December 1512. K77
Freiblirger in Savopen gethan. Das geschah dann auch, Freiburg erklärte aber, die Obrigkeit habe darankeinen Theil, jedoch sei das nicht freie Kaufmannswaare, sondern sei für unsere Feinde bestimmt gewesen; derBote von Freiburg, der mit uns nach Savopen gehe, werde Befehl erhalten, darin mit uns das Beste zuthun, weiter könne man nicht gehen. Diese Antwort soll auf den nächsten Tag zu Lucern berichtet werden.«. Die Edeln zu Nomont haben im Namen des Adels und aller Stände der Waadt die eidgenössischenVoten mit grohen Ehren empfangen und um ihre Fürsprache beim Herzog gebeteil, damit der Bann wegeilweltlichen Sachen und Schuldeil abgethan und solche Sachen nach Landesrecht behandelt werdeil lind sienicht um so geringfügiger Dinge willen „bännig sterbeilt". ,1. Ebenso wurden die Boten mit großen Ehrenempfangen vom Bischof zu Lausanne und Genf, vom Abt von Pignerol und von der Stadt Genf, welcheletztere ihnen insbesondere für die Förderung ihrer Messe gedankt hat. In Genf wurden die Eidgenossenvon deil Rüthen des Herzogs voll Savopen abgeholt und nach Camrach begleitet, allwo des Herzogs Bruder,der Graf von Genf ihnen mit großem Gefolge weit entgegen geritten ist; der Herzog selbst hat sie vor demStadtthor empfangen und in ihre Herberge begleitet. Alis Mittwoch nach St. Thomastag (22. December)hatten die eidgenössischeil Voten feierliche Audienz vor dem Herzog und seinem Hof und eröffneten da ihreInstructionen bezüglich der Mehrung und treueil Einhaltung der aufgerichteten Vereinung z,vischen beidenTheilen und dein Herzog ihren besten Rath zu geben bezüglich des heiligeil Bundes u. s. w. Darauf hatder Herzog durch seinen Präsidenten eine Antwort verlesen lassen des Inhalts, die Freundschaft zwischendem Hause Savoyen und den Eidgenossen sei von Alterher so fest, daß nicht nöthig wäre, sie weiter zubefestigen doch habe der Herzog aus freundschaftlicher Gesinnung die engere Verbindung angenommen, dieEidgenossen haben nicht-nur durch die Vereinung, sondern auch durch die That und wieder durch dieseSendung ihre Gesinnung an den Tag gelegt, wofür er ihnen danke und sich bestens in ihren nachbarlichenSchutz empfehle mich bitte daß sie eine Gesandtschaft bei ihm halten. Er sei durch den heiligen Bund miteinem Einfall in Piemont bedroht, deßhalb bitte er, daß die eidgenössischeil Voten ihn auf seiuem Ritt nachPiemo.lt begleiten damit man erkenne, daß die Eidgenossen mit ihm seien u. s. w. Darauf hat der Herzogsich verantwortet in Betreff des Vorschubs, den der Bischof voll Vercelli und einige Andere ohne sein Wisseilden Franzose,l m Novara geleistet haben, und erklärt, er habe deren Bestrafung angeordnet, l. Auch der»Herr von der Camera" und der Bischof von Genf habeil uns zu Camrach große Ehre erwiesen. K. AmDonstag darauf hat der Herzog in Abwesenheit seiner Näthe lind Diener mit uns geredet. Hier haben wirihm die Bitte derer von No.no.lt vorgelegt, die er günstig aufgenommen hat. I». Hernach hat der Herzog, mitDanksagung für den erlangteil Aufschub der Bezahlung gebeten, wir möchten ihm wegen Erschöpfung seinesLandes einige Termine der Schuld in Güte nachlassen, wenn nicht, so werde er trachteil, uns dennoch zubefriedigen Darauf wurde ihm geantwortet: Schon der letzte Aufschub sei schwer erhältlich gewesen, inWeiteres könnte man nicht eintreten, i. Weiter hat der Herzog mit uns geredet über das, was er zuHerstellung des Friedens zwischen unS und dem König von Frankreich bisher gethan und was, wie er meint,zu unserm Nutzen und zu unserer Ehre gereiche. Ii.. Ueber unser Allbringen wegen Ankauf der Güter des^ Furno hat er einige Näthe, um darin zu handeln, verordnet. I. Des Harnisch-Niederwurfs wegenhat er uns gebeten, an Freiburg zu schreiben, was mich er thun wolle; er könne die Kallfleute, die seinenSchutz anrufen, nicht rechtlos lassen, zumal des Kaufmanns Geleitsbrief, vom Cardinal von Sitten visirt,ihn verpflichte, "den Harnisch nicht an Feinde des heiligen Bundes zu verkaufen. »»». Am heiligeil Tag zuWeihnachteil begehrte der Herzog, daß wir mit ihm zum Opfer geheil und sollst Niemand als sein Bruder