März 1513. 691
Reding. Unterwalden. — Zug. Schreiber Koli. Glarus. Ludwig Tschudi. Basel, vi-. Grieb.Freiburg. Hans Techterinann. Solothuru. Veuuer Stölli. Schaffhauseu. Burgermeister Trüllerey.Abt von St. Galleu. vr. Winkler. Stadt St. Gallen. Zunftmeister Giger. Appenzell. AmmannSuter.
Dieser Tag ist laut Verabredung der Boten, die bei päpstlicher Heiligkeit waren, angesetzt und wegendes Breve das der Papst herausgeschickt, des Inhalts, daß er aus der Behauptung beharre, den Knechten,dle vor Jahren in seinem Dienst gewesen, nichts schuldig zu sein. Da aber päpstliche Heiligkeit nun „vonZit gescheiden" ist haben die Boten dieses Tages diese Angelegenheit zu fernerer Berathung in den Ab-schied genominen I». Die kaiserlichen Näthe, Christoph Schenk zu Limpurg, Vogt zu Nellenburg, Ulrich vonHabsperg Ritter Vogt der vier Waldstädte am Rhein, und Johann Storch habeil etliche Anliegen eröffnet,die dem Kaiser und dem Reiche begegnen: 1. Sie haben im Namen des Kaisers 6000 Mann unter unfernZeichen allf St Georgentag nächsthin in seinen Sold begehrt; der Kaiser würde auch deren mehrere annehmen,wenn sich ' eige daß die Knechte Lust haben, in seinen Dienst zu treten. 2. Herr Johann Storch habeBefehl gehabt auf den letzten Tag gemeiner Eidgenossen nach Lucern zu reiten und etwas anzubringen, sei«der durch Krankheit verhindert worden und habe seinen Auftrag schriftlich allsgerichtet, welche Schrift er hieiniterneuert haben wolle und worauf er Antwort begehre. Der Kürze der Zeit wegeil war aber die Antwortnoch nicht bereit. 3. Die kaiserliche Botschaft habe Nachricht von etlichen „geschwindeil Praktikeil", welchen°n französisch Gesinnten und Andern im Herzogthum Mailand gegeil den eingesetzten Herzog geübt werden,um ihn wieder zu vertreiben, wehhalb die Eidgenossen zu getreuem Aufseheil ermahnt werdeil. Das wollenwir walten lassen 4 Mail möchte der französischen Gesandtschaft, welche unter dem Vorgeben, daß sie,lichtSegen den hl Stuhl noch das römische Reich geführt werden sollen, von uns Knechte begehre, keinenGlaube.l schenken noch ihr Knechte anzunehmen bewilligen. Da die Boten dieses Tages auf solches keineInstruction hatten so wird auf den Sonntag Quasimodogeniti nächsthin (3. April) wieder ein Tag nachZürich gesetzt um Antwort zu geben, e. Das Schreiben der Cardinäle wird verlesen. Da jedes Ort einähnliches bekommen wird so will man selbes erwarten und auf den obbestimmten Tag darauf antworten.
Heimbringen ob man gestatten wolle, daß Edle und Andere, die im Thurgau sitzen, voll dem Abt vonSt. Gallen zu Dienern angenommeil werden und einen besondern Eid schwören. < . Ebenso die Klage derarmen Leute welche voll einigen Juden auf das geistliche Gericht zu Constanz citirt werden und dadurch'n Schaden kommen Dem Bischof wird geschriebeil, er soll das geistliche Verfahreil einstellen, bis wir unsüber die Beschwerden berathell haben, t. Da man die kaiserlichen Räthe anfragte, gegen weil die vonihnen verlangten Knechte geführt werden sollen, antworteten sie, sie haben darüber keine Instruction, erachtenaber gegen solche die kaiserlicher Majestät und dein hl. Reich widerwärtig sein wollten, vielleicht gegen denKönig voil Frankreich. Sie wollen aber an kaiserliche Majestät schreiben, damit dieselbe ihre Antwort anZürich zn Händen gemeiner Eidgenossen gelangen lasse. K. Da mit den kaiserlichen Rächen in Betreff
unfern Eidgenossen voll Basel und Schaffhausen und dem Abt und der Stadt von St. Gallen zuge- .kvmmene.i Mandate geredet wurde, so haben sie gesagt, sie wissen davon nichts, wollen aber kaiserlicherMajestät darüber schreiben und hoffen, es werde gute Antwort folgen. I». Heimbringeil die Bitte des Stadt-schreibers voll Napperswyl wegen seinem im Rechtshandel zwischen den siebeil Orten und dem Abt vonSt. Gallen verdienteil Liedlohn. i. Was der Spanier wegen, die noch im Herzogthum Mailand da und dortUegen, geredet wordeil ist, weih jeder Bote. k. Der Handel des Geldes wegen, das die von Schwyz den