislö).

Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 2 2tt6. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, VI. 76. Staatsarchiv Bern: AllgemeineEidgenössische Abschiede, 4A3. Archive Freiburg, Solothurn, Schaffhausen.

ü. Die eidgenössischen Hauptleute in Italien haben auf diesen Tag geschrieben,das sich in der Schlachtbr> 500 vnser Eidgnossen knechten zu Nawera in der Statt verschlagen vnd an andern orten verhindert.Dieses Schreiben soll man heimbringen und allenthalben solche, die ohne Paßport von ihren Hauptleute»oder unverwundet nach Hause kommen, gefangen setzen und nach ihrem Verdienen strafen. ?». Albrechtvon Stein von Bern bringt an, es gehe die Rede, die er zu Lucern vernommen, er sei von dem Zug >»Mailand flüchtig geworden. Die Rede sei unwahr und gehe ihm an seine Ehre, denn er sei persönlichder Schlacht gewesen und von den Hauptleuten beauftragt worden, die Ordnung zu machen, habe sich a»chda als redlicher Eidgenosse gehalten. Weiter werde über ihn geredet, er habe den Franzosen etliche Pfer^verkauft. Auch dieses sei unwahr, denn er habe seine beiden Pferde in der Schlacht verloren und der sMhabe ihn über 160 Gulden gekostet. Die Ursache, warum er herausgekommen, sei die: Man habe ihm »achder Schlacht gesagt, seine Hausfrau, die er kürzlich geheirathet, sei todt und deßhalb sei er mit Bewilligtder Hauptleute, deren Briefe und Paßport er habe, heimgeritten. Er begehrt von den Boten von Lucer»/daß sie seine Verantwortung ihren Herren und Obern heimbringen und sie bitten möchten, den Urheberder Rede nachzuspüren, er werde sie dann zu Lucern darum belangen. Das haben die Boten von Luce'»zugesagt mit dem Beifügen, daß ihre Herren solches von ihm nicht glauben. «?. Jacob Stapfer von»^schreibt auf diesen Tag, es werde von ihm geredet, er sei beim König von Frankreich gewesen. Solchesei nicht wahr, er sei zu Rom gewesen, um eine Wallfahrt, die er verheißen, zu thun. Derselbe Stap!^begehrt auch, die Eidgenossen möchten ihn in seiner Angelegenheit für empfohlen halten, in Ansehung, ^auch er der Eidgenossenschaft an manchem Ort treu'gedient habe. «Z. Den Herren von Thiersteingeantwortet, man sei jetzt ihrer Sache wegen nicht einmüthig, sobald aber dieseltsamen löuff" vorüberwerden mir in der Sache handeln nach unser aller Lob und Ehre; man begehre ihnen nichts zu uehnuMsondern ihnenfrüntlich vnd erlich in den dingen ze begegnen." <-» Eine Botschaft von Biel bringt an,es sei Biel seines Begehrens der Reisekosten wegen noch keine Antwort zugekommen und doch habe ^allezeit Leib und Gut zu uns gesetzt und wolle es noch thun. Das will man heimbringen.

Herren von Thierstein haben weiter an uns gebracht, es gehen große Kosten aus die Schlösser, uia»möchte ihren Vogt da lassen, der ihnen und uns schwören soll. Das will man heimbringen. Dabei