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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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679
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Januar 1513. 979

Capitel noch nicht besiegelt haben, nwchten es thun und dieselben treulich halten, wie auch der Herzog zuthun verheiße. «I. Uri berichtet, nach dem Abzug der Franzosen aus Domo habe es in der Landschaftdaselbst einige Söldner gedungen, dieselben verlangen nun unter Ausweis über ihren Dienst den Sold. Dassoll Jedermann heimbringen, damit man sich berathe, ob man zu diesem Zweck an Ort und Stelle Geldaufnehmen oder ob jedes Ort sein Betreffniß herschießen wolle, v. Der Kirchenbettler wegen, welche durchdas Land lausen, ist auf diesen: Tag erkennt, Jedermann soll seine Kirchen selbst bauen und Niemandenauswärts auf den Bettel schicken; wenn also solche Kirchenbettler nichts erhalten, soll Niemand dem Anderndeßhalb zürnen, l. Der Vogt zu Rheineck meldet, es habe Einer daselbst einen Andern über den Friedenfast zu Tod gestochen und der vorige Landvogt von Uri habe denselben gegei: kleines Geld wieder ins Landkommen lassen. Es wird den: jetzigen Vogt aufgetragen, den Thäter gefangen zu setzen und von ihm zuvernehmen ob dieses die Wahrheit sei oder nicht. K. Die von Lauis begehren ein Statut, damit Armenund Neichen ein gutes austrägliches Recht geschafft werde. Das soll Jedermann heimbringen. I». DerHauptmann von St. Gallen bringt an. Einer von Gostau habe den dortigen Vogt verwundet und seineVerwandtschaft wolle ihi: vor den Folgen dieses Frevels mit Gewalt schlitzen. Darauf wird den: Hauptmannbefohlen denselben gefangen zu setzen und wenn ihm Widerstand begegne, es den vier Orten zu berichten. Der-selbe Hauptmann hat ferner gebeten, wenn uns Sold oder Friedegeld zukäme, die Gotteshausleute auch zu be-denkend I. Der Vogt im Nheinthal klagt abermals über Mangel an Behausung; daher soll Jedermann heim-bringen, ob man auf den: Platz, wo das Schloß steht, ihn: eine Behausung einrichten wolle, was mit wenigenKosten geschehen könnte. It. Jeder Bote weiß, was der venetianische Bote abermals angebracht hat überdie Gründe der Verzögerung einer Antwort seiner Herrschaft auf seine Schreiben. I. Auf das päpstlicheBreve wovon jeder Bote eine Abschrift hat, ist seiner Heiligkeit geschrieben, wir wollen das an unsere Herren.bringen und die auf Tagen antworten lasten. Dabei hat man die Vereinung verlesen lassen, die wir mitden: Papst haben und beschlossen, Jedermann soll bis zun: nächsten Tag darüber sitzen und ermessen, was unsnach Laut der Vereinung zu thun sei. Dieser Tag war angesetzt, um den Franzosen zulosen",

falls die Schlösser Lauis und Luggarus geräumt würden. Nun ist LauiS in unsere Hand gekommen, Lug-garus aber will die Besatzung nicht räumen, ehe der König ihr den Sold bezahle. Dazn sind nun dieFranzosen bereit und haben das Geld eilends hinein geschickt. Daher wird den Boten, die daselbst sind,geschrieben daß sie die Franzosen laut Uebereinkunft mit ihrer Habe abziehen und die, welche aus demLand sind' zu Weib und Kind kommen lassen. Da nun das noch einen kleinen Verzug verursacht, so hat"'an einen andern Tag angesetzt auf Donstag vor der alten Faßnacht (10. Februar), wieder nach Lucern,"m dann weiter in der Sache zu verhandeln. Auf die Nachricht, daß spanische Truppen sich Lauisund Luggarus nähern, wird, da Niemand wissen mag, in welcher Absicht, den Boten geschrieben, sie sollendie Schlösser wohl versorgen und sanunt den: Commissar von Bellenz heimliche Kundschaft bestellen, auch wenn"othwendig dem Cardinal schreiben. «»- Schwpz hat abermals begehrt, wegen seines Spans mit Uri nichtv°n den: Mitbesitz an Domo ausgeschlossen zu werden. Einige Boten haben nun aber keinen Befehl, anderesind angewiesen der Mehrheit zuzustimmen; daher soll bis zun: nächsten Tag sich Jedermann zu einer endlichenAntwort entschließen. K». Da dieser Tag angesetzt worden, um nach den: letzten Abschied zu Lucern mitden Franzosen zu uuterhaudeln, nun aber wegen Kürze der Zeit, Ungewitter und namentlich Unruhen unsererZusätzer zu Lauis die Sache verzögert und das Schloß noch nicht geräumt ist, so wurde der von Grü sammteiner Botschaft der Eidgenossen hinein gesendet, um die Schlösser zu räumen und dem Abschied Vollziehung