December 1512.
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andern mal die bericht, so bäpstl. Ht. vnd der küng von Hispanien gestelt vnd vergriffen, vnd vor vnser Zukunftbeschechen. so hetten sy doch dasselbig nit annemen wellen ; vermeint genanter Herr von Gurgg. nu fürohin wirvns der Venediger weders zu hilff noch bystand nit sölten beladen. Darby vermelt der Erbverinigung antreffenddas hus von Oesterrich verwandt zu bedenken. Wytter sind wir anzogen eines Zugs ze thund vnd ein verornunganzenemen mit dem küng von Hispanien. Haben wir vff sölichs verdenken genommen. Demnach vff St. Kathe-rinentag zu St. Maria del popolo ist päpstl. Ht. mit einer großen proceß zum ampt erschinen, da ist zum letstenvor päpstl. Ht..' der Cardinclen. küngen. surften vnd aller potschaften vor menglichem offenlich in der kirchengelesen der punt, so vnser hl. Vatter. kais. Mt. vnd der küng von Hispanien wider die Venediger vnd Herzogenvon Ferrar beschlossen vnd gemacht haben. Demnach sind wir abermals vor bäpstl. Ht. erfordert, die vns selbpersönlich an menglichs bisin ein lange red der Venediger vnd ander fachen halb fürgehalten, wirt E. L. mitvnser Zukunft ob got wil, gruntlich wol bericht. Aber zum grösten stück begert sin Heiligkeit ernstlich, wirweiten von vns ein potschaft sampt siner Ht. potschaft gen Venedig schiken vnd nochmals versuchen, damit sölichervnlidcnlicher krieg vertragen vnd abgestelt wärd. verhofftc sin Ht.. der ganzen Cristenheit zu nutz vnd ruwerschießen solt Vff sölichs habent wir die frommen, vesten Hansen von Erlach vnd Peter Falgk. Burgermeisterw ??rvbura aen Venedig mit päpstl. Ht. potschaft ze ritten verordnet, vnd daruf vor gedachtem Bischof sölichsan'öigt vnd gepctten, nützit witter fürzenemen. noch ze handeln vnd keyserl. Mt. sölichs ze schriben, daruff och zeerwarten was die vnsern an den Vencdigern erfinden. Hat vns sin gnad vns zcthund ganz verwilligt vnd mitnamen drißig tag also dise ding anzestcllen vnd dise ding keiserl. Mt. ze schriben. damit Im söliche gewalt, als ermeint, vß der Hand gewachsen, ze handeln wider zugegeben werd, vm von vnser willen sich im Herzogthum oderMantow finden lausten, dermaß wir empfindent. herin nit klein sonder vil geachtet werdend. Daruff so ist vnserbeger vnd pitt Jr wellen verhüten vnd verkamen, damit die Vnsern. ob etwas geschrei kome, in keins wegs nitvffbrechent damit keinem teil zuzug in dem bescheche bis wir E. L. diser fachen witter berichten tund. Ander vnserfachen halb haben wir von vnscrm allerheiligsten Vater nicht änderst vernomen. das wir hoffend, ein gnedigenVapst n. haben Damit wellend wir got dem Schöpfer vnser aller Er, lib vnd gut beuolhen haben. DatumRom des siben vnd zwenzigstcn tags Nouember im xij Jar, mit nnm, Marx Nöfften, Burgermeisters zu Zürich,
eigen ^nsigel beslossen. Gemeiner Eidgnossen potten zu bäpstl. Ht. gesandt.
Zu t. Antworten der Orte auf diesem Tag:
Zürich- Wiewohl es bisher jede Unterhandlung mit den Franzosen abgelehnt, so wolle es nun doch, daso viele Orte ihnen Geleit geben und losen wollen, mit gemeinen Eidgenossen oder dem Mehrtheil das auch thun.doch so daß vorerst die Schlösser Lauis und Luggarus in unserer Hand seien und die französischen Gesandten,wenn man sie angehört, wieder heimkehren. Bern will die einzige Bedingung vorheriger Uebergabe der beidenSchlösser setzen, dann anhören und nach Convenienz weiter handeln. Uri. Der König soll die Schlösser räumen,die Ansprachen,' die der Papst an ihn hat, auf uns Eidgenossen setzen, die Unfern nicht aufwiegeln, dann will esauch Geleit geben. Schwyz: Wenn der König die zwei Schlösser räumt, will es mit allen Orten oder demMehrtheil Geleit geben und anhören. Lucern gibt auch Geleit und antwortet wie früher. Obwalden. Nid-wald en Zua Glarus, Basel wollen Geleit geben und anhören, wenn die Schlösser geräumt werden.Freiburg- Der Bote habe diesmal keine andere Gewalt, als die Boten, die in Italien sind, zu erwarten. Solo-thurn will Geleit geben, wenn die Schlösser geräumt und den Knechten, denen zu Lauis ihr Geld genommenworden. Ersatz geleistet wird. Schaffhausen will mit andern Orten in abgeschriebener Gestalt und Meinung
Geleit geben.
Zu i, 1512 Freitag nach Thome. Gemeiner Eidgenossen Nüthe zu Lucern versammelt schreiben an denKaiser, sie haben vernommen, daß er jüngst auf dem Reichstag zu Cöln ein Schatzgeld aufgelegt habe, in Folge